Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Redaktioneller Blog

(8 Einträge)

Foto zum Blogbeitrag "Immunisierung"
248 mal angesehen
04.02.2010, 16.27 Uhr

Immunisierung - Wiederkäuer jetzt freiwillig impfen!

Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit erfolgt seit Anfang des Jahres bundesweit auf freiwilliger Basis der Tierhalter. Dennoch sollten die Halter von Rindern, Schafen und Ziegen nicht in ihren Impfbemühungen nachlassen, appelliert das Landvolk Niedersachsen.

Denn die Blauzungenkrankheit ist noch nicht besiegt. Gegen eine Fortführung der Pflichtimpfung gegen den Erreger der Blauzungenkrankheit, das Virus BTV8, hatte sich der Bundesrat entschlossen.

Ständige Infektionsgefahr

Nach Meinung der Bundesländer erlaubt es das derzeit erreichte Immunisierungsniveau im Zusammenspiel mit den am Markt verfügbaren Impfstoffen, die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit in die Verantwortlichkeit der Landwirte und Hobbyhalter zu stellen. Die Blauzungenkrankheit ist aber noch nicht überwunden. Der Erreger, der durch Stechmücken (Gnitzen) übertragen wird, kann auch im Winter im Stall oder z.B. im Misthaufen überleben. Außerdem ist der Erreger in der Wildtierpopulation vorhanden, die damit eine ständige Infektionsgefahr für die Nutztiere darstellt.

Gegen das Virus musste seit 2008 in ganz Deutschland verpflichtend geimpft werden. Seitdem konnte die Krankheit bundesweit nach Angaben des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums erheblich zurückgedrängt werden. So registrierten die Behörden für 2007 noch 21.000 Ausbrüche der Blauzungenkrankheit in Deutschland, 2008 waren es 5.100 und im vergangenen Jahr infizierten sich nur noch 142 Tiere. Die Impfung ist nach Ansicht der Veterinärbehörden die bisher einzig wirksame Schutzmaßnahme gegen die Krankheit, die bei Wiederkäuern harmlos, bisweilen aber auch tödlich verlaufen kann.

In Niedersachsen hat man sich mittlerweile auf die freiwillige Impfung eingestellt. So wird die Niedersächsische Tierseuchenkasse (TSK) auch in diesem Jahr die Tierhalter bei ihren Schutzmaßnahmen unterstützen, den Impfstoff zur Verfügung stellen und die Kosten dafür gemeinsam mit dem Land übernehmen. In diesem Zusammenhang macht das Landwirtschaftsministerium darauf aufmerksam, dass jede Impfung innerhalb von sieben Tagen in der HIT-Datenbank dokumentiert sein muss. Die niedersächsischen Zuchtverbände weisen überdies darauf hin, dass geimpfte Tiere auch bessere Vermarktungschancen haben. Für den Export in BTV8-freie Länder ist die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit ohnehin zwingend erforderlich! Berücksichtigen sollten Tierhalter in ihrer Entscheidung auch, dass es bei Auftreten der Krankheit in den Beständen keine Entschädigung mehr gibt.

„Da sich die Impfung als sehr effektiv erwiesen hat, wird den Haltern von Rindern, Schafen und Ziegen dringend empfohlen, ihre Tiere gegen das Blauzungenvirus zu schützen“, betont Norbert Meyer, Vorsitzender im Landvolk-Ausschuss für Tierseuchen und Verwaltungsratsvorsitzender bei der TSK. Landwirte sollten ihre Tiere daher auch in diesem Jahr unbedingt rechtzeitig impfen lassen.


Drei Fragen an Norbert Meyer, Vorsitzender im Landvolk-Ausschuss für Tierseuchen, und seine Antworten könnt ihr auf der LAND&FORST nachlesen:

[www.landundforst.de]

Habt ihr etwas, was euch dazu unter den Nägeln brennt? Dann startet im landlive-Forum eine Diskussion:

[www.landlive.de]
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

07.02.2010 16:05 RROTERBARON
und wer kommt für die nebenwirkungen auf die bei mir aufgetaucht sind ich würde nie wieder impfen lassen
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang