Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Redaktioneller Blog

(8 Einträge)

Foto 2 zum aktuellen Blogbeitrag
249 mal angesehen
27.04.2009, 17.48 Uhr

Energiesparen - Wärme aus dem Maststall nutzen

Schweinemäster Jörn Schiermeyer aus Badbergen, Landkreis Osnabrück, lebt mit seiner Familie auf einem typischen Artländer Hof, das Wohnhaus ist 100 Jahre alt, hat 180 qm Wohnfläche, hohe Räume und keine gute Isolierung. Die gestiegenen Heizölpreise der vergangenen Jahre waren Anlass, dass Schiermeyer in seinem Schweinemaststall eine Wärmerückgewinnung „Marke Eigenbau" installierte.

Jörn Schiermeyer bewirtschaftet einen Betrieb mit 1.800 Schweinemastplätzen, einer kleinen Milchviehhaltung mit Nachzucht und 75 ha Nutzfläche, auf denen unter anderem Mais für die eigene Schweinemast angebaut wird. Über die Flüssigfütterungsanlage werden derzeit CCM – der Mais dafür wird mit einem hohen Spindelanteil geerntet – plus einem Ergänzer verfüttert, in Kürze kommt noch Kartoffelschlempe als weitere Komponente hinzu. Daneben baut Schiermeyer auch Speisekartoffeln an und ist in diesem Bereich nebenberuflich als Gutachter für die Landwirtschaftskammer Niedersachsen tätig.


Ersatz für 7.000 l Heizöl

Schiermeyer, der sich selbst als „Tüftler" bezeichnet, ärgerte sich auf der einen Seite schon lange über die steigenden Heizölpreise – immerhin 7.000 l hat er im vergangenen Jahr für sein Wohnhaus und die Altenteilerwohnung gebraucht. Die Altenteilerwohnung befindet sich in einem separaten, ebenfalls älteren Gebäude auf dem Hofgelände.

Auf der anderen Seite ärgerte er sich auch darüber, dass aus dem neuen Mastschweinestall (2007 gebaut) Tag für Tag Wärme ungenutzt mit der Abluft „nach draußen geblasen wurde". Somit war Ansatz seiner Überlegungen, diese Wärme in irgendeiner Form für das Wohnhaus nutzbar zu machen: Und seit dem vergangenen Winter sorgt eine Wärmerückgewinnung „Marke Eigenbau" dafür, dass das in die Praxis umgesetzt ist. Zugute kam Schiermeyer dabei, dass sein neuer Schweinemaststall mit einer zentralen Abluftführung ausgestattet ist, da er an seinem Standort eine dreistufige Abluftreinigung einbauen musste.

Wesentliche „Bauteile" der Wärmerückgewinnung aus dem Schweinestall sind neben der eigentlichen Wärmepumpe (welcher bekanntlich nach dem „umgekehrten" Kühlschrankprinzip funktioniert), ein Wasserspeicher mit 8.400 l Inhalt, ein dazugehöriges Ausdehnungsgefäß von 1.000 l, eine gut 100 m lange Fernwärmeleitung zum Wohnhaus und ein Wärmetauscher aus rund 1.400 m PE-Schläuchen, die in 24 Rundläufen im zentralen Abluftschacht verlegt sind.


Anbau für Technik

Wärmepumpe, Wasserspeicher und Ausdehnungsgefäß sind in einem etwa 4 x 4 m großen „Anbau" neben dem neuen Schweinestall untergebracht. Dieser Anbau, den Schiermeyer selbst errichtete, ist gut isoliert. Ebenso ist der 8400-l-Wasserspeicher mit 34 cm Glaswolle isoliert, um die der Landwirt aus Stabilitätsgründen noch eine Schicht Wickelfolie packte.
Um die Wärme aus dem Abluftkanal aufzunehmen, verlegte Schiermeyer hier 1.400 m PE-Schlauch mit einem Durchmesser von ¾ Zoll in 24 Rundläufen. Jeder Rundlauf ist mit einem Absperrhahn versehen, um ihn entlüften zu können.

Wie Schiermeyer erzählt, ist dies von Zeit zu Zeit erforderlich, da sich immer wieder Luft in den Schläuchen sammelt. Einfach zu erkennen ist das daran, dass an der Außenseite dieser Rundläufe weniger Kondenswasser anhaftet. Da die Schläuche grundsätzlich stark „schwitzen", ist der Boden des Abluftkanals mit sehr stabiler Teichfolie ausgelegt, die auch beim Betreten nicht einreißt. Die Folie wiederum ist in Abständen mit Abläufen versehen, so dass die Feuchtigkeit abgeführt werden kann.


Den kompletten Bericht könnt ihr auf der Onlineseite der LAND&FORST nachlesen:

[www.landundforst.de]
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Anzeige
Zum Seitenanfang