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Agrarsanis Landtechnik - Blog

Ständig neue Technik... (71 Einträge)

Jaguar 860 Veenhuis Umladeshuttle Fendt Vario 930 mit Zwillingsbereifung Umladeshuttle beim Abbunkern
3389 mal angesehen
26.10.2008, 22.52 Uhr

Veenhuis Umladeshuttle – Die Lösung!

Maishäckseln einmal anders – das habe ich letztes Wochenende beim Lohnunternehmen Janssen aus Walle bei Aurich erlebt. Dort sind in der ersten Saison zwei neue Veenhuis Umladeshuttle im Einsatz. Über das neue und interessante Verfahren habe ich mit dem Geschäftsführer Johann Janssen gesprochen.

Die Shuttles werden von einem Fendt Vario 930 mit Zwillingsbereifung vorne und hinten und einem Fendt Vario 818 mit Breitreifen gezogen. Die Umladeshuttle sind ebenfalls mit Zwillingsbereifung ausgestattet und kommen so auf eine Gesamtbreite von etwa 4 Metern. Auch der eingesetzte Claas Häcksler fährt mit vorne angebauter Doppelbereifung. Eine zweite Häckselkolonne, bestehend aus einem Claas Jaguar 890 und 5 Abfahrgespannen, war zuständig für die einigermaßen befahrbaren Flächen.

Die erste Generation der Shuttles wurde bereits im Jahr 2007 auf der Agritechnica in Hannover vorgestellt. Zum Jahr 2008 kam die zweite Generation auf den Markt. So wurde durch eine zusätzliche Hebeeinrichtung der Entleerungswinkel verringert und die Abbunkerzeit optimiert. Die maximale Abbunkerhöhe liegt nun bei 4,50 Metern. Das Leergewicht des Wagens liegt bei ca. 7 Tonnen und das Ladevolumen beträgt über 30 Kubikmeter. Bei dem Einsatz auf dem 7 Hektar Schlag kam der Claas Jaguar 860 selten zum Stehen. Verzögerungen entstanden lediglich beim Abfahren der Silage durch drei betriebseigene Sattelschlepper zur 500 KW Biogasanlage des Lohnunternehmers. Hierbei mussten Entfernungen von ca. 8 Kilometern überbrückt werden.

Vor große Herausforderungen wird der Betrieb, wie jedes Jahr, durch schlechte Witterungsverhältnisse, hohen Niederschlag und die schlechten Bodenverhältnisse im Südbrookmerland gestellt. Auch die gut gepflegte Drainage macht es nicht viel einfacher den anmoorigen Boden, indem das Wasser wie ein Schwamm festgehalten wird, unbeschwerter zu bewirtschaften. In den letzten Jahren wurden sogar Raupenschlepper und Kettenmaschinen bei den Erntearbeiten auf diesen Böden versenkt.

Aber nun wieder zu den Shuttles. Was schnell im laufenden Betrieb klar wurde, war, dass die Kippanfälligkeit wegen des hochliegenden Schwerpunktes, vor allem während der Endladevorgänge, nicht zu unterschätzen war. Die Fahrer teilten mir mit, dass es auch während der Fahrt auf dem Feld zum Aufschaukeln der Maschine gekommen sei. In Zusammenarbeit mit dem Hersteller Veenhuis wurde eine verschiebbare Achse angedacht, mit der die Aufstandsfläche verbreitert werden sollte. Als preiswertere Lösung mit gleichem Erfolg stattet das Team des Lohnunternehmens Janssen die Wagen jedoch mit einfacher Zwillingsbereifung aus. Lediglich Straßenfahrten sind mit diesen Gespannen nicht mehr möglich. Umrüstzeiten von etwa 1,5 Stunden für Zugmaschinen und Wagen müssen in Kauf genommen werden. Veenhuis hat bis jetzt 10 Maschinen der zweiten Generation gebaut.

Johann Janssen ist bis jetzt sehr zufrieden mit seiner Investition. Eindrucksvoll sind die Abfahrgespanne in der Lage, die Silage auch auf dem teilweise unbegehbaren Morast zum Sattelschlepper zu transportieren. Ein weiterer großer Vorteil ist dabei die geringe Verschmutzung der Feldwege und Straßen. Zurzeit wird noch ausgetestet, ob 300 PS in Verbindung mit Zwillingsbereifung oder 180 PS auf Breitreifen eine bessere Zugmaschine für die Shuttles darstellen.

Dann musste Johann Janssen in seinem Geländewagen schon wieder los. Über Funk kam die Nachricht, dass der zweite Häcksler schon wieder festgefahren sei.

Einige Videosequenzen aus der DVD "Allrad-Antrieb für mehr" hier auf landlive: [www.landlive.de]


Text: Jörn und Tammo Gläser
Bilder: Jörn Gläser

Vielen Dank an Johann Janssen und sein Team!

Zur Internetseite des Lohnbetrieb Janssen

Weitere Bilder auf [www.landtechnikvideos.de]
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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 32 Jahre,
aus Wedemark

Kommentare

26.10.2008 23:50 MichaelKopka
die erste generation hab ich live gesehen, da war das abbunkern eine katastrofe. ausserdem finde ich das rückwärtige entladen suboptimal. fahrer sieht nichts beim abbunkern und kann auch nicht selbsständig den mais verteilen auf dem lkw.
27.10.2008 00:09 Agrarsani
iMichi schrieb:

die erste generation hab ich live gesehen, da war das abbunkern eine katastrofe. ausserdem finde ich das rückwärtige entladen suboptimal. fahrer sieht nichts beim abbunkern und kann auch nicht selbsständig den mais verteilen auf dem lkw.


Da hast du recht! Beim Abbunkern ist es sehr wichtig, dass der LKW- und der Schlepperfahrer miteinander kommunizieren. Die Laster waren bei uns alle schön gehäuft voll und daneben ist auch nicht viel gegangen. Der Lohnunternehmer würde sicherlich gerne auf die Umlader verzichten und konventionell häckseln, aber die Bodenverhältnissen lassen nicht viele andere Möglichkeiten zu. Gruß
27.10.2008 19:07 Hobbyfahrer
Nachdem der Chef Funk in seinem Jeep hat ,nehme ich an das in den restlichen Maschinen auch Funk vorhanden ist. Und somit ist die Kommunikation zwischen Schlepper und Lkw durchaus machbar..

28.10.2008 19:28 Foerdi
"... das neue und interessante Verfahren..."

vor allen Dingen teuer.
02.11.2008 22:40 Ares816
DIE KOMMUNIKATION VON SCHLEPPER UND LKW JA, NUR WAS MACHT DER LKWFAHRER BEIM BELADEN? DA SITZT ER JA NICHT IM LKW, SONDERSN SOLLTE DRAUßEN STEHEN UND AUF DAS LADEN ACHTEN. UND GENAU DA BESTEHT KEINE FUNKVERBINDUNG. WELCHER LKWFAHRER HAT SCHON EIN HANDFUNKGERÄT DABEI?
12.11.2008 18:16 Lueder
also meine zwei größten ängste sind der Preis und das abladen
der Preis ist riesig und beim Abladen ist doch scheiße wenn der Lkw voll ist und der Umladewagen noch halb voll ist dann muss er nochmal ranfahren am besten ist wenn seitlich ein Förderband wäre wo er dann einfach weiter fahren kann wenn er vol ist
Gruß
Lüder
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