Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Agrarsanis Landtechnik - Blog

Ständig neue Technik... (71 Einträge)

Fendt 515C Fendt 515 C Fendt 515 C
4351 mal angesehen
13.02.2009, 20.23 Uhr

Fendt Favorit 515 C - "Einer für die Ewigkeit"

Die legendäre 500er Serie mit dem Flaggschiff 515 C entwickelte sich seit der Markteinführung im Jahr 1993 zu einem echten Verkaufsschlager des Fendt-Programmes. Viele Landwirte und Lohnunternehmer schätzen die Maschinen und dementsprechend beliebt sind die Schlepper auch auf dem Gebrauchtmaschinenmarkt heute.

Ich habe einen sehr gut erhaltenen 515 C in der Region Hannover beim Lohnunternehmen Genz ausfindig gemacht und dem Besitzer Oliver Genz einige Fragen rund um die Maschine gestellt.

- Wie lange ist der Schlepper bereits im Betrieb und wozu wurde der Schlepper bisher eingesetzt?
Genz: „Seit 1997 haben wir den Schlepper bei uns im Betrieb und die Uhr steht jetzt bei fast 11.000 Betriebstunden. In den ca. 12 Jahren haben wir den Schlepper hauptsächlich zum Rübenlegen, Strohpressen, Schwaden, Mähen und Möhrenroden eingesetzt. Bei vielen Arbeiten haben unsere anderen Vario-Schlepper den Favorit aber mit der Zeit entlastet.“

- Was schätzt ihr an eurem 500er Fendt?
Genz: „Kurz gesagt, ist der Schlepper günstig im Unterhalt sowie solide und robust gebaut. Sehr gut gefällt uns auch, dass der 515 C ein Schlepper ist, an dem heutzutage dank wenig Elektrik noch sehr viel selber gemacht werden kann. Von den wenigen Reparaturen und Ausfällen, die er hatte, ganz zu schweigen.“

- Gab es denn in den 12 Jahren Nennenswertes an der Maschine zu beanstanden?
Genz: „Ja, natürlich hatte auch unser 500er seine Reparaturen, jedoch kann man diese an einer Hand abzählen. Nach etwa 5000 Stunden mussten wir die Ohrringe um die Laufringe wechseln. Etwas später wurde die Turbokupplung abgedichtet, der Klimaanlagen-Kühler gewechselt und auch die Lichtmaschine war irgendwann verschlissen. Was uns hingegen sehr wundert, ist der Kabelbaum. So mancher Schlepper hätte möglicherweise schon den zweiten oder dritten bekommen, bei unserem 515 hingegen warten wir gespannt, wann denn wohl der erste hin sein wird!“

- Wie ist euer Schlepper ausgestattet?
Genz: „Wir haben uns damals den Fendt ohne Frontlader und ohne Frontzapfwelle, jedoch mit Fronthydraulik angeschafft. Heute würde ich sagen, das war ein Fehler, denn zumindest die Zapfwelle wäre in manchen Situationen günstig gewesen. Zum Beispiel für das Mähen mit Front- und Heckkombination oder für den Anbau eines Flüssigdüngertankes im Fronthubwerk während des Kartoffellegens. Unter anderem für die Kartoffel- und Karottenarbeiten hat der Schlepper damals zusätzlich Pflegebereifung bekommen.“

- Was hättet ihr euch noch für den 500er gewünscht?
Genz: „Schön wären beispielsweise die 50 km/h Fahrgeschwindigkeit bei reduzierter Motordrehzahl gewesen oder eine etwas geräumigere Kabine.“

- Was habt ihr mit eurem Schlepper erlebt?
Genz: „Vor einigen Jahren erhielten wir einen Bußgeldbescheid aus der Stadt Frankfurt. Unser Schlepper mit dem Kennzeichen H-K3600 sollte in der etwa 400 km entfernten Frankfurter Innenstadt falsch geparkt worden sein. Wir konnten uns damals keinen Reim daraus machen, da das angegebene Kennzeichen korrekt war, der Schlepper aber definitiv nie dort gewesen ist. Die Geschichte löste sich irgendwann auf und der Irrtum kam dadurch zustande, dass das aufgeschriebene Kennzeichen wirklich stimmte, das falschparkende Auto jedoch ein schwarzes Kennzeichen hatte und unser Schlepper ein grünes.
Vor noch gar nicht langer Zeit habe ich mit dem Fendt einen Kumpel aus’m Dorf zum Rathaus zum Fegen chauffiert. Er ist Single und hat seinen 30sten Geburtstag gefeiert - das ist hier so Tradition.“

- Wie lange wird der Schlepper noch im Betrieb bleiben?
Genz: „Interessenten und Anfragen für den Schlepper haben wir ständig. Wenn es danach ginge, hätten wir den Schlepper schon lange verkaufen können - und das zu einem sehr guten Preis. Aber wir werden den Schlepper weiterhin im Betrieb behalten. Der Oldie macht seine Arbeit immer noch sehr gut und solange sich daran nichts ändert, wird er bleiben!“

Vielen Dank an Oliver Genz für das Interview!

Text: Jörn Gläser
Fotos: Oliver Genz, Jörn Gläser

Der 500er bei der Möhrenernte: [www.landlive.de]

Allgemeiner Bericht zur Farmer 300 Baureihe: [www.landlive.de]

Weitere Bilder demnächst auf [www.landtechnikvideos.de]
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

Agrarsani

Agrarsani

Alter: 32 Jahre,
aus Wedemark

Schlagwörter

515, 515c, bulldog, favorit, fendt, genz, jörn gläser, landtechnik, landtechnikvideos, lohnunternehmen, schlepper, traktor, trecker

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

14.02.2009 11:51 Agrartechnics
schöner Blog!
14.02.2009 12:38 Agrarsani
Agrartechnics schrieb:

schöner Blog!

Danke! Freut mich! Gruß
16.02.2009 14:24 johi
Habe auch einen 500er stimmt genau was drinn steht
top Maschine
super Blog
18.02.2009 00:33 Komet
Ich möchte nur kurz hinzufügen, daß der 515er nicht gleich auf den Markt kam. 1993, zu beginn der Serie, war der 514er der Topschlepper.
18.02.2009 23:42 newholland8770
tach sind seis trecker bei 6000 stunden schon motor schaden das wört man immer wieder
19.02.2009 18:09 MichaelKopka
der erste schlepper mit ohr-ringen!
20.02.2009 20:36 Landgraf
Ja ,der Blog ist echt gut geworden ,mach weiter so
21.02.2009 00:30 Agrarsani
Landgraf schrieb:

Ja ,der Blog ist echt gut geworden ,mach weiter so


Danke! Vielleicht habt ihr ja auch interessante Themen, über die ich schreiben kann. Einfach mal mailen....

Gruß


Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Zum Seitenanfang