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Agrarsanis Landwirtschafts-Blo...

Spannende Themen aus der Landwirtschaft (88 Einträge)

Gülleselbstfahrer Catros Xerion 3800
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29.04.2010, 22.40 Uhr

Entscheidung: Gülleselbstfahrer

In unseren letzten beiden Berichten haben wir aus dem Schaumburger-Land berichtet. Zunächst haben wir uns den neuen Xerion 3800 des Lohnunternehmers Busche mit Kotte Gülletechnikaufbau angesehen und eine Menge über Technik und Pflanzenbau erfahren. Danach haben wir einen Rundgang über eine Biogasanlage gemacht, welche sich auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionslagers der Engländer befindet. Für den landwirtschaftlichen Ackerbaubetrieb übernimmt das Lohnunternehmen Busche aus Estorf zahlreiche Dienstleistungen auf der Straße und auch auf dem Acker.

Ich habe mich mit Herrn Busche über sein Unternehmen unterhalten. Besonders interessiert haben mich die Gründe, die Ihn zur Investition in den Claas Xerion bewogen haben.

Herr Busche, beschreiben Sie doch einmal kurz Ihr Unternehmen und Ihr Dienstleistungsangebot.

Das Lohnunternehmen Busche hat sich fast komplett auf die Ausbringung von Gülle und die Logistik rund herum spezialisiert. Zurzeit haben wir 5 Güllefässer in den Größen von 18 m³ bis 25 m³ sowie 4 Tanksattelauflieger. Wir beschäftigen 10 feste Mitarbeiter und bewirtschaften neben dem Lohnunternehmen einen Ackerbaubetrieb mit 140 Hektar.

Was gab Anlass für die Anschaffung des Selbstfahrers?

Zurzeit betreuen wir mit unserem Fuhrpark 6 Biogasanlagen mit Leistungen von 500 Kilowatt bis zu 1,4 Megawatt. Zwei weitere Anlagen sind in Planung. Zudem haben wir uns auch bei einer Kläranlage für die Klärschlammlogistik verpflichtet. Um weiterhin schlagkräftig und zuverlässig operieren zu können, musste ein neues Fass her. Unsere Kunden sprachen uns außerdem schon seit längerem auf Themen wie Stickstoffverluste durch die verzögerte Einarbeitung sowie die Bodenschonung an.

Warum die Claas Maschine?

Naja zunächst einmal haben wir einen sehr guten Kontakt zur Firma Kotte. Fast alle unsere gezogenen Fässer stammen aus deren Haus. Kurz vor der Agritechnica 2009 kam Kotte auf uns zu und stellte uns die neue, etwas kompaktere Lösung des Xerions mit Gülleaufbau, im Vergleich zur Schwanenhalslösung vor. Den Xerion haben wir von vornherein unter den Gülleselbstfahrern favorisiert, da wir die Maschine auch außerhalb des Gülleeinsatzes nutzen möchten.

Über welche alternative Nutzung haben Sie da nachgedacht, eine Häckselkette haben Sie ja nicht im Lohnbetrieb?

Richtig! Vor allem in den Arbeitsspitzen rund um die Maisernte laufen unsere Schlepper aber auch vor den Abfahrwagen eines Lohnunternehmers in der Nähe. Zusammen mit diesem Betrieb möchten wir dann auch den Xerion als Walzschlepper mit einem Schild auf dem Silo einsetzen. Möglicherweise auch mit dem halb gefüllten Gülleaufbau als Zusatzballast.

Mit welcher Jahresstundenleistung haben Sie den Selbstfahrer kalkuliert?

Für das erste Jahr versuchen wir, hauptsächlich durch das Gülleausbringen, auf eine Leistung von 600-700 Stunden zu kommen. Dies entspricht etwa 25.000 Kubikmetern ausgebrachter Gülle. In den Folgejahren möchten wir die Maschine auf bis zu 1.600 Stunden im Jahr auslasten.

1.600 Stunden sind doch schon eine Menge oder?

Nun ja einer unserer 930er Fendt bringt es auch auf 1.600 Stunden jährlich.

Warum haben Sie sich für den Anbau der Amazone Catros Kurzschreibenegge entschlossen?

Dieses Gerät hatten wir bereits auf dem Betrieb und es musste lediglich noch mit einem Verteilerkopf nachgerüstet werden. Demnächst wollen wir auch größere Scheiben für mehr „Tiefgang“ nachrüsten.

Herr Busche, Sie sprachen bereits das Thema Bodenschonung an. Warum ist der Xerion bei unserem dokumentierten Einsatz nicht im so genannten Hundegang gefahren?

Wir tüfteln mit der Firma Amazone zurzeit an einer aufgesattelten Lösung der Catros, da durch den starren Kraftheber unseres Xerions der Hundegang nicht möglich ist. Wir hätten den Xerion auch mit einem schwenkbaren Heckkraftheber bekommen können. Dieser könnte dann aber nur rund 3 Tonnen stemmen, was für unsere 6 Meter Catros nicht ausreicht.

Aufgrund der bisher wenigen Einsatzstunden in Ihrem Betrieb ist bisher ja noch nicht von Erfahrungswerten zu sprechen, wie lautet aber ihr erster Eindruck?

Viele andere Lohnunternehmen setzen den Claas ja bereits schon länger erfolgreich bei der Gülleausbringung ein. Ich denke, dass euch unser Fahrer bereits von der guten Wendigkeit der Maschine berichtet hat. Nach dem ersten Einsatztag haben wir rund 480 Liter Diesel verfahren und grob 35 Hektar bearbeitet. Dies entspricht etwa 700 Kubikmeter ausgebrachter Gülle. Damit bin ich zufrieden. Die Demontage der Gülletechnik haben wir selber noch nicht durchgeführt. Mit einem Teleskoplader und dank der Schnellkuppler soll es laut Kotte aber lediglich eine Stunde dauern. Dieser Umbau wird das erste Mal vor dem 1. Maiwochenende notwendig. Hier wollen wir den Xerion dann auf dem Trecker Treck in Möhlenhalenbeck als „Puller“ mitfahren lassen. Mal schauen wie er sich dort und im Alltagsgeschäft weiterhin so schlägt.

Herr Busche, ich danke Ihnen für das Interview und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg für Ihr Lohnunternehmen!

Zur Internetseite des Lohnunternehmens Busche

Text: Tammo Gläser
Bilder: Jörn Gläser

Zu den beiden passenden Berichten von Agrarsani:

Schlagkraft im Frühjahr

Explosive Mischung - Biogasanlage in ehemaligem Munitionslager

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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 32 Jahre,
aus Wedemark

Schlagwörter

amazone, busche, catros, lohnunternehmen

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