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Biogas-Tour durch Nordrhein-We...

Von Bonn nach Metelen, 27.4. bis 1.5.201 (16 Einträge)

Blühstreifen-Velo Aussaat Schild
283 mal angesehen
01.05.2010, 10.08 Uhr

Blühstreifen werden in NRW gefördert

Liebes Biogas-Freunde,

der Anbau von Energiepflanzen, vor allem von Mais, auf landwirtschaftlichen Nutzflächen steht zunehmend in der Kritik. Für die Akzeptanz und Vermittelbarkeit der Biogasnutzung ist der Erhalt der biologischen Vielfalt eine wichtiges Thema. Vielerorts bildern sich Bürgerinitiativen, um gegen Biogasanlagen zu protestieren oder sie zu verhindern. Klar ist, dass sich die Biogasbranche (sowie die gesamte Landwirtschaft) mit dieser Kritik auseinander setzen muss.

Allerdings wird man in den kommenden Jahren nicht auf den Anbau von Mais verzichten können, da diese Pflanze sehr effizient ist und hohe Energieerträge liefert.

Nun hat der Fachverband Biogas das Projekt „Farbe ins Feld“ (FiF) gestartet. Auf einem Energiepflanzenfeld nahe Gronau wurde gestern ein drei Meter breiter Blühstreifen am Feldrand ausgesät. Claudius da Costa Gomez vom Fachverband: „Die Bürger sollen Energiepflanzenfelder positiv wahrnehmen.“ Biogas ist ein sympathischer Energieträger, der Häuser mit umweltfreundlicher Energie versorgt. Über die Aktion "Farbe ins Feld" sollen in ganz Deutschland ökologische und gut sichtbare Blühstreifen verbreitet werden.

Bei der Pressekonferenz begrüßte Thomas Graner vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) die Initiative des Fachverbandes. Allerdings dürfe das FiF-Projekt dürfe nicht als kosmetische Maßnahme verstanden werden, so Graner. Weitere sinnvolle Maßnahmen sind die Anlage von Hecken, die Erweiterung der Fruchtfolge sowie die Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln.

Interessant sind die Fördermöglichkeiten für Blühstreifen. Dr. Rainer Joosten vom NRW-Umweltministerium erläuterte die Förderung in NRW: "Der Landwirt erhält für einen Hektar Blühstreifen jährlich 950 Euro vom Land. Landwirte können die Fördergelder bei den zuständigen Landwirtschaftsämtern beantragen."

Henning Gottschalk (Präsidium Fachverbandes Biogas) sieht Alternativen zum Maisanbau: „In zehn Jahren spielt Mais bei den Energiepflanzen nicht mehr die Hauptrolle. Stattdessen werden wir Zuckerrüben, Hirsearten und die Durchwachsene Silphie anbauen.“ Die Anlage von Blühstreifen wird in der Landwirtschaft immer attraktiver, sagte Gottschalk.

Gute Pressekonferenz, tolle Aussaat-Aktion - kurz bevor der Regen kam.

Herzliche Grüße

Euer Tourteam



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biogastour

biogastour

Alter: 48 Jahre,
aus Berlin
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Kommentare

01.05.2010 10:53 StefanS
Wenn man schon das 3. Bild sieht langt man sich an den Kopf.

"Dieses Feld liefert Energie und schützt die Umwelt"

Womöglich noch mit dem Hinweis das die ganze geschichte CO2 neutral ist, und wo steht wieviel CO2 bei dem Transport auf pervers langen Transportwegen ausgestoßen wird.

" Man wird in den kommenden Jahren nicht auf den Anbau dieser Pflanze verzichten können"

Was zu beweisen wäre....

Die nächsten zwanzig Jahre, eher noch länger, wird man um Atomstrom nicht herumkommen, auch wenn man sich noch so tolle gegenargumente ausdenkt.Und dann rückt hoffentlich die Kernfussion in greifbare nähe....

Das sind dinge auf die man nicht wird verzichten können, weil ganz einfach auch die Effiziens stimmt, aber zu schreiben man wird in der Energiegewinnung nicht auf den Anbau von Mais verzichten können, eieieiei kann man da nur sagen.

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