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Agrarsanis Landwirtschafts-Blo...

Spannende Themen aus der Landwirtschaft (88 Einträge)

Dammann Trac Dammann Trac Kabine Dammann Trac
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24.04.2009, 14.20 Uhr

Pflanzenschutz zwischen den Deichen

Mit dem guten Wetter in Norddeutschland nimmt auch das Arbeitsaufkommen für Landwirte, Lohnunternehmer und den Landhandel nun plötzlich zu. Erste Düng-, Sä- und Ackerarbeiten können getätigt werden und auch die Pflanzenschutzarbeiten sind nun möglich. Für den Pflanzenschutz im Raum Wangerland und Friesland sind seit einigen Jahren die Spezialisten der Agrarvis Ems-Jade GmbH am Standort Oldorf mit ihren Dammann-Tracs im Einsatz.

Bereits um 7 Uhr morgens rollen die beiden Dammann Spritztracs DT 500 und U 2100 vom Hof der LZG in Oldorf und machen sich auf den Weg zu den Flächen des heutigen Tages. Im gut 8 Kilometer entfernten Friederikensiel habe ich mich mit Rüdiger Moersbaecher, Fahrer des Trac DT 500, verabredet. Einfach zu finden waren die Tracs nicht, denn beide waren versteckt auf verschiedenen Flächen zwischen den Deichen tätig. Moerbaecher war gerade dabei mit seinem Trac auf einem 10 Hektar Schlag Wintergerste umzusetzen, als ich eintraf. Bei einer Mitfahrt auf dem hochbeinigen Gefährt erfuhr ich von Moersbaecher einiges zur Dammann-Technik und zum Pflanzenschutz in der Region.

Moersbaecher und sein Kollege sind erst seit ein paar Tagen wieder mit den Tracs im Einsatz und heute spritzen beide zusammen etwa 90 Hektar Wintergerste gegen Ackerfuchsschwanz. „Wir werden heute nur ein paar Stunden unterwegs sein“, erklärt Moersbaecher. Denn mit jeweils 10 Hektar in der Stunde kommen beide sehr gut voran. Über das Jahr gesehen sind die Tracs sehr gut ausgelastet und im Einsatzgebiet, das sich von Fulkum im Westen bis nach Wilhelmshaven im Osten erstreckt, bearbeiten Moersbaecher und sein Kollege einige 1.000 Hektar jedes Jahr.

Er selbst ist nun seit 30 Jahren im Pflanzenschutz tätig und war vor dem Dammann-Trac mit zahlreichen anderen Aufbauspritzen und Selbstfahrern tätig. „Ich habe in den Jahren sehr viele Landwirte und deren Flächen kennengelernt und so weiß ich, wo ich hin muss und was mich erwartet, wenn die Landwirte anrufen“, erklärt Moersbaecher. In den vielen Jahren hat er so manches in seinem Job erlebt. So erinnert er sich auch an den Tag, an dem er mit einem Kollegen zusammen und dem damaligen Unimog mit Aufbauspritze vom Deich gerollt ist. „Er wollte mir damals zeigen, wie man die Flächen an den Deichen am besten bearbeiten kann“, erläutert Moersbaecher. Doch schon gleich beim halsbrecherischen seitlichen Auffahren am Deich kam der Unimog ins Rutschen und kippte über die Seite auf das Dach. Beide blieben unverletzt, doch nach der „Rolle“ standen am Unimog ein paar Reparaturen an.

Der Trac U 2100 ist seit gut 8 Jahren für die LZG im Einsatz und Moersbaecher lobt die Technik in höchsten Tönen. Bei der Anschaffung der Tracs wurde von Dammann ein kompetenter Außendienst zugesichert, aber wirklich prüfen konnten sie dieses Versprechen noch nicht. Denn sowohl der U 2100 als auch der DT 500 haben nie wirklich Probleme bereitet. Der DT 500 nutzt das Fahrgestell des Unimog U 500, wodurch der Trac äußerst robust ist. Auf dem flexiblen Geräteträger lagert ein 4.500 Liter Tank. Die nötige Leistung holt sich der Trac aus einem leistungsstarken 230 PS Daimler Dieselmotor. „Ich bin mit meinem Trac noch nie an die Grenzen gekommen. Bisher ging es immer noch irgendwie mit eigener Kraft weiter“, berichtet mir Moersbaecher stolz.

Die Sicht auf das bis zu 30 Meter breite Spritzgestänge ist sehr gut. „Man sitzt angenehm hoch und vor allem bei Straßenfahrten im Sommer bietet sich häufig ein interessanter Einblick in so manches Cabrio“, erzählt mir Moersbaecher lächelnd. Die Position der Kabine vor der Vorderachse erinnert stark an die Fahrerposition eines Busses. „An das damit verbundene Lenkverhalten allerdings hat man sich schnell gewöhnt“, erklärt mir Moersbaecher.

Verbesserungsvorschläge für den DT 500 fallen Moersbaecher keine ein. Lediglich die Bedienung für das Ausklappen der Spritzschläuse, über die die Pflanzenschutzmittel zugegeben werden, könnte durch eine externe Bedienung ergänzt werden. Dann könnte sich Moersbaecher den steilen Aufstieg in die Kabine öfter sparen.

Nach ein paar Stunden bei Moersbaecher und seinem Trac mache ich mich wieder auf den Weg nach Hause und auch für Moersbaecher ist der Pflanzenschutzeinsatz für den heutigen Tag zu Ende. Morgen jedoch warten weitere 150 Hektar Wintergerste zwischen den Deichen an der deutschen Nordseeküste auf ihn und seine Kollegen.

Vielen Dank an Rüdiger Moersbaecher und das Team des Agrarvis Standorts in Oldorf!

Weitere Bilder auf [www.landtechnikvideos.de]

Text und Bilder von Jörn Gläser
offline

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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 31 Jahre,
aus Wedemark
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Schlagwörter

agrarvis, dammann, deich, dt500, ems-jade, gerste, gläser, jörn, landtechnik, landtechnikvideos, moersbaecher, oldorf, pflanzenschutz, selbstfahrer, tammo gläser, u 2100, weser ems

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