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03.06.2008, 00.17 Uhr

Wo soll das hinführen



Momentan überschlagen sich die Ereignisse, und die Situation bekommt eine Eigendynamik die mich erschaudern lässt.

Vor 2 Tagen war in unserer Versammlung die Rede das jeder Landwirt frei in seiner Endscheidung ist in welcher Form er sich an den Protesten beteiligt.

Gestern haben wir mit unserem Molkereibesitzer ausgehandelt das die eigene angelieferte Milch durchgelassen wird.

Heute ist es so das die Molkerei komplett blockiert wurde, zum Teil von Lieferanten und zum Teil von Lieferanten der Müllermilch die Supermärkte leer kaufen wollten aber noch liefern wollten zum Teil von anderen Landwirten.

Damit ist mir erst die Tragweite bewusst geworden. Die Betriebe sind eben nicht frei in ihrer Entscheidung wenn der Tanker nicht kommen kann. Der Schaden der dadurch entstehen wird ist heute noch gar nicht absehbar vor allem in den Beziehungen zwischen den Betrieben. Und da liegen die Betriebe weit auseinander, wenn ich mir dann vorstelle das hier in Bayern gerade ganze Dorfgemeinschaften auf dem Spiel stehen.

Wenn Genossenschaftsmolkereien von fremden Landwirten blockiert werden ?

Wenn die Blockaden noch lange anhalten befürchte ich auch das die Meinung der Bevölkerung bald kippen wird.

Wir wollten eigentlich streiken damit der Boykott ein schnelles Ende nimmt , jetzt ist zu hoffen das das auch eintritt.

Ich habe heute 7200 kg Milch in unser Güllefass gepumpt, ich hätte nicht gedacht das das einen so an die Nieren gehen kann. Aber was soll´s wir werden weiter mitmachen (müssen) unser Milch wird wahrscheinlich eh nicht mehr abgeholt werden .

Meiner Meinung nach ist der Supergau eingetreten, es geht scheinbar nur noch darum wer wann und und wo den Schaden anrichtet oder das größte Opfer für die Milchbauern gibt.

Ehrlich gesagt bin ich ratlos

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Matthias

Matthias

Alter: 39 Jahre,
aus Beiersdorf

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Kommentare

03.06.2008 06:27 andy
Bei uns ist gerade das Milchauto gekommen. Mittlerweile fahren sie zu zweit aus damit sie mehr Sicherheit haben. Scheinbar soll heut Abend evtl. beschlossen werden das die Milch nicht mehr abgeholt wird.

Unsere Molkereigenossenschaft wird von den eigenen Mitgliedern bestreikt.

Hoffentlich hat der Spuck bald ein Ende. Der Schaden für die Landwirte ist schon viel zu groß.
03.06.2008 08:55 Ginger
Hallo Matthias, habe die Diskussionen hier nicht verfolgt, ausser aus der Presse und ich fand bislang, dass die Milchbauern recht haben mit ihrer Forderung nach mehr Geld. Nun löese ich aus deinen Zeilen, dass du damit nicht glücklich bist. Warum? Weil du jetzt im Moment einen finanziellen Schaden hast?

Das wird sich doch hoffentlich ändern, wenn es zu einer angemessenen Einigung kommt.

Wir Städter wurden z.B. über die Presse aufgefordert, "den Höfen einen Besuch abzustatten, die Bäuerin würde bestimmt einen Liter für uns abkochen" naja, Pressejargon.
03.06.2008 13:07 andi1983
Hi Ginger,

ich glaube was Matthias sagen will ist nicht das er einen finanziellen Schaden hat, den hat jeder der kein Milchgeld bekommt. Sondern dass es Milchbauern gibt die wegen der Blockaden ihre Milch nicht abliefern können, obwohl sie nicht streiken wollen.
Die Entwicklung der letzten Tage geht in eine Richtung, die nichts mehr mit Protesten zu tun hat, sondern eher Nötigung sind.
schönen Tag noch
03.06.2008 13:16 Paula
Ja, das Problem ist das die Meinung des einzelnen nicht akzeptiert wird.
Hier stehen die ersten Landwirte vor ihrer Molkerei, um eine Blockade, dieser durch Fremde zu verhindern.
04.06.2008 22:13 FarmerST
Ich werde das dumpfe Gefühl nicht los, dass der Streik am Ende mehr Schaden als Nutzenbringen wird.
26.04.2009 18:52 Matthias
FarmerST schrieb:
Ich werde das dumpfe Gefühl nicht los, dass der Streik am Ende mehr Schaden als Nutzenbringen wird.


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