Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
UploadForenFotosFotoalbenBlogsTermineMitglieder

200 Jahre Wochenblatt

Neues aus dem Wochenblatt zum Jubiläum (25 Einträge)

BLW
113 mal angesehen
06.08.2010, 09.51 Uhr

Verständnis

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Der Richtigkeit dieser alten Spruchweisheit werden wir uns hier in der Redaktion dieses Jahr mit
dem 200-jährigen Wochenblatt-Jubiläum immer wieder bewusst. Wenn wir neben dem Tagesgeschäft, bei dem es um die Berichterstattung aus
dem Hier und Jetzt geht, bei dem wir nach den neuesten Trends auf dem weiten Feld der Landwirtschaft suchen, dann wieder in den alten Wochenblatt-Bänden nach den wichtigen Themen vergangener Jahrzehnte suchen, dann werden wir mit der Nase darauf gestoßen, was der Bauernstand in den letzten beiden Jahrhunderten für eine stürmische Entwicklung durchgemacht hat.

Unsere heutige BLW-Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema Tierzucht und Tierhaltung in den letzten beiden Jahrhunderten. Es wird schnell klar, dass Tierzucht zwar viel Liebe zum Tier braucht, allerdings keine Liebhaberei ist, sondern ein, ja man kann durchaus sagen, knallhartes Geschäft ist, denn es geht da um das wirtschaftliche Überleben der Betriebe. Die durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert losgetretene Landflucht hatte ganz massive Auswirkungen auch auf Tierzucht und -haltung.
Es war mehr Leistung gefragt in Milch und Fleisch, die Arbeitskräfte wanderten in die Städte ab. Es setzte die Mechanisierung ein und im 20. Jahrhundert gab es dann sozusagen den großen Knall, als die tierische Arbeitskraft durch Maschinenkraft ersetzt wurde: Pferde, Ochsen und Kühe wurden endgültig aus den Spanndiensten entlassen. Dementsprechend änderten sich die Zuchtrichtungen, die Tiere wurden und werden den Bedürfnissen des Marktes entsprechend geformt, oder müssen wie etwa Pferd und Schaf den „Arbeitsplatz“ ganz wechseln hin in Richtung „Freizeitgerät“ oder eben Landschaftspflege.

Dass der Markt so durchschlagend wirkt, liegt ganz einfach daran, dass der Bauernhof kein Spielplatz für irgendwelche Träumereien ist, sondern ein Arbeitsplatz, richtiger noch ein Unternehmen, das sich tragen muss, das Gewinn erwirtschaften muss, und das hoffentlich in einem mindestens ebenso guten, wenn nicht besseren Zustand an die nächste Generation weitergegeben werden kann. Und so wird es entsprechend den Zeitläufen auch weiterhin in rasantem Tempo weitergehen: Fütterungs- und Melkroboter, genomische Selektion oder Samensexing mögen dafür als Beispiele genannt sein.


Johannes Urban, Redaktion BLW
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Anzeige
Zum Seitenanfang