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In Kopenhagen
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03.03.2010, 12.03 Uhr

Klimaschutz - Braucht die Welt einen Vertrag?

Im Dezember blickte die Welt auf die dänische Hauptstadt. Im Vorfeld der größten Klimakonferenz aller Zeiten brüsteten sich Staatslenker mit der Absicht, das Weltklima retten zu wollen.

Daraus wurde nichts. Rund um den Globus macht sich nun Enttäuschung breit. Doch braucht es wirklich ein weltweites „UN-Klima-Abkommen“ um einen rasanten Temperaturanstieg zu stoppen? Und inwieweit lassen sich Erneuerbare-Energien-Investoren tatsächlich vom Klimaschutzgedanken leiten?

Kopenhagen Mitte Dezember

Die Hotels der Stadt sind ausgebucht. Gastronomen freuen sich über gut besuchte Restaurants mit Gästen aus der ganzen Welt. An Hauswänden, U-Bahneingängen und sogar an Gotteshäusern thronen Plakate, die auf den Klimawandel hinweisen.

Falls man sie übersieht, sensibilisieren Klima-Aktivisten, wie etwa die Gruppe „actionaid“ einen nachhaltig für das Top-Thema dieser Tage (Übersetzung ihres Plakats: Wohlhabende Staaten zahlt Eure Klimaschulden!).
Konkretes außen vor

Nur acht Kilometer vom Kopenhagener Stadtzentrum entfernt diskutieren derweil hohe Abgeordnete und Deligierte aus 193 Ländern über ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls. Am Ende werden sie scheitern. Statt einem verbindlichen „Klima-Papier“ präsentiert Dänemarks Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen und UN-Klimachef Yvo de Boer lediglich eine politisch unverbindliche Absichtserklärung, deren Inhalt etwa lautet: „Ja, wir erkennen an, dass die Erderwärmung nicht über zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau steigen darf“. Einige Beobachter werden dieses Ergebnis später allerdings als Erfolg bewerten.

Hardenbeck im Landkreis Uckermark, Brandenburg

Junglandwirt Kai Quaak schaut wie immer TV-Nachrichten. Auch über die UN-Klimakonferenz wird berichtet. Doch anlässlich der UN-Verhandlungen in Kopenhagen schaltet der 28-Jährige den Fernseher nicht häufiger ein, als er es eh schon tut. Kai Quaak und seine Familie planen inerhalb der nächsten zwei Jahre ihren Milchviehbetrieb mit seinen 360 Kühen, um eine 500-kW-Biogasanlage zu erweitern. Auch die insgesamt 5000 m2 großen Stalldächer sollen mit Solarmodulen bestückt werden.

Wenn alles klappt, werden Kai Quaak und seine Familie bald zu CO2-Einsparern und somit zu Klimaschützern. „Es geht uns beim Bau der Biogasanlage darum, einen neuen Betriebszweig zu etablieren, um die schwankenden Milchpreise auszugleichen. Wir wollen in erster Linie mit der Anlage gewinnbringend wirtschaften,“ sagt Kai Quaak.

Doch das man gleichzeitig neben dem Geld verdienen noch das Klima schützt, sei ein positiver Nebeneffekt. „Die Landwirtschaft hat bisher immer unter einem schlechten Ruf gelitten. Durch die Möglichkeit, erneuerbare Energien in die Betreibe zu integrieren und somit zum Klimaschutz beizutragen, ändert sich das gerade. Das begrüße ich,“ sagt er.

Am nächsten Abend laufen wieder die TV-Nachrichten über den Bildschirm:
Dem jungen Landwirt stößt eine Sache sauer auf: „Unser Umweltminister macht sich auf der einen Seite für den Umweltschutz und für ein Klimaabkommen stark, aber setzt sich auf der anderen Seite für den Bau neuer Kohlekraftwerke ein. Das kann ich nicht verstehen.“

Tatsächlich plädiert Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) erstmals in einem Interview im Deutschlandfunk für den Bau neuer „effizienterer“ Kohlekraftwerke. Diese neue Generation sei viel flexibler als die älteren Modelle.

Man könne sie in Teillast fahren, um somit Strom, der in ungleichen Mengen eingespeist wird - etwa aus Windenergie - ausgleichen. „Bis wir das Zeitalter der regenerativen Energien mit einer nahezu vollständigen Versorgung erreicht haben, braucht es auch noch Übergangstechnologien,“ sagt der Minister.


Den kompletten Bericht könnt ihr auf der Onlineseite der joule-online.de nachlesen:

[www.joule-online.de]

Habt ihr noch Fragen zu erneuerbaren Energien? Dann startet im landlive-Forum eine Diskussion dazu:

[www.landlive.de]

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