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Agrarsanis Landwirtschafts-Blo...

Spannende Themen aus der Landwirtschaft (88 Einträge)

John Deere Ballenpressen John Deere Ballenpressen John Deere Ballenpressen
930 mal angesehen
07.08.2010, 21.53 Uhr

John Deere im Schleudergang

Text: Sascha Jussen

In einem meiner früheren Blogs (siehe "Hirsche vor der Kamera") hatte ich berichtet, dass ich eigentlich keine Präferenz für eine besondere Marke habe. Das hat sich in den letzten Wochen allerdings ein wenig geändert, denn gelb-grüne Landmaschinen bereiteten mir auf meinen Ackertouren in drei Ländern (Deutschland, Belgien, England) so viele besondere Erlebnisse, dass ich die Marke John Deere nun für mich noch einmal ganz neu entdeckt habe. Dieser und einige weitere Blogs von mir in den nächsten Wochen werden also ganz im Zeichen von gelb-grün stehen. Hier der erste kleine Bericht dieser Art:

Die Region Hennegau in Mittelbelgien ist eine der landwirtschaftlich am intensivsten genutzten und vielfältigsten Gebiete des Landes: Während im Tiefland Flanderns und in den Ardenner Bergen der Wallonie vor allem Wiesen und Maisfelder das Bild bestimmen, werden auf den Lössgebieten der Zentralregionen vor allem Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gemüse und Leinen angebaut. Aus diesem Grund legte ich auf meiner Fahrt zu einem Kurzurlaub in England im Juli einen kleinen Umweg abseits der Autobahn durch das Hennegau ein. Leider hatte es an den Vortagen geregnet, so dass an diesem Sonntag Nachmittag kaum Aktivität auf den Feldern zu sehen war.

Doch dann traf ich auf ein Feld, auf dem zwei John Deere Traktoren (ein 3140 und ein 3650) mit John Deere Hochdruckballenpressen vom Typ 369 mit der Verarbeitung von Gerstenstroh beschäftigt waren. Das besonders Interessante daran: Beide Ballenpressen vom Typ John Deere waren mit so genannten Ballenschleudern ausgerüstet. Dabei handelt es sich um zwei schnell laufende Gummibänder am Ende des Presskanals. Diese beschleunigen die Ballen nach Fertigstellung auf genau die Geschwindigkeit, so dass sie im richtigen Winkel in einem Gitterwagen landen, der an die Ballenpresse angekoppelt ist. Ein nicht sehr platzsparendes Verfahren, da sich die Ballen bei der unsanften Landung im Gitterwagen kreuz und quer im Laderaum verteilen.

Doch Landwirt Jaques Juprelle nutzt diese Methode schon seit zwei Jahrzehnten und ist sehr zufrieden damit: "Wenn es darauf ankommt, das Stroh schnell vor dem nächsten Regen in die Scheune zu bringen, ist die Ballenschleuder unschlagbar", findet der Besitzer von rund 80 Hektar Ackerland, 10 Hektar Gras- und Weideland sowie von 40 Milchkühen. Im Gegensatz zu Großquader- und Rundballen würden die Strohpacken direkt nach dem Pressen vom Feld geholt. "In der Scheune auf unserem Hof können wir die Anhänger dann in Ruhe per Förderband ausladen und per Hand stapeln, selbst wenn es inzwischen wieder regnen sollte, erklärt mir der Landwirt weiter. Für einen Betrieb seiner Größenordnung würde sich die Anschaffung einer Großballenpresse nicht lohnen, meint Jaques Juprelle.

Noch mehr John Deere Traktoren erlebte ich dann schon zwei Tage später in England bei Einsätzen ganz anderer Art. Davon wird mein nächster Blog-Beitrag berichten.

Text: Sascha Jussen
Bilder: Sascha Jussen

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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 31 Jahre,
aus Wedemark
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Schlagwörter

agrarsani, belgien, jussen, landtechnik, schleuder, stroh, strohpressen, traktoren

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Kommentare

08.08.2010 12:08 Echinacea83
Dass ein Betrieb dieser Größenordnung diese Kleinballen macht, verwundert mich... ist doch viel Handarbeit dabei.
Ein Landwirt aus meiner Gegend hat auch so eine Ballenpresse mit Schleuder. Vorteil ist halt, dass man beim Pressen keine weitere Arbeitskraft braucht.
09.08.2010 11:25 Heiliger_Antonius
Was ist das besondere an einer Presse mit Ballenschleuder ?
09.08.2010 12:40 1000er
Beim JD Original wie im Bild, sind keine Wurfbänder montiert, sondern dort wir der Ballen mittels eines Wurftellers/Platte auf den Wagen befördert.
16.08.2010 17:38 simiblau
sehr schöner Beitrag, sehr schön auch der alte John Deere Trecker!
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