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agrithinking out of the box

Ein paar Gedanken (23 Einträge)

Regenwald Zuckerrohr Ethanol
687 mal angesehen
10.07.2007, 07.46 Uhr

Im Wald, da sind die Brasilianer

Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva diskutierte vor wenigen Tagen mit europäischen Politikern über das Thema Ethanolproduktion aus Zuckerrohr. Im Vergleich zu dem, was in unseren Breiten vom Acker zu holen ist, liegen Brasilianer weit vorne. Ihnen wird aber auch immer wieder vorgeworfen, sie würden es mit der Nachhaltigkeit nicht so genau nehmen und man sieht die Gefahr, dass durch die steigende Nachfrage nach Ethanol noch mehr Regewaldflächen gerodet werden könnten.

Daraufhin hat da Silva eine klasse Argumentation entwickelt: Man könne auf den Urwaldflächen gar kein Zuckerrohr anbauen (stimmt vielleicht sogar) sonst hätten es die Portugiesen vor 400 Jahren ja schon gemacht. Ups, meint er DIE Portugiesen mit den plüschigen Uniformen und putzigen Helmen? Ich glaub, die waren mehr mit Gold einsammeln beschäftigt. Aber jetzt kommt erst der eigentliche Kracher: Er meint, die Brasilianer hätten immerhin noch 60% ihrer ursprünglichen Waldfläche, im Gegensatz zu den Europäern. Ursprünglich bezieht er dann wahrscheinlich auf die Zeit bevor die Römer Italien rodeten. Lieber Herr Pärsident: In der Zeit in der Ihre Leute 40% platt gemacht haben, sind die Waldflächen in Europa schon wieder gewachsen! Aber es war ein netter Versuch.

Verteilung der Waldflächen weltweit: [www.grida.no]

Fotos: regenwaldreport [www.flickr.com]
gfℓαι [www.flickr.com]
xeni [www.flickr.com]
offline

Geschrieben von

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Schlagwörter

energie, ethanol

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Kommentare

10.07.2007 10:55 Katalin
klasse blog-eintrag musste mehr als einmal schmunzeln!!!
10.07.2007 21:48 Matthias
Das ist ja fast die selbe Argumentation wie bei der indischen Kühlschrankfabrik die jetzt ein Werk zur Vernichtung der ehemals produzierten hoch klimaschädlichen Kühlmittel gebaut haben. Und damit pro Kg entsorgten Kühlmittel CO² Zertifikate für 11 t !!! verkaufen kann.

01.08.2007 15:11 309Ci_crasher
Ich frag mich gerade ob man den Ländern, welche ihren Regenwald massiv abholzen nicht einen Teil der wetterbedingten Schäden in Rechnung stellen sollte, nur so zur Provokation. Denn der Einfluss auf Regenmenge und auch Zeitpunkt der weltweiten Niederschläge ist ja sehr hoch. Vielleicht sollte die WTO mal Druck machen nachdem festgestellt wurde, dass der Klimawandel wirtschaftliche Schäden verursachen kann. Ups dann müssten wir Deutschen ja auch CO2 reduzieren hm na dann wärs wohl doch besser wir sagen nix.......
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