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Agrarsanis Landtechnik - Blog

Ständig neue Technik... (71 Einträge)

Grimme GZ 1700 DL1 Fahrer Oliver Genz Möhrenroden mit Fendt 515 C und Deutz-Fahr Intrac
2280 mal angesehen
11.12.2008, 23.29 Uhr

Möhrenernte in der Region Hannover

„Der Möhrenanbau in der Region Hannover ist stark rückläufig“, erklärt mir Oliver Genz, Fahrer des Fendt 515 C beim Lohnunternehmen Genz. Seit 1992 bietet das Lohnunternehmen neben den üblichen Dienstleistungen auch das Möhrenroden an. Anfangs wurden in der Möhrensaison zwischen September und Januar über 140 Hektar gerodet. Heute sind nur noch 75 Hektar auf 5 Landwirte verteilt. Ich habe mir einen der seltenen Einsätze angeschaut.

Bei der Technik setzt das Lohunternehmen zum einen auf die im Unternehmen bewehrte Grimme-Technik, aber auch auf Marke „Eigenbau“. Ein Deutz-Fahr Intrac 2004 entfernt mit einer selbstkonstruierten Maschine im Front- und Heckanbau das „Grün“ der Möhren und bei Bedarf ist auch ein Köpfen der Möhren möglich. Danach nimmt der Roder die Möhren 3-reihig auf und über Förderbänder gelangt das Gemüse in den hinteren Bereich des Roders. „Die Schwierigkeit ist, die Reihen zu treffen“, so Genz, „denn ein Lenkpilot wie beim Rübenroden ist bei der 10 Jahre alten Maschine noch nicht installiert“. Bevor die Möhren über ein Förderband direkt auf die Abfahrgespanne übergeladen werden, fallen sie auf gegenläufige Gummiwalzen, die weiteren Schmutz von den Möhren „ziehen“.

Bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von gut 5 km/h kommt Genz mit seinem Gespann auf eine Flächenleistung von etwa 0,5 Hektar in einer Stunde. Hierbei liegt der Ertrag bei etwa 100 Tonnen Möhren je Hektar. Gepflanzt werden die Möhren auf sandigen und gut siebfähigen Böden: entweder auf Dämmen mit einem Reihenabstand von 75 cm oder im Beet mit einem Reihenabstand von 50 cm. Die Möhren werden entweder in Mieten am Acker oder, wie in diesem Fall, auf dem Betriebsgelände des 2 Kilometer entfernten Hofes zwischengelagert, bevor sie einige Zeit später per LKW abgeholt und zu Saft weiterverarbeitet werden. Sie finden unter anderem in der Babynahrung Verwendung, für die Herr Hipp mit seinem Namen steht.

Der Landwirt, der auch selbst für den Abtransport sorgt, berichtet mir, dass auch er im nächsten Jahr keine Möhren mehr anbauen wird. Gründe dafür sind die hohen Qualitätsansprüche, Richtlinien und letztendlich der zu niedrige Abnahmepreis.

Text: Jörn Gläser
Bilder: Jörn Gläser

Interview mit Oliver Genz

Weitere Bilder demnächst auf [www.landtechnikvideos.de]
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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 31 Jahre,
aus Wedemark
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Schlagwörter

515 c, fendt, genz, grimme, lohnunternehmen, lohnunternehmer, möhren, möhrenernte, möhrenertrag, möhrenerträge, möhrenroden, tammo gläser

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