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Agrarsanis Landtechnik - Blog

Ständig neue Technik... (71 Einträge)

John Deere 9520 mit Horsch Tiger und Wienhofffass John Deere auf dem Weg zum Einsatz 1000 PS warten auf den Einsatz
3585 mal angesehen
10.08.2008, 15.36 Uhr

1000 PS bei der Flüssigdüngerausbringung

Das Unternehmen Bollmer Umwelt GmbH setzt seit 5 Jahren für die Ausbringung der organischen Düngerlösung Kali AS ein sehr interessantes Verfahren ein, das ich hier ganz gerne vorstellen möchte.

Zum Ausbringen des Düngers Kali AS, der als Filterabwasser bei der Methioninherstellung anfällt, setzt das Unternehmen zwei vollausgestattete John Deere 9520 mit jeweils 500 PS ein.
Beide Knickschlepper verfügen über einen Kraftstoffvorrat von über 2000 Litern und sind mit reichlich zusätzlicher Elektronik wie GPS Ortung mit detaillierten Kartensystemen, John Deere StarFire Lenksystem, Navigationsgeräten und Laptop mit DVD Player ausgestattet.

Angebaut ist jeweils ein Horsch Tiger mit einem gezogenen Wienhoff Einachsfass. Die Grubber haben eine Arbeitsbreite von 7,5 Metern und werden bei einer Arbeitstiefe von 20 Zentimeter eingesetzt. Die Wienhoff Fässer werden mit 8m³ Dünger befüllt. Hierzu pendelt ein Sattelschlepper zwischen Lager und Feld um immer für genügend Nachschub zu sorgen. Auf dem Acker verteilt dann ein John Deere 7430 mit Güllefass den Flüssigdünger für die beiden John Deere Gespanne. Die Maschinen führen dann etwa 10 Tonnen Dünger mit sich.

Die Kombination in dieser Form wurde vom Unternehmen selbst entwickelt und konstruiert. Über einen Verteiler wird der Dünger hinter den Scharen des Grubbers in den Boden eingebracht und so direkt eingearbeitet. Der Horsch Tiger liefert hierfür, laut dem Einsatzleiter Herrn Thomas Hagen, exzellente Arbeit und verschließt den Boden sehr gut. Es ist so möglich die enorme Geruchsbelästigung durch den hohen Schwefelanteil des Düngers im Rahmen zu halten. Die Durchflussmenge wird mittels Schlepperradar genau erfasst, sodass die gewünschte Menge an Dünger auch in den Boden eingebracht wird. Pro Hektar kann die Ausbringmenge zwischen 1,5 und 2,5 Tonnen variiert werden.

Zur Frühjahrsbestellung von Mitte März bis Mitte Mai werden die beiden Maschinen in der Nähe des Unternehmenssitzes in Wietmarschen auf leichten Böden eingesetzt. Sobald die Mähdrescher im Juli die ersten Getreidefelder gedroschen haben, werden die Maschinen per Achse in etwa 10 Stunden in die Region Sachsen und Sachsen Anhalt gefahren. Dort laufen die Gespanne in 24 Stunden Schichten bis ca. Mitte Oktober. Zum Erliegen kommt die Düngerausbringung nur während der LKW-Fahrverbotszeiten der Zubringsattelschlepper.

Als Mindestabnahme setzt das Unternehmen einen Wert von 1,5 Tonnen pro Hektar an. Diese Menge enthält 30kg Stickstoff, 180kg Kali und 45kg Schwefel.

Für landwirtschaftliche Großbetriebe ist diese Dienstleistung deshalb so attraktiv, weil schon die Preise für die einzelnen benötigten Düngerkomponenten Schwefel, Stickstoff und Kali über den Preisen des Unternehmens Bollmer liegen. Weitere Vorteile des Verfahrens sind weniger Überfahrenten des Ackers und eine enorme Flächenleistung von ca. 250 Hektar pro Tag. In Anbetracht der steigenden Dünger- und Kraftstoffpreise wird das Unternehmen Bollmer sicherlich auch in der nächsten Saison viele neue Kunden gewinnen können. (jg)

Text und Bilder Jörn Gläser
Interview mit dem Einsatzleiter Thomas Hagen

Link zum Unternehmen [www.bollmer.de]

Weitere Bilder auf [www.landtechnikvideos.de]
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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 31 Jahre,
aus Wedemark
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Schlagwörter

7430, 9520, bodenbearbeitung, bollmer, dünger, großschlepper, güle, horsch, john deere, knicklenker, lohnunternehmen, lohnunternehmer, tiger, wienhoff

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Kommentare

11.08.2008 08:45 agrarstudent
Wie schnell können die John Deere Schlepper bei dieser Arbeit denn fahren? Muss ja ganz schön flott gehen, wenn die am Tag 250 ha schaffen wollen!
11.08.2008 10:07 Agrarsani
agrarstudent schrieb:

Wie schnell können die John Deere Schlepper bei dieser Arbeit denn fahren? Muss ja ganz schön flott gehen, wenn die am Tag 250 ha schaffen wollen!


also als ich darauf mitgefahren bin, war die Geschwindigkeit zwischen 10 und 15 km/h. Laut Aussage des Fahrers schaffen die beiden Maschinen zusammen 250 Hektar.
11.08.2008 10:17 agrarstudent
Glaub ich schon, wenn Du sagst, dass die 24 Stunden am Tag fahren
11.08.2008 16:30 MichaelKopka
Man beachte beim mittleren Foto das Straßenschild ...
11.08.2008 19:11 Agrarsani
iMichi schrieb:

Man beachte beim mittleren Foto das Straßenschild ...


hat niemand gesehen ;)
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