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Das Lohnunternehmer-Tagebuch

Mit AGROLOHN durch das ganze Jahr! (5 Einträge)

Fendt 924 Vario TMS mit Pöttinger Jumbo 6600 Combiline Fendt 924 Vario TMS mit Pöttinger Jumbo 6600 Combiline Fendt 924 Vario TMS mit Pöttinger Jumbo 6600 Combiline
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09.08.2008, 20.35 Uhr

Einsatz des Pöttinger Silierwagens Jumbo 6600 Combiline

Das Lohnunternehmen Agrolohn bietet verschiedene Verfahren für die Silagebergung an: Den selbstfahrenden Feldhäcksler, den Ladewagen und das Pressen von Quaderballen.

Heute wollen wir uns genauer über den Ladewagen unterhalten:

Bei Agrolohn setzt man auf die Ladewagen-Technik des österreichischen Futtererntespezialisten Pöttinger. Dem Betrieb stehen insgesamt drei Ladewagen zur Verfügung: Zwei große Jumbo 6600 L Combiline und ein kleinerer Europrofi 4500. Den kleinen Ladewagen vermietet man auch an Landwirte, die einen ausreichend motorisierten Schlepper auf dem Hof haben. Im Lohn wird er nur auf kleinen, steilen Flächen eingesetzt.

Jumbo Ladewagen fährt Agrolohn schon seit mehreren Jahren. Auch den neuen Combiline hatte man bereits in der Saison 2006 als Vorserie im Einsatz. Weil mit dem Fahrzeug gute Erfahrungen gemacht wurden, hat man zur Saison 2007 den zweiten Ladewagen, einen Jumbo 6600 L Profiline (Standardausführung) gegen einen weiteren Jumbo 6600 L Combiline eingetauscht.
Das L in der Typenbezeichnung steht für die Version ohne Dosierwalzen. Diese werden bei Agrolohn nicht benötigt, weil man den Laderaum vollständig nutzen möchte und immer ein schwerer Walzschlepper mit Silageverteiler oder ein Radlader zum Verdichten bereit steht.

Roland Kobler von der Agrolohn GmbH schwört auf die Combiline Technik und nennt ganz klar die Vorteile des großen Kombiwagens: „Wir brauchen große Transportfahrzeuge, die wir über die ganze Saison flexibel einsetzen können. Den Jumbo Combiline kann ich als Großraum-Silierwagen in der Grassilage als Selbstlader einsetzen. Mit dem 45 Messer Rotorschneidwerk liefert der Wagen eine einwandfreie Schnittqualität. Wenn uns in der Häckselkette mal die Abschiebewagen ausgehen, kann ich auch hier den Combiline los schicken. Lieber lasse ich den Wagen auch in Gras neben dem Häcksler her fahren, bevor ich ihn stehen lasse und mich um eine teure Alternative kümmern muss.“„In der Silomaisernte brauchen wir maximale Transportkapazität, weil wir große Mengen Futter teilweise über weite Strecken fahren müssen. Auch hier spielt der Jumbo Combiline mit dem stabilen Aufbau und der hydraulischen 3-Funktions-Frontklappe seine Stärken voll aus“, berichtet Kobler weiter. Die Pickup bleibt immer am Wagen. So ist es möglich, während der Mais-Saison auch innerhalb eines Tages Gras- und Mais-Kunden nacheinander zu bedienen, ohne große Umrüstungen vornehmen zu müssen.

„Als Zugmaschinen für die beiden Jumbos kommen fast ausschließlich Fendt Schlepper der neuen 900er Serie zum Einsatz. Diese Saison steht ein 927 und ein 930 bereit. Die hohe Antriebsleistung und das Eigengewicht des Traktors braucht man, wenn man im hügeligen Gelände des bayerischen Waldes noch hohe Leistungen erzielen und sicher unterwegs sein möchte. Allein der leere Ladewagen bringt schon knappe 10 Tonnen auf die Waage“, schildert Kobler.

Man habe zwar auch schon versucht, einen 800er Fendt an den Ladewagen zu hängen. Davon sei man aber schnell wieder abgekommen, weil das nur auf absolut ebenen Flächen gut funktioniere.
Die beiden großen Silierwagen werden am Fendt-Schlepperterminal über Isobus angesteuert. Das erhöht den Bedienkomfort und erspart den lästigen Kabelsalat in der Kabine.

Spricht man mit den Fahrern, dann schwärmen die vor allem von dem Tandemachs-Fahrwerk mit hydropneumatischer Federung und Niveauausgleich. Damit erreicht der Wagen 23 t zulässiges Gesamtgewicht und eine sehr hohe Standsicherheit auf dem Silo und in Hanglagen. Die Zwangslenkung sorgt für kompromisslos gutes Fahrverhalten auf der Straße und Wendigkeit beim rangieren.
Ist die Knickdeichsel ganz abgesenkt, muss man während der Straßenfahrt die Fahrzeughöhe beim Passieren von Unterführungen beachten. „Der Wagen hängt „schräg“ am Schlepper und ist hinter höher als vorne“. Da kann es schon mal eng werden, berichtet ein Fahrer.
Beim Messerwechsel trumpft der Jumbo mit einem seitlich ausschwenkbaren Schneidwerk auf und erspart den Fahrern das „unter den Wagen Kriechen“.

Auf die Frage, ob man auch an den größeren Ladewagen-Modellen von Pöttinger interessiert sei, schüttelt Kobler nur den Kopf und weist darauf hin, dass man bereits mit dem Jumbo 6600 in Kombination mit einem 900er Fendt Schlepper unter bestimmten Einsatzbedingungen (feuchter Silomais) an die Grenzen der Straßenverkehrsordnung gehe.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten sei man mit den beiden Ladewagen sehr zufrieden. Das Konzept passt zum Betrieb, die Auslastung ist hoch und die Fahrer sind gerne mit den Fahrzeugen unterwegs.


Weitere Informationen zum Pöttinger Jumbo Combiline:
[www.poettinger.at]

Weitere Informationen zu den Fendt 900er Traktoren:
[www.fendt.com]


Text und Bilder: Christian Leitner
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agrarstudent

agrarstudent

Alter: 33 Jahre,
aus Zettling
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Kommentare

10.08.2008 22:25 patrick
Hallo agrarstudent

Top Beitrag! Weiter so
14.08.2008 22:13 Foerdi
Wieso wiegen die Wagen bei euch unter 10t? In der Profi waren es 11t.

Erhöht es den Bedienkomfort wenn man dauernd im Vario Terminal blättern muss?

Das die Fahrer gerne damit unterwegs sind will ich glauben. Ist meistens so mit neuen Maschinen.
15.08.2008 10:33 agrarstudent
Foerdi schrieb:

Wieso wiegen die Wagen bei euch unter 10t? In der Profi waren es 11t.

Erhöht es den Bedienkomfort wenn man dauernd im Vario Terminal blättern muss?

Das die Fahrer gerne damit unterwegs sind will ich glauben. Ist meistens so mit neuen Maschinen.


Hallo Foerdi,

danke für Deinen kritischen Kommentar.

Beim Leergewicht habe ich den Angaben des Herstellers vertraut. Pöttinger gibt für den Jumbo Combiline 6600 L ein Leergewicht von 9350 kg an. Kann sein, dass der Wagen aufgrund bestimmter Ausstattungsvarianten etwas schwerer ist. Ich hab's nicht nachgewogen. Das sollte in dieser Klasse aber dann auch nicht mehr kriegsentscheidend sein.

Ich meine schon, dass es den Bedienkomfort erhöht, wenn man beim Anhängen nur ein Kabel für die Steuerung am Heck des Schleppers anstecken muss, anstatt ein separates Bedienterminal in der Schlepperkabine montieren zu müssen. Mit den beiden Jumbos sind meistens die selben Fahrer unterwegs. Die kommen mit der Isobus-Steuerung gut klar.

Dass die beiden Silierwagen noch "neu" sind, liegt daran, dass es den Combiline offiziell erst seit 2007 gibt. Der ältere Wagen läuft heuer schon die dritte, der jüngere die zweite Saison. Unter "neu" versteht jeder etwas anderes.


Viele Grüße,

Christian
18.08.2008 20:42 Foerdi
agrarstudent schrieb:

Hallo Foerdi,

danke für Deinen kritischen Kommentar.

Beim Leergewicht habe ich den Angaben des Herstellers vertraut. Pöttinger gibt für den Jumbo Combiline 6600 L ein Leergewicht von 9350 kg an. Kann sein, dass der Wagen aufgrund bestimmter Ausstattungsvarianten etwas schwerer ist. Ich hab's nicht nachgewogen. Das sollte in dieser Klasse aber dann auch nicht mehr kriegsentscheidend sein.

Ich meine schon, dass es den Bedienkomfort erhöht, wenn man beim Anhängen nur ein Kabel für die Steuerung am Heck des Schleppers anstecken muss, anstatt ein separates Bedienterminal in der Schlepperkabine montieren zu müssen. Mit den beiden Jumbos sind meistens die selben Fahrer unterwegs. Die kommen mit der Isobus-Steuerung gut klar.

Dass die beiden Silierwagen noch "neu" sind, liegt daran, dass es den Combiline offiziell erst seit 2007 gibt. Der ältere Wagen läuft heuer schon die dritte, der jüngere die zweite Saison. Unter "neu" versteht jeder etwas anderes.


Viele Grüße,

Christian


Ob man nun 9,3t oder 12t Leergewicht hat finde ich doch entscheidend. Besonders wenn das Gesamtgewicht bei feuchtem Gras 28t beträgt. Das ist dann wohl nicht mehr so erlaubt auf 2 Achsen.
Allerdings scheint mir der Pöttinger trotzdem der leichteste von allen zu sein. Er hat schließlich 3 Kratzbodenstränge und Zwangslenkung serienmässig. Das wiegt ja auch ein bißchen.

Wenn ich den Wagen vor der Saison anhänge ist mir das schnuppe ob nun ein Kabel mehr oder weniger. Ich muss ihn ja mehrere Stunden am Tag bedienen.

Die Kombis sind neuer wie der Europrofi meinte ich.


19.08.2008 08:15 agrarstudent
Foerdi schrieb:

Wenn ich den Wagen vor der Saison anhänge ist mir das schnuppe ob nun ein Kabel mehr oder weniger. Ich muss ihn ja mehrere Stunden am Tag bedienen.


Das ist richtig. In dem besagten Lohnunternehmen werden die 900er Varios aber auch für andere Arbeiten eingesetzt, so dass der Ladewagen auch mal öfter an- und abgehängt werden muss. Da macht es schon einen Unterschied, ob ich ein Kabel mehr oder weniger anstecken muss.
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