Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Das Lohnunternehmer-Tagebuch

Mit AGROLOHN durch das ganze Jahr! (5 Einträge)

Claas Jaguar 930 mit Orbis 600 bei der Maisernte Claas Jaguar 930 mit Orbis 600 bei der Maisernte Claas Jaguar 930 mit Orbis 600 bei der Maisernte
1551 mal angesehen
10.10.2008, 12.18 Uhr

Maisernte im Bayerischen Wald mit dem neuen Claas Jaguar 930


Auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest 2008 in München wurden sie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: Die beiden neuen Jaguar Modelle 930 und 940, die ab der Saison 2009 die 900er Baureihe nach unten abrunden werden.

Die Agrolohn Agrardienstleistungs GmbH im niederbayerischen Neukirchen vorm Wald setzt bereits seit dem Frühjahr 2008 eine Maschine vom Typ Jaguar 930 ein. Der „kleine“ 930 ist der zweite Häcksler der neuen Baureihe im Lohnunternehmen. Seit der Maisernte 2007 leistet ein Jaguar 950 mit 10-reihigem Maisgebiss bei Agrolohn gute Dienste.

Mit dem 930 konnte das Lohnunternehmen Erfahrungen beim Gras- und GPS-häckseln sammeln. Hierfür stehen eine 3 m Pickup und das 5,2 m breite Direktschneidwerk von Claas bereit. Zu größeren Zwischenfällen mit der Maschine kam es bisher nicht.

Zunächst ein paar Worte zur Technik: Von den Ausmaßen her ist der allradgetriebene 930 identisch mit seinen größeren Brüdern. Unter seiner Haube schlägt ein Herz von Mercedes Benz mit 412 PS. Damit dürfte die Maschine leistungsmäßig auf dem Niveau eines Jaguar 850 Green Eye anzusiedeln sein. Die Häckselarbeit übernimmt die bekannte Trommel mit 24 V-förmig angeordneten Messern. Wie die größeren Modelle der 900er Serie lässt sich auch beim 930 der Spalt des Wurfbeschleunigers von 2 bis 10 mm verstellen um die Wurfleistung an unterschiedliche Erntebedingungen anzupassen.

Während der 10-reihige Jaguar 950 meist bei Biogasanlagen die Maisernte übernimmt, kommt der 930 vor allem bei kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz. Beim Maisgebiss setzt Agrolohn auf das 8-reihige Maisgebiss Orbis aus dem Hause Claas und bleibt damit seiner Philosophie „wenig Motorleistung und breite Vorsätze“ treu. Damit kann die Arbeitsgeschwindigkeit abgesenkt werden, die Zahl der Überfahrten und der Kraftstoffverbrauch pro ha verringern sich und die Parzellen lassen sich leichter ausmähen. Die Motorleistung ist völlig ausreichend, um im hügeligen Gelände auf den klein strukturierten Parzellen im Bayerischen Wald gute Ernteleistungen zu erzielen.

Jetzt ist es Mitte Oktober. Die Silomais-Ernte neigt sich dem Ende zu. In den höheren Lagen des Bayerischen Waldes werden die letzten Flächen abgeerntet.
Ich habe den Jaguar 930 einen Tag lang begleitet um einen ersten Eindruck von der Maschine zu bekommen.

Seit 13:00 Uhr arbeitet der Häcksler für einen Milchviehbetrieb im nördlichen Landkreis Passau. Die Flächen sind klein, verstreut und bis zu 3 km vom Betrieb entfernt. Den Transport der Silage übernehmen ein Fendt 820 Vario mit einem 20-Tonnen Fliegl Abschiebewagen und ein Fendt 930 Vario mit einem Pöttinger Jumbo 6600 Combiline. Im Silo sorgt ein Claas Axion 840 für die nötige Verdichtung. Die gesamte Kette kommt von Agrolohn.

Der Häckslerfahrer Josef Haidn beherrscht seine Maschine perfekt. Er arbeitet vorwiegend für solche Betriebe mit schwierigen Erntebedingungen. Mit seinen Kollegen arbeitet er als eingespieltes Team. Wieselflink mäht er mit dem 6 m breiten Orbis ein neues Feld an und trifft zielsicher den hinterherfahrenden Wagen. Dann noch zweimal auf und ab gefahren… Gebiss zusammenklappen und weiter geht’s zum nächsten Feld. Auf den steilen und teilweise nassen Parzellen ist viel Gefühl für die Technik gefordert. Der Allradantrieb des Häckslers ist hier nicht wegzudenken. Die Schlepperfahrer sind zügig unterwegs, so dass der Häcksler kaum zum stehen kommt. Der Fahrer des Walzschleppers hat gut zu tun, um die Erntemassen in dem kleinen Fahrsilo zu verdichten.

Weil der Mais schon sehr trocken ist, lässt es sich nicht vermeiden, dass größere Stücke von Blättern an den Messern vorbei mogeln. Die Körner werden aber ausnahmslos vom Cracker aufgebrochen. Somit ist der Landwirt mit der Arbeit unterm Strich sehr zufrieden.

Noch ein paar Worte zur Leistung: Bei Agrolohn hat der neue Häcksler ein schweres Los gezogen. Viele Mitarbeiter messen ihn mit dem stärkeren 950, den sie nun schon über ein Jahr lang kennen. Der hat aber 2 Zylinder und rund 100 PS mehr. Klar, dass der 930 da nicht mithalten kann.
Vergleicht man ihn aber mit dem bekannten Jaguar 850 aus der Vorgänger-Baureihe, dann schneidet er gut ab. Die Maschine richtet sich an Kunden, die einen Häcksler in der unteren und mittleren Leistungsklasse suchen, aber nicht auf den Komfort und die Technik der stärkeren Modelle verzichten wollen. Wer bereit ist, den Mehrpreis (noch nicht bekannt) im Vergleich zum Jaguar 850 zu bezahlen, bekommt mit dem neuen 930 einen gelungenen Häcksler, in dem die bereits zweijährige Erfahrung mit den größeren 900er Modellen steckt.


Text und Bilder: Christian Leitner

Weitere Bilder demnächst auf: [www.agropictures.de]

offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

agrarstudent

agrarstudent

Alter: 33 Jahre,
aus Zettling
Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

19.10.2008 21:27 Foerdi
Zitat:...auch beim 930 der Spalt des Wurfbeschleunigers von 2 bis 10 mm verstellen um die Wurfleistung an unterschiedliche Erntebedingungen anzupassen.


Das ist aber Zusatzausstattung, unser hat das nicht bekommen weil die Elektromotoren Spielerei als zu anfällig angesehen wird. Die automatische Gegenschneidenverstellung soll wohl auch zurück gerüstet werden.
20.10.2008 08:47 agrarstudent
Foerdi schrieb:

Zitat:...auch beim 930 der Spalt des Wurfbeschleunigers von 2 bis 10 mm verstellen um die Wurfleistung an unterschiedliche Erntebedingungen anzupassen.


Das ist aber Zusatzausstattung, unser hat das nicht bekommen weil die Elektromotoren Spielerei als zu anfällig angesehen wird. Die automatische Gegenschneidenverstellung soll wohl auch zurück gerüstet werden.


Habe ich geschrieben, dass das zur Serienausstattung gehört? Meine Güte...??? *Kopfschüttel*
28.10.2008 22:01 Fanta
Schöne Blogeinträge agrarstudent, lesen sich super, weiter so!
01.11.2008 16:11 kakalp
ja stimmt xD
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang