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29.07.2009, 10.51 Uhr

Mit Gold prämiert: Milchqualität bleibt immer im Blick

Hans-Heinrich Rautmann aus Essehof hat Grund, stolz zu sein: Seit 40 Jahren übertrifft die Milchqualität seiner Kühe ununterbrochen den Durchschnitt seines Milcherfassungsgebietes. Dafür erhielt er unlängst das „Goldene Band der Milch-Elite“ von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).

Viele Auszeichnungen schmücken die Milchkammer. Denn Hans-Heinrich Rautmann aus Lehre-Essehof (bei Braunschweig) hat nicht zum ersten Mal das „Goldene Band“ erhalten. „Eigentlich bekomme ich es, seitdem ich teilnehme“, schmunzelt er. Mit dem „Großen Preis der Milch-Erzeuger“ der DLG zeichnen Molkereien Landwirte aus, deren Milchqualität im Laufe eines Kalenderjahres über dem Durchschnitt des jeweiligen Milcherfassungsgebietes liegt.

Wer dieses Niveau über viele Jahre halten kann, wird mit dem „Band der Milch-Elite“ ausgezeichnet. Das „Goldene Band“ erhalten nur Landwirte, die seit mindestens 20 Jahren so ihre Spitzenqualität in der Milcherzeugung beweisen. Hans-Heinrich Rautmann hat seit 40 Jahren in Folge den Durchschnitt seines Milcherfassungsgebietes übertroffen.


"Goldene" Leistung

Der 51-jährige Landwirt leitet die Geschicke des Milchviehbetriebes zusammen mit seiner Frau Barbara seit 1982. Damals gründet er nach Lehre, Bundeswehrzeit und Meisterausbildung eine GbR mit seinem Vater. 1990 übernimmt er den Betrieb komplett. Seit 1750 befindet sich der Betrieb im Familienbesitz, in direkter Erbfolge wird Sohn Sebastian den Hof in der vierten Generation führen. Der 26jährige arbeitet mittlerweile voll im Betrieb mit, zu dem neben den 30 schwarzbunten Milchkühen auch 105 ha Fläche, davon 23 ha Grünland, gehören. Angebaut werden neben Rüben, Weizen, Gerste, Raps und Mais.

„Mir wurde mitgeteilt, dass ich die Kriterien für die Auszeichnung wieder erfüllt habe“, erklärt Rautmann. Darauf hin hat er sich selbst bei der DLG angemeldet und die Auszeichnung für das Leistungsjahr 2007 auf der agra 2009 in Leipzig erhalten. Seine Kühe erreichen einen Stalldurchschnitt von knapp 10.000 l bei 4,3 Prozent Fett und 3,34 Prozent Eiweiß. Der Zellgehalt liegt immer unter 100.000, der Keimgehalt ebenfalls nur beim Minimum.

Gemolken wird zweimal täglich, wobei Rautmann die Hygiene in seiner Anbindehaltung groß schreibt. „Wir haben 2002 ein neues Rohrsystem plus Pumpe erhalten“, ergänzt Sebastian Rautmann. Gedippt wird immer. Alle Kühe werden zudem vor der Kalbung mit Trockensteller behandelt.

Worin liegt das Geheimnis seines Erfolges? „Zunächst einmal schafft die Genetik die Voraussetzung für gute Leistungen“, meint Hans-Heinrich Rautmann. Seit 1954 werden die Kühe auf dem Hof künstlich befruchtet, wobei Rautmann die Auswahl des Bullen sehr sorgfältig betreibt. „Wir suchen nach den passenden weltbesten Bullen“, sagt er. Wichtig sei aber auch der Kuhkomfort. Dazu zählt er neben den Haltungsbedingungen auch die Fütterung der Tiere.

Rautmanns setzen auf ihrem Hof ausschließlich betriebseigene Futtermittel ein, dazu gehören Mais- und Grassilage ebenso wie eine Schrotmischung aus Getreide plus Soja- oder Rapsschrot. Im Sommer können die Kühe auf den Grünflächen hinter den Stallungen weiden. „Und alles andere ist Fleißarbeit, man muss immer am Ball bleiben“, sagt er.


Ohne Fleiß kein Preis

Dass er nicht gerade in einer „typischen“ Milchregion wirtschaftet, stört Rautmann nicht. Anpassungen an die politischen Rahmenbedingungen haben Rautmanns immer eher über die Leistungssteigerung ihrer Tiere gesucht. Zumal sie an die Fläche gebunden sind und wenig Möglichkeiten haben, Quote oder Fläche zu kaufen oder zuzupachten. So wurde auch mit dem Einstieg in die Quotenregelung 1984 nicht in einen Boxenlaufstall investiert.


19 Cent sind kriminell

Dass der Hof in Altgebäuden wirtschaften kann, zahlt sich bei den derzeitigen Milchpreisen aus. „Wir sind froh, dass wir wenig Kapital in der Milchviehhaltung gebunden haben. Dennoch wird es natürlich bei einem Milchpreis von 19 Cent auch für uns langsam kriminell“, beschriebt Rautmann die Situation.



Die komplette Antwort könnt ihr auf der Onlineseite der LAND & FORST nachlesen:

[www.landundforst.de]

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