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Biogas
Forum: Biogas
Wie viel Leistung, welche Rohstoffe?

EEG 2012 - Gülleanlagen 75kW

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Avatar: newbiogas
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aus Kirchberg
Beiträge: 67
Alter: 43 Jahre,
# 27.09.11, 20:09 Uhr
Eine Möglichkeit zum günstigern Bau ist ein viereckiger oder sechseckiger Betonfermenter mit Axial Rührwerk
Schalungs Verleih gibt es wahrscheinlich auch in Deutschland
Überlauf kann auch anbetonieren.
Anstatt Rostfreier Rohrer nimmt man Verzinkte
Bhkw kann in gebrauchten Container stellen.
mit Nachgärer vieleicht kann man bestehende Jauchegrube nutzen
Für Infos bitte Personliche Anwort
Grüsse aus der Schweiz
Markus

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Avatar: Milchbayerin
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aus Oberfranken
Beiträge: 52

Beitrag vom Autor bearbeitet am 03.11.11 um 20:44 Uhr.
@ bauerernie # 03.11.11, 20:42 Uhr
bauerernie schrieb:

der vorteil der anlage ist, wenn man sie zu 100% mit gülle fährt, kann man das endprodukt so in den normalen alten güllebehälter leiten!
sobald aber andere stoffe mit fermentiert werden (z.b. mais) muss es mindestens 150 tage gasdicht gelagert werden



Wieviel GV braucht man dann so für eine 5o kw Anlage mit 100 % Gülleanteil?
Wäre das Leben reines Zuckerschlecken, uns wäre bestimmt bald kotzübel (Helga Schäferling)
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Avatar: FIAT110x90
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Beiträge: 400
Alter: 29 Jahre,
# 03.11.11, 22:05 Uhr
Mit 100 % Rindergülle braucht man je nach Gasausbeute (je frischer die Gülle desto besser) rund 5000m3, hängt auch davon ab, ob man einen Zündstrahler oder Gasmoter nimmt. Der Zündstrahler hat einen höheren Wirkungsgrad, braucht aber nicht unerhebliche Mengen an Biodiesel. Laut LWK "scheißt" ne ausgewachsene Kuh rund 20 m³ pro Jahr. Das kann aber auch etwas mehr sein, auch die Gasausbeute kann höher sein. Ich sag mal ab 200 Kühen kannst du über eine reine Güllevergärung nachdenken. Und bedenke diese Anlage ist in der Regel sehr teuer. Ob 75 oder 50 KW macht beim Invest kaum einen Unterschied. Alles unter 500.000 € ist augenwischerrei und faktisch nicht zu schaffen. Wer kann sollte eine 190-250 kW Anlage mit 60% Gülle bauen. Die erhält fast die gleiche Vergütung wie zum EEG 2009 und dürfte auch von sinkenden Anlagenpreisen profitieren (aufgrund der gesunken Nachfrage). Eine Wärmenutzung ist auch nicht zwingend erforderlich ab 60% Gülle (Geflügelmist zählt in diesem Fall auch).
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Avatar: CS
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aus Bokel
Beiträge: 1734

# 04.11.11, 06:05 Uhr
Sehe ich nicht ganz so, Problem ist bei Neuanlagen nämlich das jetzt auch eine Mindestverweilzeit eingehalten werden muss. Das heißt in der Regel ein Gärbehälter mehr und dadurch ist mindeestens der Vorteil der sicherlich sinkenden Anlagenpreise weg.

Anders sieht es aus bei Anlagen die 100 % Gülle vergären (Futterreste und geringe Teile Einstreu sind erlaubt), hier entfällt die Mindestverweilzeit und der Gärrest muss nicht gasdicht gelagert werden. Es können also auch vorhandene Behälter genutzt werden. Das spart erhebliche Kosten beim Invest, weil z.B. auch kein Feststoffeintrag vorhanden ist und keine Silolager und Umschlagsflächen benötigt werden. Dies gilt auch für Anlagen über 75 kW.
Bei uns hat die landwirtschaftliche Buchstelle mal die bestehenden Anlagen analysiert, die meisten sind ja an größere Milchbetriebe angeschlossen, und daraus hat sich so die Faustzahl ergeben das 2 Kühe (inklusiv Nachzucht) ca. 1 kW installierte Leistung versorgen können.

