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Agrarsanis Landtechnik - Blog

Ständig neue Technik... (71 Einträge)

John Deere 9630 mit Lemken Gigant 1200 John Deere 9630 Fahrer John Deere 9520 mit Amazone Centaur
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30.07.2009, 00.10 Uhr

Auf Hirschjagd in Sachsen-Anhalt

Getreidefelder, kilometerlang, soweit das Auge reicht. Das ist ein Markenzeichen der neuen Bundesländer. Um diese, oftmals mehrere 100 Hektar großen Flächen zu bewirtschaften, wird unter anderem Großtechnik von John Deere eingesetzt. Knickschlepper der 9000er Serie werden somit nicht nur auf großen Farmen in Amerika und Kanada eingesetzt, sondern kommen auch auf Großbetrieben in Deutschland zum Einsatz. In den südlichen Regionen Sachsen-Anhalts bewirtschaften einige Agrargenossenschaften mehrere 1000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und setzen unter anderem auf die John Deere Knickschlepper 9520 und das Flagschiff von John Deere, den 9630 mit fast 600 PS.

Wir haben drei der Knickschlepper im Einsatz besucht und mit den Fahrern der gigantischen Maschinen gesprochen.

Jürgen (52) ist seit 3 Wochen mit dem John Deere 9520 und einem neuen Amazone Centaur mit 7 m Arbeitsbreite im Einsatz. In der ersten Zeit der Erntesaison fährt er den 450 PS Schlepper alleine. Während der Arbeitsspitzen wird die Maschine im 2-Schichtbetrieb bewegt und der Knicklenker läuft dann nahezu rund um die Uhr und ist dann mit einem weiteren 9000er zuständig für die gesamte Stoppelbearbeitung des Betriebs. Momentan ackert Jürgen auf einem 70 Hektar Gerstestoppelacker bei einer Arbeitstiefe von 20 cm. Der 7 m Centaur wiegt laut des Fahrers knapp 12 Tonnen und wird bei 10-12 km/h gefahren. Flächenleistungen bis zu 12 ha/h sind bei unseren Flächen keine Seltenheit, erklärt mir der Fahrer Jürgen. In etwa 3 km Entfernung fuhr ein weiterer John Deere Knicklenker.

Lothar (58) fährt seit ein paar Tagen den neuen John Deere 9630. Die Maschine hat gerade einmal 90 h auf der Uhr. Lothar fährt genauso wie sein Kollege Jürgen seit über 30 Jahren Knicklenker. Lange Jahre wurden K700 und K744 auf den Betrieben eingesetzt, bevor die „neue Generation“ der Knickschlepper, die 9000er John Deere, für die flache und tiefe Bodenbearbeitung angeschafft wurden. Die 600 PS Maschine zieht einen Lemken Gigant 1200 bei Bearbeitungstiefen zwischen 8 und 12 cm. „Für meine Maschine ein Kinderspiel“, so Fahrer Lothar. Bei ca. 14-16 km/h zieht der John Deere die Maschine durch die Weizenstoppeln. Für Lothar ist der Arbeitsplatzwechsel vom „russischen“ auf den „amerikanischen“ Sitz keine große Umstellung gewesen, erklärt er mir. Der Fahrkomfort hat sich selbstverständlich verbessert. Lediglich die Bedienung des GPS-gestützten Lenksystems AutoTrac ist für ihn neu gewesen. Zwar sträubt der 58-jährige sich nicht gegen die neue Technik, jedoch steht er dem neuen Hightech- Schlepper, mit sämtlichen elektronischen Systemen, ein wenig skeptisch gegenüber. Lothar beschrieb uns den Weg zum dritten 9000er im Umkreis von 30 km.

Ingo (45) fährt einen John Deere 9520 mit Zwillingsbereifung. Angehängt ist ein Köckerling Exaktgrubber Vario mit 7,5 m Arbeitsbreite. Eingesetzt zur zweiten, tieferen Bodenbearbeitung grubbert Ingo mit seinem Gespann auf 15-20 cm Arbeitstiefe. Der John Deere 9520 mit Baujahr 2005 bildet zusammen mit dem Exaktgrubber von Köckerling ein robustes und schlagkräftiges Gespann, mit dem in den Jahren auf dem Betrieb schon hochgerechnet 15.000 ha geackert wurden, erklärt mir Ingo, bei einer Mitfahrt auf dem überbreiten Schlepper. Als ich um 16 Uhr vom Schlepper stieg, war für Ingo der Feierabend auch bereits in greifbarer Nähe. In zwei Stunden soll die Ablösung für die Nachtschicht eintreffen.

Vielen Dank an alle Fahrer für die Interviews!

Weitere Bilder gibt’s auf www.landtechnikvideos.de

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Bewegte Bilder der 9000er John Deere Baureihe findet ihr auch auf der DVD Allrad-Antrieb für mehr

Text: Jörn Gläser
Foto: Jörn Gläser
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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 32 Jahre,
aus Wedemark
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