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200 Jahre Wochenblatt

Neues aus dem Wochenblatt zum Jubiläum (25 Einträge)

BLW
114 mal angesehen
09.07.2010, 09.50 Uhr

Schulterschluss

Der Deutsche Bauerntag in Berlin stand ganz im Zeichen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013. Wie geht es weiter? Das ist die entscheidende Frage, die Landwirte, Funktionäre und Politiker derzeit umtreibt. Wieviel Geld wird es zukünftig geben, wie wird es verteilt, drohen weitere Auflagen? Fragen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verbindlich beantwortet werden können.

Ablesbar sind aber Tendenzen, und die stimmen zuversichtlich. Wenn der EUHaushaltskommissar Janusz Lewandowski im Vorfeld des Bauerntags sagt, er habe gute Hoffnung, den Agrarhaushalt auch in naher Zukunft in voller Höhe halten zu können. Sehr gut! Wenn Agrarkommissar Dacian Ciolos beim Bauerntag in Berlin erklärt, er wolle ein starkes Zwei-Säulen-Modell und die Direktzahlungen seien keine Beihilfen, sondern lediglich der gerechte Lohn. Respekt! Und wenn Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in aller Öffentlichkeit auf dem Bauerntag zu DBV-Präsident Gerd Sonnleitner sagt: „Wir wissen schon, was wir aneinander haben“, ist das gut so.

Geschlossenheit und eine einheitliche Linie sind am Vorabend der GAPVerhandlungen für die deutsche und bayerische Landwirtschaft wichtiger denn je. Schulter an Schulter, sodass kein Blatt und erst recht keine fremde Scheckkarte zum Geld abheben aus anderen Ressorts dazwischen passt, das ist die richtige Devise. Denn beim Kampf um die Agrargelder gibt es viele Widersacher. Aus fast allen Richtungen! Selbst die 27 Agrarminister der Mitgliedstaaten sind kaum unter einen Hut zu bringen. Man denke da nur an die neuen Mitgliedstaaten, die eine Angleichung ihrer Direktzahlungen wollen. Vor allem außerhalb der Landwirtschaft gibt es zahlreiche Stimmen, die das System der Ausgleichszahlungen torpedieren. Es entstehen Druckblasen mit teils utopischen Forderungen. Das muss mit sachlichen Argumenten entzaubert werden. Argumente für eine starke GAP gibt es nun wirklich genug.

Sie liegen auf der Hand, in ihrem Stall und auf ihren Äckern. Und wer könnte diese Argumente glaubwürdiger vertreten als die Landwirte und
der Berufsstand selbst. Die Stimmung in der Landwirtschaft ist durch die Entwicklungen auf den Märkten wieder besser geworden. Das hat man auch beim Bauerntag gespürt. Euphorisch war die Stimmung nicht. Denn dafür steht in naher Zukunft zu viel auf dem Spiel.


Rainer Königer, Redaktion BLW
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