Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Berlin-5.JPG Berlin-14.JPG Schaber
1424 mal angesehen
06.06.2008, 12.14 Uhr

Was nun Herr Schaber !??

Gestern habe ich den BDM richtig kennengelernt

ich will meine Eindrücke des Tages mal wiedergeben:

Ich weiß nicht welcher Teufel uns geritten hat, jedenfalls sind wir heute kurzentschlossen gen Berlin gefahren.
(10.00 Uhr Fax vom Landwirt der bei uns den STreik initiert hat gelesen 10.10 entschieden 10.45 Uhr losgefahren)

Ich war davon ausgegangen das es eine Verbandsübergreifende Veranstaltung wäre

Ich bin absolut zufrieden mit der Entscheidung dahin zu fahren, denn was ich heute erlebt habe sprengt alles das was ich mir zum THema BDM hätte vorstellen können.

Wir sind ohne Vorbehalte in die Demo gegangen da sich die Verbände ja angenähert haben und alle Bauern ja so solidarisch sind

Von Solidarität usw weiter war aber nichts mehr zu sehen und zu hören eher hetze und sich selbst feiern.

Gleich den ersten Sätzen des ersten Sprechers ist mir regelrecht das Gesicht eingeschlafen. Es wurde erst mal mit allem abgerechnet was "an der Situation schuld ist" Bauernverband, bestimmte Leute in den Gremien.
O-ton "Wir sollten jedes (legale) Mittel ergreifen die Leute von ihren Posten zu holen. Und wenn die anderen nicht tun was wir wollen dann wird gestreikt.

Dann sprach ein Europaabgeortneter Graf von was weiß ich der wollte sich für ein fortführen der Quote einsetzen bis eine Mengensteuerung von Bauernhand eingerichtet ist, bzw er sicherte zu das das so kommen wird

Bei der dritten Sprecherin ging es um die Molkereiblockaden, da dachte ich es kommt von ihr ein bisschen Selbstkritik, aber nein. Sie ging die Molkereien an warum die es wagen gegen die Landwirte vorzugehen die ihre eigene Genossenschaftsmolkerei blockierten, das sie sozusagen gegen ihre Besitzer losgehen.

--> Und was ist bitte mit den Mitgliedern
die auch Besitzer sind und liefern wollten ?

Das war uns dann erst mal zuviel und wir haben uns erst mal dem Reichstag zugewandt, wenn nicht so viele Leute davor gestanden hätte wären wir sicher in die Kuppel gegangen. Dann noch einmal durch das Brandenburger Tor stolziert (das erste Mal in meinem Leben ) und ein Eis gegessen.

Danach noch der Rede von Schaber gelauscht.

Der feierte den Streik als vollkommenen Erfolg und Sieg des BDM !!!

--> Was, Wie gibt´s denn schon 43 ct ?

"Zwar hat der Handel erst mal die Gespräche abgebrochen, signalisiert aber Gesprächsbereitschaft"

--> und warum verhandelt gerade der DBV mit den Handelsketten

"Wenn das nicht passiert wird weiter gestreikt"

--> mit mir nicht mehr

immerhin wurden die Bauernverbände im Osten erwähnt ohne die der Streik im Osten nicht den Ausmaß genommen hätten.

Am Ende sagte er noch das der Lieferstopp beendet wird.

Wo kein Wort gefallen ist,

- kein Wort der Selbstkritik, das der Streik nicht optimal gelaufen ist

- das die Molkereiblockaden eventuell ein Fehler waren ist zur Mengensteuerung,

- ein Aufruf zur freiwilligen Mengenreduzierung was ja die logische Folge ist davon ist wenn man eine gesteuerte Mengenregulierung nicht hinbekommt.

ich habe sicher noch einige Sachen vergessen aber ich musste das jetzt mal loswerden.


Der Streik war meiner Meinung nach dilettantisch vorbereitet und ist dem BDM aus den Fingern geglitten.

Der größte Fehler war meiner Meinung die Molkereiblockaden. Leppersdorf hätte man ja noch nachvollziehen können, auch wenn Frischproduktehersteller blockiert werden aber ein bestreiken mit der Gießkanne hat für viel Unverständniss geführt. (Bitte auch die vorangegangenen Blogeinträge beachten.)

Ich habe die letzte Woche jede Menge gelernt und bin auch froh das ich meiner Meinung treu geblieben bin. Das Wegschütten der knapp 20000 kg Milch reut mich nicht. BDM-Mitglied werde ich jedenfalls keins mehr.

hier noch die Bilder von gestern:

[www.landlive.de]

offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

Matthias

Matthias

Alter: 38 Jahre,
aus Beiersdorf
Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

07.06.2008 11:53 FarmerST
"Der Streik war meiner Meinung nach dilettantisch vorbereitet und ist dem BDM aus den Fingern geglitten.

"Der größte Fehler war meiner Meinung die Molkereiblockaden. Leppersdorf hätte man ja noch nachvollziehen können, auch wenn Frischproduktehersteller blockiert werden aber ein bestreiken mit der Gießkanne hat für viel Unverständniss geführt. "

Hallo Matthias,

ich sehe das absolut genauso, die Bauern werden sich noch wundern wie wenig der Streik gebracht hat, da reiben sich ganz andere heimlich die Hände. Schade eigentlich, wenn man bedenkt wieviel Geld der Streik den Betrieben gekostet hat.

Die Kuh ist noch längst nicht von Eis!

Schöen Gruß

Theo
www.hoefken.de.vu
08.06.2008 15:13 MichaelKopka
eben, es ist bisher noch kein einziger cent mehr auf den konten der milchbauern gelandet, die eigentliche arbeit des bdm kommt nämlich jetzt erst noch. die streiks und blockaden haben bisher nur den weg frei gemacht, das überhaupt neu verhandelt wird und die gesellschaft für das theme sensibilisiert.

hatte ich auch schon mal geschrieben, der streik/blockade bei der nordmilch zeven war teilweise auch sehr schlecht organisiert, es gab keine festen ansprechpartner, keine pressestelle, informationen flossen oft gar nicht, teilweise sehr ungeprüft und führten zur verwirrungen.
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang