Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Cover der Ausgabe zum Artikel Biogasanlage
215 mal angesehen
01.02.2010, 15.59 Uhr

BHKW-Erfahrungen - Und er läuft und läuft und ...

Die meisten BHKW-Betreiber sind mit der Laufleistung ihrer Motoren zufrieden und würden ihr BHKW wieder kaufen. So das Ergebnis einer kleinen Umfrage von joule unter Praktikern. Dieser Eindruck wird durch Auswertungen eines Biogasarbeitskreises bestätigt. Das heißt aber nicht, dass es nicht noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

An diesen Werbespruch mag sich so mancher noch erinnern: „Und er läuft und läuft und läuft“. Welcher Betreiber möchte das nicht auch gerne von seinem Blockheizkraftwerk in der Biogasanlage sagen. Wäre es anders und würde das Herzstück der Strom- und Wärmeerzeugung häufig schwächeln, würde das die Anlagenbetreiber nämlich wirtschaftlich empfindlich treffen.

Nur eine groß angelegte Umfrage in der Praxis bezüglich der BHKW-Erfahrungen könnte statistisch gesehen einigermaßen sichere Ergebnisse z.B. hinsichtlich Laufleistung, Reparaturanfälligkeit oder Wartungsfreundlichkeit im Biogasbetrieb liefern. Dabei ist der BHKW-Vergleich gar nicht so einfach, vor allem dann nicht, wenn er sich nur auf ein Jahr bezieht.

Das zumindest stellt Andreas Freytag vom Überregionalen Biogasarbeitskreis in Braunschweig fest. Denn es sei kaum voraussehbar, wann die größeren Reparaturen anfielen. Die gut 30 Mitglieder des Biogasarbeitskreises haben es sich zum Ziel gesetzt, alljährlich ihre Anlagen betriebswirtschaftlich zu durchleuchten. Für manche Anlage liegen schon dreijährige Auswertungen vor.

So schwankt z.B. bei den BHKW die Auslastung zwischen 62,1 % im schlechtesten und 98,7 % im besten Fall. Tendenziell produzierten laut Freytags Auswertungen die großen BHKW den Strom etwas kostengünstiger als die kleinen. In Gesprächen mit den Arbeitskreismitgliedern sei aber schnell klar geworden: „Jeder würde sein BHKW wieder kaufen“.

Weniger Zeit

Auch joule hat sich bei einigen Anlagenbetreibern genauer umgehört und hier Einzelfälle zitiert, die zu denken geben sollten. Dabei wurde deutlich: Probleme mit dem BHKW hat schon jeder in seinem Betrieb gehabt, egal, um welches Fabrikat es sich handelt. Diese Tatsache an sich stört die Biogasanlagenbetreiber weniger. Ärgerlicher ist dagegen ihrer Meinung nach schon, wenn Wartung oder Behebung der Probleme dann gleich eine ganze Woche in Anspruch nehmen, wie im folgenden Fall:

Bei einem 500 kW-Motor stand nach 10.000 Betriebsstunden die erste Revision an. Diese dauerte dann mit zwei Monteuren eine Woche, Kostenpunkt 37.000 €. Ursache aus Sicht des Landwirts: „Der Motor ist so verbaut, das braucht schon deshalb einige Zeit mehr als bei einfach und übersichtlich konstruierten Motoren“.

Oder ein zweiter Fall: „Wir hatten an dem 12 Zylinder-BHKW schon größere Probleme. Ein Schaden am Hauptlager der Kurbelwelle hatte einen Austausch des kompletten Motorblocks zur Folge. Dieser Austausch dauerte allerdings 14 Tage, was aus meiner Sicht einfach zu lange war. Der 8-Zylinder hatte häufig mit Kühlwasserproblemen zu tun und vor vier Wochen wurden Zylinderbuchsen und Köpfe erneuert, was auch mit einer Stillstandszeit von fast sieben Tagen einherging“.


Den kompletten Bericht könnt ihr auf der Onlineseite der joule-online nachlesen:

[www.joule-online.de]

Habt ihr noch Fragen zu erneuerbaren Energien? Dann startet im landlive-Forum eine Diskussion dazu:

[www.landlive.de]
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Anzeige
Zum Seitenanfang