Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Brand Schäden Schäden Solaranlage
744 mal angesehen
05.07.2010, 10.23 Uhr

Anlagen richtig absichern - Schutzmaßnahmen

Viele landwirtschaftliche Betriebe steigen in Erneuerbare Energien ein. Ganz gleich, ob in Windkraft, Biogas oder Photovoltaik investiert wird, die Banken fordern bei der Kreditvergabe in der Regel ein solides Versicherungs-Konzept. Die Absicherung der sachlichen und geschäftlichen Risiken liegt aber auch im eigenen Interesse des Unternehmers.

Ist das Projekt ausreichend abgesichert, wirkt sich das positiv auf die Zahlungsfähigkeit des Unternehmers bei einem Schaden aus. Deshalb bewertet die finanzierende Bank einen sinnvollen Versicherungsschutz positiv.

Risiken, die für das Unternehmen existenzbedrohend sind, sollten deshalb an Versicherungen weitergegeben werden. Bei diesem so genannten Risikotransfer gibt es einige Dinge zu beachten. Im ersten Schritt sollte sich der Investor an einen Versicherungsmakler oder -berater wenden. Mit ihm ist zu klären, wie die Zusammenarbeit mit in Zukunft aussehen soll.

Berater haftet für seine Empfehlungen


Ein Makler oder Berater ist per Gesetz verpflichtet, eine vollständige Risikoanalyse und Beratung durchzuführen. Für Beratungsfehler muss er haften. Ausführliche Gespräche über mögliche Risiken sind deshalb wesentlich für eine gute Kundenbetreuung. Auch bei der Schadenabwicklung wird ein seriöser Makler immer an der Seite seines Kunden stehen und mit ihm die nächsten Schritte planen. Es kommt immer wieder vor, dass unwahrscheinlich erscheinende Risiken nicht mitversichert werden.

Diese Risiken können sich später trotzdem verwirklichen und zu einem großen wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen führen. Deshalb ist es wichtig, sich von einem Experten mit reichlich Schadenerfahrung beraten zu lassen. Hier eignen sich vor allem Versicherungsmakler oder Versicherungsberater auf Honorarbasis. Schon in der Planungsphase sollten die Bauherren professionelle Beratung für ein stimmiges Versicherungs-Konzept in Anspruch nehmen. Nur in den seltensten Fällen erhält der Landwirt beispielsweise Einblick in die Verträge der Anlagen-Errichter. So kann es zu Abgrenzungsproblemen zwischen den bestehenden Versicherungen der Auftragnehmer kommen.

Rechtzeitig absichern

Deshalb sollte eine Montage- sowie eine Bauleistungsversicherung abgeschlossen werden, in der alle am Bau beteiligten Firmen und auch der Landwirt als Bauherr mit seinen Eigenleistungen abgesichert sind. Darüber hinaus trägt der Bauherr das Risiko von Schadenersatzansprüchen Dritter, die durch die schuldhafte Verletzung der Verkehrssicherungspflicht, die beim Bauherrn liegt, entstehen.

Dies ist auch der Fall, wenn ein Bauunternehmer mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt wurde. Hierfür empfiehlt sich der frühzeitige Abschluss einer Bauherren-Haftpflichtversicherung inklusive Umwelthaftpflicht- und Umweltschadenversicherung. Die Haftpflichtversicherung erfüllt nicht nur berechtigte Schadenersatzansprüche, sondern wehrt auch unberechtigte Ansprüche ab - notfalls auf gerichtlichem Wege. Oft ist die Abgrenzung von Haftungsrisiken nicht von vornherein klar. Die Frage, wer für Schäden haftet, hängt bei einer Biogasanlage von vielen Dingen ab, wie beispielsweise, ob sich Leitungen auf dem eigenen oder einem fremden Grundstück befinden und wem diese gehören.

Landwirt als Energieversorger haftet für Lieferausfall

Falls verschiedene Firmen gegründet wurden, sollte auch darüber mit dem Makler gesprochen werden. Dies ist im Schadenfall entscheidend für Haftungsfragen zwischen den Firmen und muss auf jeden Fall bei der Gestaltung des Versicherungsschutzes berücksichtigt werden. Sonst können im Schadenfall Ansprüche der Firmen untereinander ausgeschlossen sein und zu großen Lücken im Versicherungsschutz führen. Der Berater sollte außerdem wissen, ob der Landwirt als Betreiber oder in anderer Funktion auftritt und ob er Strom oder Wärme an Dritte liefert. Die Wärmelieferung an Dritte kann dazu führen, dass der Landwirt als Energieversorger auftritt und damit für einen Lieferausfall haftet. Bei der Ersatzversorgung entstehen meist Mehrkosten, die das Versicherungs-Konzept abdecken sollte. Außerdem sollte der Bauherr immer nach der Höhe der Haftungsbegrenzungen fragen.

Den kompletten Bericht könnt ihr auf der Onlineseite der joule-online.de nachlesen: [www.joule-online.de]
offline

Geschrieben von

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Zum Seitenanfang