Beitrag vom Autor bearbeitet am 28.01.12 um 23:16 Uhr.
frankyboy schrieb:
Ich komme nochmals kurz zurück an diesen ungastlichen Ort, weil ich versehentlich WHO statt GATT geschrieben habe (GATT 1947 ist am 31.12.1995 außer Kraft getreten).
Außerdem möchte ich anfügen:
Ein Bauer aus Bayern will mir erzählen, dass er nur mit seinen Familienangehörigen alleine (Aushilfe bei Arbeitsspitzen) jährlich über eine Million Hähnchen produziert und auf 400 Hektar Fläche Weizen, Mais, Zuckerrüben und Raps anbaut.
Wer schon eine Fundstelle zitiert, der sollte auch die Begriffsbestimmung kapiert haben. Wenn ich einen Thread starte und meine Ansicht in den Eröffnungsbeitrag schreibe, dann weiß jeder, um was es sich dreht und ein Troll ist genau der, der diesen Thread stört. Anstatt hier konstruktiv mitzuarbeiten, machen sich hier mehrere Besserwisser wie Schaumschläger breit und ekeln die Anständigen hinaus: zit.: Wenn dir mein Umgang mit H und Frankyboy nicht passt, dann melde mich doch bei einem Moderator und sülz mich nicht zu. Hast du noch was zum Thema oder möchtest du weiterhin deinen Schmutz auf mich werfen????" Dazu wird ein gesamter Text in Großbuchstaben geschrieben, was im web soviel heißt, dass er geschrieen ist; oder: zit.: "Wenn du das von Fachleuten die direkt in der Materie drin sind, nicht glaubst und keinerlei Ansätze zeigst dazu lernen zu wollen, bitteschön, dann geh mit Gott aber geh!" Es fragt sich: Fachleute in was? Fachleute hätten ja Fachwissen.
Wer grundlegendes Allgemeinwissen verbreiten will, der muß zuerst einmal selbst welches haben. Betriebswirtschaftslehre ist die Lehre von den wirtschaftlichen, organisatorischen, technischen sowie finanziellen Abläufen i n den Unternehmen (Oldenbourg Wissenschaftsverlag). Ich dagegen habe Bereiche der Volkswirtschaftslehre angesprochen. Das sollten die Landwirte als Prüfungsfach haben, dann würden sie hier nicht so ein Pseudowissen von sich geben und in einer nicht zu überbietenden "Oberlehrer-Manier" mit BWL-und VWL-Verwechslung andere belehren zu wollen.
Wenn ich höre, dass ein heutiger Landwirt eine schwerere Arbeit als ein Arbeiter oder Handwerker haben soll, dann weiß ich, dass die Herren noch nie auf dem Bau gearbeitet haben, sondern das Ganze aus ihrer klimatisierten Schlepperkabine heraus betrachten. Ich verkenne nicht, dass ein Landwirt viel arbeitet, auch am Wochenende und manchmal abends (machen aber auch Selbständige). Das hat aber nichts mit der Schwere der Arbeit zu tun, sondern damit, dass sie Geld in die eigene Tasche wirtschaften können. Einige haben ja zugegeben, dass sie nicht mehr wie früher mit der Hand arbeiten wollen.
Wenn gar ein Bauer Ausführungen über die allgemeine Psychologie (Wahrnehmung) zum Besten gibt, dann wird es sich wahrscheinlich um das letzte Universal-Genie auf diesem Erdboden handeln. Wer Kommunikation mit Ballspielen vergleicht, der geht vielleicht schon von Kommunikationsmustern der Tiere aus, die er hält. Aber wie kann man jemand anderen etwas erklären, wenn man es selbst nicht kapiert hat. Wer andere als nett-naiv bezeichnet, der hat genau die Überheblichkeit, die dem Image der Landwirtschaft am meisten schadet. Zu seiner Entschuldigung sei erwähnt, dass er dies ja selber gar nicht mehr merkt. Denn, wer behauptet, dass er seine Botschaften immer in Variante 1 (sachlich) von sich gibt, der ist von mir aus gesehen schon jenseits von Gut und Böse. Meine Antwort in dem Jargon, wie er sich geäußert hat: "Das Niveau von unterster Schublade sei dir vergeben".
Wer so herablassend sagt, dass er dem Verbraucher keine Antwort schuldet, der vergißt, dass er und sein Betrieb vom Geld leben, dass ihm der ach so gering geschätzte Verbraucher via EDEKA gnädigerweise zukommen läßt.
Hier regen sich Viele auf, weil der Verbraucher angeblich immer das Billigste kauft. Sie halten sie den Verbraucher ja für dumm! Nein: Er kauft das, was er für das Günstigste hält. Wieviele Landwirte gibt es, die das verfluchte Gen-Soja an ihre Tiere verfüttern (weil es eben das Billigste ist) und skrupellos die Böden und Tiere ausbeuten (weil der Profit kurzfristig höher ist)? Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Wenn ich frage: Was können wir für die deutsche Landwirtschaft tun, dann antwortet Schlaumeier: Was kannst du für mich tun: nichts. Das ist genau der Egoismus, den die Landwirtschaft kaputt macht. Er kommt gar nicht auf die Idee, dass ich von ihm wissen wollte, was e r für die Landwirtschaft tun kann. Für solche Leute ist Solidarität ein Fremdwort und sie lehnen natürlich jedes Ansinnen für den Berufsstand zu demonstrieren ab, weil ja sie persönlich nichts davon haben.
