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Agrarsanis Landtechnik - Blog

Ständig neue Technik... (71 Einträge)

Agrifac Rübenroder ZA 215 EH Agrifac Rübenroder ZA 215 EH Agrifac Rübenroder ZA 215 EH
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30.11.2008, 20.47 Uhr

Ein solider Holländer – Der Agrifac Rübenroder ZA 215 EH

Die Rübenrodesaison ist in Norddeutschland im Endspurt und erste Schneefälle und vermehrte Niederschläge lassen die Böden erweichen.

Neben Rübenrodern der Marken Kleine, Ropa und Holmer findet man, wenn auch selten, die Roder des niederländischen Herstellers Agrifac auf deutschen Rübenäckern im Einsatz. Das Lohnunternehmen Genz aus der Nähe von Neustadt am Rübenberge setzt seit nun mehr 11 Jahren auf die niederländische Technik und äußert sich sehr zufrieden zu der Maschine.

Seit ihrem Baujahr 1997 ist die Maschine im Betrieb Genz im Einsatz und machte anfangs etwa 500 Hektar pro Saison. Auf Grund des rückläufigen Rübenanbaus und der Konkurrenz von Maschinenring und anderen Lohnunternehmen liegt die Jahresleistung der Maschine nun bei etwa 350 Hektar. Olaf Dierks ist schon seit Betriebseinführung Fahrer der Maschine und rodet die gesamte Fläche alleine. Als Ziel setzt er sich täglich etwa 10 Hektar Rüben zu roden und bei etwas unter einem Hektar in der Stunde hat er so gut zu tun. Er fühlt sich aber wohl auf seiner Maschine und berichtet nur zu gern aus über 10 Jahren Erfahrung und Erlebnissen mit dem Roder. So rutschte Dierks gleich in der zweiten Saison mit der Maschine, im Jahre 1998, seitlich in einen Graben. Die aufgeweichte Grabenböschung konnte dem Roder nicht standhalten und gab nach. Zwei Schlepper stützten den Roder damals mit Seilen seitlich ab, um ein Umstürzen der Maschine zu verhindern. Nach vielen Stunden konnte sich die 400 PS Maschine mit eigener Antriebskraft dann aus dem Graben befreien.

Grundsätzlich ist alles an der Maschine reparierbar, so Dierks. Im Jahr 2001 wurde das Rodeaggregat, das variabel zwischen 45 und 50 Zentimeter Reihenabstand verstellbar ist, völlig erneuert. Denn der Verschleiß am gesamten Aggregat sei durch den oftmals hohen Sandanteil im Boden sehr hoch, erläutert Dierks. Die schwierigen Bodenverhältnisse bilden jedoch ein Einsatzgebiet, in dem sich der Roder heimisch fühlt und sehr gut zurechtkommt, berichtet Dierks.

Der Agrifac Roder fährt weder im Hundegang noch wird er über eine Knicklenkung manövriert. Durch die permanente Allradlenkung und die 800er Reifen ist die Maschine jedoch sehr wendig und auch im Bereich Bodenschonung liefert die Maschine eine befriedigende Leistung, erklärt mir Dierks.

Bei der Mitfahrt auf dem ZA 215 EH zeigt mir Dierks weitere positive Seiten am Niederländer, zum Beispiel die Bedienung und die Übersichtlichkeit der Maschine. So behält man dank Rückfahrkamera und zahlreichen Spiegel einen guten Überblick über die Maschine. Die eher rustikal angehauchte Kabine spiegelt die Rübenroderentwicklung der letzten 10 Jahre wieder, was dem Fahrkomfort, laut Dierks, jedoch keinen Abbruch täte. Auch wenn der „Rübenweg“ im Roder einen recht komplizierten Anschein macht, hat auch dieser seine Vorteile. Die hinter dem Aggregat nachlaufenden Aufnahmesterne hat Dierks gut im Blick. Sie bringen den Boden sofort in Bewegung und über den langen Weg bis zum Vertikalförderband am Ende des Roders erfahren die Rüben eine sehr gute Reinigung. Also auch hier steht die Funktionalität an erster Stelle.

Kurz bevor die Maschine das Vorgewende erreicht hat, polterten Rüben auf das Kabinendach und fielen schließlich auf das Rodeaggregat – Das Ladevolumen von 19 Tonnen und das „rettende“ Abfahrgespann ist erreicht. Ich verlasse die Maschine wieder, um noch ein paar Fotos zu schießen und Dierks manövriert in die nächsten Reihen des 10 Hektar Rübenschlages.

Text: Jörn Gläser
Bilder: Jörn Gläser

Weitere Bilder findet ihr auf [www.landtechnikvideos.de]
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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 32 Jahre,
aus Wedemark

Schlagwörter

agrarsani, agrifac, ernte, genz, kleine, landtechnik, lohnunternhmen, rüben, rübenroden, rübenroder, tammo gläser, zucker, zuckerrüben

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