Das der Gärrest bei 100 % Gülleeinsatz nicht gasdicht gelagert werden muss um die Vergütung zu erhalten ist dem EEG 2012 zu entnehmen. Frage ist dann jetzt trotzdem ob nicht gasdicht gelagert werden musss wenn Gülle beim Einsatz in einer BGA zu Abfall wird und dadurch auch einen kleine 75 kW Anlage BImSch-pflichtig wird. Außerdem ist die Frage ob im Rahmen der Baugenehmigung der Landkreis nicht aus Gründen der Ammoniakausgasung eine Badeckung fordet. Wird ja auch bei ganz normal Güllerlagerbehältern immer häufiger gefordert...
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Avatar: Milchbayerin
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aus Oberfranken
Beiträge: 52

# 13.11.11, 20:58 Uhr
Hatten einen guten Abend mit einem Referenten von der LS, der auch die 75 kw Anlagen vorstellte. Klang schon nicht schlecht. Aber wir haben keinen Betrieb in unserem LK der das so im "Vorbeigehen" ,wie es ja schon fast suggeriert wird, leisten kann. Zu kleine Vieheinheiten, fast nix zum pachten-confused da war er selber etwas erstaunt, das das gar net so einfach ist.cool
Wäre das Leben reines Zuckerschlecken, uns wäre bestimmt bald kotzübel (Helga Schäferling)
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Avatar: Blue_Power
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Beiträge: 178

# 15.11.11, 21:57 Uhr
ist es möglich einen bestehenden güllebehälter (Betoniert im boden eingelassen 650m³) als fermenter für eine gülleanlage umzubauen?
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Avatar: FIAT110x90
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# 16.11.11, 19:57 Uhr
Die 150 Tage Verweilzeit sind bei einer Neuanlage (nicht 75kW) gar nicht so ein großes Problem, weil das Gärrestlager (gasdicht) auch mit berücksichtigt wird. Also die Gülleanlage mit 100% Gülle macht in der Regel immer Sinn, das ist schon richtig. Problem ist nur, dass man auch die Gülle auch haben muss und sobald ich über teuere Substrate wie Mais und Getreide nachdenke, wirds schnell unrentabel. Ganz einfache Rechnung 4500m³ Rindergülle + 1000 t Mais (=33000€ Substratkosten (auch wenn der Mais vielleicht dieses JAhr mal günstiger ist)). Ne reine Gülleanlage kann je nach Investkosten rund 50-60000 € Gewinn abwerfen. Da sieht man wieviel Luft nach unten ist. Ich investier doch nicht über ne halbe Million, um dann nur 10-20 Tsd über zu haben!!
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Avatar: Shockwave
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Beiträge: 341
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@ FIAT110x90 # 16.11.11, 20:00 Uhr
FIAT110x90 schrieb:

Die 150 Tage Verweilzeit sind bei einer Neuanlage (nicht 75kW) gar nicht so ein großes Problem, weil das Gärrestlager (gasdicht) auch mit berücksichtigt wird. Also die Gülleanlage mit 100% Gülle macht in der Regel immer Sinn, das ist schon richtig. Problem ist nur, dass man auch die Gülle auch haben muss und sobald ich über teuere Substrate wie Mais und Getreide nachdenke, wirds schnell unrentabel. Ganz einfache Rechnung 4500m³ Rindergülle + 1000 t Mais (=33000€ Substratkosten (auch wenn der Mais vielleicht dieses JAhr mal günstiger ist)). Ne reine Gülleanlage kann je nach Investkosten rund 50-60000 € Gewinn abwerfen. Da sieht man wieviel Luft nach unten ist. Ich investier doch nicht über ne halbe Million, um dann nur 10-20 Tsd über zu haben!!

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Avatar: Shockwave
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Beiträge: 341
Alter: 25 Jahre,
Beitrag vom Autor bearbeitet am 16.11.11 um 20:17 Uhr.
# 16.11.11, 20:14 Uhr
hi FIAT110x90,

meine rede.. seh das mittlerweile wie du ...die sache rechnet sich nur mit unmengen an gülle...ich komm auf deine besagten 4500m³...aber das reicht ja bei weitem noch nicht aus um 50 bzw. 75 kw zu betreiben..und pachtfläche ist auch mangelware hier in der gegend...also was machen..?.gedanken verwerfen und auf biogas verzichtern..?

war ja erst recht euphorisch.. aber diese besagten kleinen anlagen vom neuen eeg sind wohl doch schwieriger wirtschaftlich hinzustellen wie in der presse dargestellt...

ich hab ja immer noch bedenken wegen den baukosten...erst werden die anlagen angepriesen und am ende wirds wesentlich teurer..genehmigungskosten usw.
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Avatar: Fendt512Power
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aus nördlingen
Beiträge: 162
Alter: 20 Jahre,
Beitrag vom Autor bearbeitet am 16.11.11 um 20:28 Uhr.
# 16.11.11, 20:27 Uhr
Ich häd die Fläche und 150GV rinder werde aber warscheinlich nicht bauen,
weis jemand ob einen investor gibt wo ich bloss liefern kann und nach BGA schau
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