Du wirst es kaum glauben, es gibt Landwirte die nicht "mit dem Stein auf der Brust geboren wurden um das Stöhnen zu lernen" sondern einfach mutig und gelassen in die Zukunft schauen. Eben weil sie sich den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sehen und nicht ständig andere oder die Politik für ihren beruflichen Werdegang verantwortlich machen. Sie, und dazu zähle ich mich, sind selber "ihres Glückes Schmied" und warten eben nicht auf Hilfe von dir, anderen oder gar der Politik!
Nur wer sich der Realität stellt und nicht auf "Hilfe" wartet und hofft, der wird erfolgreich sein.
Und nochmal, der konventionelle Landwirt kann und will sich nicht mit der "wir haben es satt"-Bewegung in einen Topf werfen lassen und erst recht nicht demonstrieren. Dazu haben die Beteiligten der "wir haben es satt"-Bewegung und die konventionellen Landwirte einfach zu verschiedene Ansichten über Tierhaltung und Acker-/Grünlandbewirtschaftung. Das mußt du akzeptieren das ich z.B. und noch viele andere Landwirte auf die sogenannte "Hilfe" der "Wir haben es satt"-Bewegung gut verzichten können!
Bin ja froh das du die WHO nicht mehr für die WTO hälst, übrigens wurden die Gatt Verträge durch oder mit der WTO ausgehandelt.
Mir ist auch nicht der Verbraucher egal, bestimmt nicht. Ich lebe aber nicht in einer Welt in der ich mich für alles rechtfertigen muß. Sonst hat der Spruch "97% der Bevölkerung reden über Landwirtschaft und 3% wissen wie sie funktioniert" doch noch einen Realitätsanspruch. Da du von der Demo der "wir haben es satt"-Bewegung kommst und davon sprichst, ist davon auszugehen das du dich mit dem Bild der Landwirtschaft welches die Verbände und Bewegungen auf dieser Seite
[www.wir-haben-es-satt.de] verbreiten, identifizierst. Neben den Träumern der BDM findest du da noch PROVIEH die z.B. meine Haltungsform der Schweine ablehnt. Soll ich mich mit denen in eine Reihe stellen?
Da ich kein Träumer bin und Ställe auf Stroh kenne, über ein Jahr in denen gearbeitet habe und jetzt Vollspaltenhaltung betreibe, bin ich froh so zu arbeiten und gut mit den Tieren umzugehen wie ich es jetzt mache.
Warschenlich wirst du das aber anzweifeln ohne jemals in Ställen beider Haltungsformen gearbeitet zu haben. Das ich nicht mit der ABL und ihrer rückständigen Weltsicht überein komme kannst du dir jetzt evtl. vorstellen.
Und da bin ich in diesem Forum nicht alleine.
Aufgeschlossenen Verbrauchern die nicht gleich mit dem Wort "Massentierhaltung" kommen, denen erkläre ich gerne meinen Betrieb und lasse sie durch das Stallfenster schauen. Rein gehen ist aus Seuchenrecht nicht erwünscht.
Ich rege mich übrigens nicht auf das der Verbraucher oft zum billigsten greift. Damit kann ich leben. Im Gegensatz zu manch grüner Politikerin und einigen Weltverbesserern bin ich nicht daran interessiert die Verbraucher umzuerziehen. Das steht im Gegensatz zu meinem Glauben an die Meinungsfreiheit.
Selbige lässt es auch zu das ich nicht bereit bin mich von Künast, Joschka, Rot, Trittin, der ABL usw. zu einer kleinstrukturierten Landwirtschaft mit Streichelzoocharakter umerziehen zu lassen.
Ich achte und schätze meine Tiere als lebendige Wesen und behandle sie mit Respekt!
Auch wenn PROVIEH und der DEUTSCHE TIERSCHUTZBUND da sicherlich anderer Meinung sind ohne mich oder meinen Stall zu kennen. Das könnte man als Vorurteil betrachten. Ich hege aber auch nicht die Absicht diese Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Dazu reicht meine Zeit nicht aus. Es wäre eh verschwendete Zeit.
Diese Zeit widme ich lieber vorurteilsfreien Menschen die mich nicht im vornherein als Tierquäler betrachten.
Wenn ich diese
Seite aufrufe, mir das PDF runterlade und durchlese, bin ich mir zu 100% sicher das es richtig ist nicht an dieser Demo teilgenommen zu haben!
Ich bin sogar froh wenn ihr eure abstrusen Vorstellungen über die Landwirtschaft nicht durchsetzen könnt.
War das jetzt deutlich genug?