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Agrarsanis Landtechnik - Blog

Ständig neue Technik... (71 Einträge)

1.JPG 9.JPG MAN - Agro-Truck - Umbau Toni Maurer
5558 mal angesehen
21.06.2009, 23.23 Uhr

MAN Agro-Truck - Toni Maurer Umbau mit 430 PS

Seit einigen Jahren werden beim Fahrzeugbauer Toni Maurer die Agro-Trucks, auch Agroschlepper genannt, gebaut. MAN Zugmaschinen werden hier für den landwirtschaftlichen Einsatz umgerüstet und finden dann vielseitige Verwendung im landwirtschaftlichen Betrieb. Einen solchen Agro-Truck habe ich einmal näher ins Visier genommen, und zwar beim Lohnunternehmen Piening, wo er seit Februar dieses Jahres im Einsatz ist.

Ich sprach mit Michael Pieper, Fahrer des 430 PS Trucks, über seine ersten Eindrücke, die die Maschine bei ihm hinterlassen hat. Bevor die Maschine zum Lohnunternehmen Piening kam, lief die Maschine im Süden Deutschlands mit einem Ladewagen im Grünfuttertransport für eine Trocknungsanlage. Pieper hat den Truck die 740 km per Achse aus Bayern zum Betrieb geholt. Die Maschine mit Baujahr 2006 ging mit gut 25 000 km auf der Uhr in die ersten Einsätze für das Lohnunternehmen.

Bisher wurde der Truck beim Gülletransport, Miststreuen, Grashäckseln und bei Tiefladertransporten eingesetzt. Der Fahrkomfort und das Fahrverhalten des Agro-Trucks sind hervorragend, erklärt mir Pieper. So steigt man auch nach langen Arbeitstagen auf dem Agroschlepper leistungsfähiger aus der Kabine als nach der Arbeit auf einen Standardschlepper. Der Weg in die Kabine ist zwar etwas mühevoller, aber das Problem kennt Pieper bereits von Arbeiten mit einem Claas Xerion. Einmal in der Kabine angekommen, erwartet den Fahrer jedoch das beschriebene, angenehmere Umfeld. Die Übersicht nach vorne ist, wie man es von LKWs kennt, unübertroffen. Nach hinten jedoch ist die Sicht durch den 3-Seiten-Kippaufbau gleich Null. Dieser lässt sich aber in wenigen Handgriffen abbauen. Um wenigstens etwas nach hinten sehen zu können, ist der Truck mit einer Rückfahrkamera am Heck der Maschine ausgestattet. Über einen Farbmonitor hat der Fahrer somit ein weites Blickfeld, auch hinter die Maschine. Am Heck des Trucks findet man eine Ausstattung vor wie bei einem Standardschlepper: Steuerventile, 12 und 24 Volt Anschlüsse sowie Zapfwelle, Zugmaul und Kugelkupplung. Lediglich das Hubwerk fehlt, aber dafür wäre momentan auch noch keine Verwendung im Lohnunternehmen. Eine Ausstattung mit Heckhubwerk und weiteren Extras ist bei Agro-Trucks aber auch möglich, denn bei der Konfiguration sind so gut wie keine Grenzen gesetzt, führt Pieper aus.

Zwar ist der Agro-Truck nicht so vielseitig einsetzbar wie ein Standardschlepper, jedoch besticht er gerade in den Bereichen Straßenfahrt und Transport mit seinen 70 km/h und seinem sparsamen Verbrauch. Zu erkennen ist lediglich der erhöhte Verschleiß der relativ kleinen Reifen bei höheren Geschwindigkeiten.

Für die Zukunft ist geplant, den Agro-Truck (ähnlich wie der Vorbesitzer) vor dem Ladewagen Strautmann Giga Vitesse IV DO Plus einzusetzen, um den Truck im Wert eines Einfamilienhauses noch besser auszulasten.

Danke an Michael Pieper für das Interview.

Weitere Bilder zum Blogbeitrag findet ihr im Fotoalbum.

Weitere Informationen auf der Homepage des Lohnunternehmen Piening.

Foto: Jörn Gläser
Text: Jörn Gläser
offline

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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 32 Jahre,
aus Wedemark
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Schlagwörter

agrarsani, agro, agroschlepper, agro-schlepper, agrotruck, agro-truck, häcksler, jörn, ladewagen, lohnunternehmer, man, maurer, piening, toni

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

23.06.2009 12:54 ihc724
kannst du mir zufällig sagen, wo genau der in der Trocknung gelaufen is?
Bei mir in der nähe is auch mal so einer gelaufen....

mfg
23.06.2009 14:14 pflugfurche1
Schöner bericht... .... aber das mit dem KOmfort soll doch ein Witz sein?!? Wenn ich mir mal die Sichtverhältnisse im Allgemeinen anschaue im Vergleich zum 360 Ps Standardschlepper, oder die Bedienung, z.b. fendt 936 mit Terminal, joystick, intelligentem Motor-Getriebe management, da kann das ding doch nichtmal ansatzweise vom Fahrkomfort her ran, zumindest bei ackereinsätzen
23.06.2009 20:14 schorsche
DeutzTTV630 schrieb:
Schöner bericht... .... aber das mit dem KOmfort soll doch ein Witz sein?!? Wenn ich mir mal die Sichtverhältnisse im Allgemeinen anschaue im Vergleich zum 360 Ps Standardschlepper, oder die Bedienung, z.b. fendt 936 mit Terminal, joystick, intelligentem Motor-Getriebe management, da kann das ding doch nichtmal ansatzweise vom Fahrkomfort her ran, zumindest bei ackereinsätzen


Wofür man die Maschine hauptsächlich einsetzt steht im zweitletzten Abschnitt! Und da ist ein Lkw sparsamer wie der Fendt, der als sparsamster Traktor gilt.

23.06.2009 20:21 MBtracdriver
der ist ungefähr so wie ein Unimog und unser mog der braucht ein drittel von dem was unser John Deere säuft !! Und er fäht auch berge schneller hinauf als der Johney !!
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