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Biogas-Tour durch Nordrhein-We...

Von Bonn nach Metelen, 27.4. bis 1.5.201 (16 Einträge)

FH Plenum FH Steinfurt Röring FH Steinfurt Gomez
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03.05.2010, 10.47 Uhr

Debatte über Biogas in Veredlungsregionen

Liebe Tour-Freunde,

über die Diskussionsveranstaltung an der FH Münster in Steinfurt haben wir noch nichts geschrieben - und das soll nun nachgeholt werden.

Eingeladen hatten der Fachverband Biogas e.V., die Firma PlanET Biogastechnik GmbH und die Fachhochschule. Das Thema „Biogas in Veredelungsregionen sinnvoll integrieren“ war sicher ein Grund für die fast vollen Ränge im Vorlesungssaal.

Auf der Fachveranstaltung „Biogas in Veredelungsregionen sinnvoll integrieren“ diskutierten die Verbandsvertreter Dr. Claudius da Costa Gomez und Bastian Olzem mit MdB Johannes Röring (CDU, selbst Biogasanlagenbetreiber), Prof. Dr. Christof Wetter sowie Hendrik Becker (Geschäftsführer PlanET).

Zu Beginn zeigte Prof. Christof Wetter (Dekan des Fachbereichs Energie, Gebäude, Umwelt der FH Münster), dass es im Kreis Steinfurt noch Potenzial für neue Biogasanlagen gibt. Achillesferse des weiteren Ausbaus sind die vorhandenen Nährstoffmengen aus der Tierhaltung, so Prof. Wetter. Gerade Hierfür kleinere Hof-Biogasanlagen (50 kW), die im wesentlichen mit der anfallenden Gülle betrieben werden, wären hier geeignet, erklärte Hendrik Becker von der Fa. PlanET. Über die Güllevergärung können die klimaschädlichen Emissionen, die sonst bei der Ausbringung von Gülle entstehen, stark gesenkt werden. „Würden wir 80 Prozent der Güllemenge in Deutschland in Biogasanlagen vergären, könnten rund 6,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden“, betonte Bastian Olzem.

Landwirtschaftsexperte MdB Johannes Röring (CDU) sieht den Güllebonus im Erneuerbaren-Energien-Gesetz positiv. Für ihn ist er ein echter Emissionsminderungsbonus. Röring würde den Mindestanteil der zu vergärenden Güllemenge von heute 30 auf mindestens 50 Prozent erhöhen. Um die Debatte über die Konkurrenz zwischen klassischer Agrarproduktion und Biogaserzeugung zu verhindern, empfahl er die Effizienzsteigerung der Biogasproduktion: „Wir müssen vor allem beim Anbau der Energiepflanzen auf dem Acker effizienter werden“, sagte MdB Röring. „In Veredlungsregionen wie bei uns muss Biogas Probleme lösen und nicht neue schaffen.“

Verbands-Geschäftsführer Claudius da Costa Gomez forderte den Politiker zu einem eindeutigen Bekenntnis pro Biogas auf: „Als einer der wenigen Biogasanlagenbetreiber im Bundestag müssen Sie sich dafür einsetzen, dass unsere Landwirte Geld mit Biogas verdienen können und die Wertschöpfung hier nicht verloren geht.“ Schon heute ist Biogas ein wichtiges Standbein für die Landwirtschaft. Zudem stärkt es die regionale Wirtschaft und schafft jährlich fast 2.000 neue Arbeitsplätze.

Nach zweieinhalb Stunden mit Vorträgen und Diskussionen lud der Fachverband zu Würstchen, Salaten, Bier und Cola auf den Innenhof der Fachhochschule. Erst gegen 23.00 Uhr rollte das Velomobil nach Hause.

Herzliche Grüße vom Tourteam


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biogastour

biogastour

Alter: 48 Jahre,
aus Berlin
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