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Agrarsanis Landwirtschafts-Blo...

Spannende Themen aus der Landwirtschaft (88 Einträge)

Claas Xerion 3800, Kotte Gülleaufbau Xerion Kabine Fendt Vario 927 mit Kongskilde Grubber
1371 mal angesehen
23.04.2010, 17.38 Uhr

Schlagkraft im Frühjahr

Auf der Agritechnica 2009 in Hannover sah man so einige Ausstellungsstücke, auf denen bereits die Firmennamen oder Logos ihrer zukünftigen Besitzer klebten. Dem ein oder anderen ist damals auf dem Messestand der Firma Kotte sicherlich der Claas Xerion mit aufgebautem Güllebehälter aufgefallen. Genau diesen haben wir an seinem zweiten Arbeitstag besucht.

Von Hannover aus ging es in Richtung Westen auf der Autobahn 2 ins Schaumburger Land. In dieser hügeligen Gegend hatten wir uns mit dem Lohnunternehmer Busche und seinem neuen Geschoss verabredet. Neben dem Xerion waren auch zwei Tanksattelzüge des Lohnunternehmens für die Gülleanlieferung im Einsatz. Einer führte uns zum Schlag.

Mit dem etwa 10 Hektar großen Schlag war der Xerion bereits halb fertig. Gleich beim ersten Gülle-Nachladen stieg ich zu Benjamin auf den Selbstfahrer. Benjamin gehört erst seit Februar zur Crew des Lohnunternehmers aus Estorf. In der Vergangenheit hat er viel Erfahrung im Umgang mit großer Technik gesammelt. So war er bei seinem vorherigen Arbeitgeber für die Bewegung des Holmer Terra Dos Rübenroders und der Feldhäcksler zuständig. Nicht ganz neu war für ihn also der Umgang mit dem groß dimensionierten Systemfahrzeug aus Harsewinkel.

Per Tastendruck beendete Benjamin den Saugvorgang und klappte den hydraulischen Ansaugrüssel aus dem Sichtfeld. 14.200 Liter Biogasgülle ballastieren das Fahrzeug nun auf über 35 Tonnen. Am Vorgewende senkt Benjamin die 6 Meter Amazone Catros Kurzscheibenegge, die in der Fronthydraulik des Xerions angebaut ist, in den Acker. Kraftvoll brüllen die 380 PS und beschleunigen das Gefährt auf 16 km/h. Benjamin erklärt, dass er bei einem Zielwert von 20 Kubikmetern pro Hektar mit einer Gülleladung 0,7 Hektar schafft. In absehbarer Zeit soll auch das bereits installierte Claas GPS-System voll einsatzbereit sein. Neben diesem und einem handelsüblichen Navigationsgerät ist ein Terminal von Müller Elektronik eingebaut. Über dieses lässt sich der komplette Aufbau mit allen hydraulischen Funktionen überwachen.

Ein Warnton informiert Benjamin über den niedrigen Füllstand des Gülletanks und wir verlassen die Spur und fahren in Richtung eines gerade eintreffenden Transport-LKWs. Beim Aussteigen beschreibt mir Benjamin noch den Weg zu einem Fendt der unweit vom Ackern war.

Ich schieße noch ein paar Fotos und nach etwas mehr als drei Minuten entfernte sich der Xerion bereits wieder.

Der beschriebene Fendt, ein Vario 927 war schnell gefunden. Neugierig, zwecks unseres Besuchs, kamen wir mit dem Fahrer schnell ins Gespräch. Er ist angestellt beim dem Ackerbaubetrieb, bei dem das Lohnunternehmen Busche heute Gülle ausbringt. Der Ackerbaubetrieb bewirtschaftet etwa 450 Hektar und betreibt eine eigene Biogasanlage. Der Fahrer erzählt uns weiter, dass auf den Flächen die momentan bearbeitet werden, in den kommenden Tagen Mais mit 75 cm Reihenabstand gelegt werden soll. Die Bearbeitungstiefe der Amazone Kurzscheibenegge am Xerion reicht allerdings für das anschließende Maislegen noch nicht aus. Vom Fendt gezogen wird aus diesem Grund ein Kongskilde Titan 5 Meter Grubber, der den Boden bis auf 15 cm Tiefe lockert und mit nachlaufenden Walzen ausreichend rückverfestigt. Der Fahrer berichtet uns weiter, dass seines Wissens von diesem Arbeitsgerät nur 3 Exemplare existieren. Hauptgründe dafür sind wohl die Schwerzügigkeit und das hohe Einsatzgewicht. Neben dem außergewöhnlichen Grubber fiel uns auch die Reifendruckregelanlage am Fendt auf. „Den zwei Jahre alten Schlepper mit jetzt 1.800 Betriebsstunden haben wir damals mit 300 Betriebsstunden und bereits installierter Reifendruckregelanlage gekauft“. Der Betrieb schätzt die positiven Effekte dieser Installation, die sich in Dieselverbrauch und verbesserter Zugkraftübertragung widerspiegeln.

Seit vielen Jahren wird auf dem Betrieb nachhaltig nach dem Prinzip der Mulchsaat bewirtschaftet. In den Hanglagen wirkt dies besonders der Bodenerosion entgegen. Zusätzlich wird seit letztem Herbst um fast jeden Schlag ein rund 20 Meter breiter Blühstreifen, bestehend aus unterschiedlichen Pflanzenarten, angelegt. Ziel dieser Maßnahme ist es, Brut und Rückzugsflächen zu schaffen und die Äcker in Richtung von Gewässern abzugrenzen.

Bevor wir uns verabschiedeten gab uns der Fahrer den Hinweis, dass wir uns unbedingt noch das Betriebsgelände ansehen sollten, welches sich fast in Sichtweite befindet. Was in diesem Zusammenhang ein ehemaliges Munitionslager der Engländer mit einer Biogasanlage und einem auf dem Sofa entspannenden Wildschwein zu tun hat, erfahrt ihr in der Fortsetzung…

Passendes Interview mit Herrn Busche über seine Kaufentscheidung zum Xerion lesen.

Mehr Fotos von diesem Einsatz findet ihr unter: [www.landtechnikvideos.de]

Vielen Dank an das Team des Lohnunternehmens Busche!

Zur Internetseite des Lohnunternehmens

Text: Jörn und Tammo Gläser
Bilder: Jörn Gläser

Lest weitere Geschichten in unseren Blogs:

Die 3. Generation des Claas Xerion

Vier Quadtracs zu Ostern!

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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 32 Jahre,
aus Wedemark
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Schlagwörter

ackern, agrarsani, busche, claas xerion, fendt vario, gülle, kongskilde, kotte, lohnunternehmen

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Kommentare

26.04.2010 22:15 815TMS
wärt ihr 2km weiter gefahren. hättet ihr bei mir auch betriebsbesichtigung machen können
26.04.2010 22:19 Agrarsani
815TMS schrieb:
wärt ihr 2km weiter gefahren. hättet ihr bei mir auch betriebsbesichtigung machen können

Kommen gerne mal vorbei. Kannst ja mal per Mail deinen Kontakt senden. Gruß
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