Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
UploadForenFotosFotoalbenBlogsTermineMitglieder

200 Jahre Wochenblatt

Neues aus dem Wochenblatt zum Jubiläum (25 Einträge)

BLW
95 mal angesehen
20.08.2010, 10.21 Uhr

Prost!

Golden bricht sich das Sonnenlicht in der frischen Maß, würzige Rauchfahnen ziehen vom Hendlstand herüber und auf dem Grill bruzzeln die herrlich duftenden Bratwürste und Steaks. Die Luft ist erfüllt von Stimmengewirr, die Musik spielt einen Tusch um den anderen, bunte Fahnen fl attern im warmen Sommerwind – kurz: Es ist Volksfestzeit, ob nun Allgäuer Festwoche, Straubinger Gäubodenfest oder das Karpfhamer Fest mit Rottalschau, überall in Bayern wird gefeiert – für die Bauern natürlich erst, wenn endlich das Getreide vom Halm ist.

So ein Festbesuch dient neben dem Genuss einer zünftigen Brotzeit auch dem Informationsaustausch auf dem Ausstellungsgelände und natürlich trifft man bei solchen Gelegenheiten einen Haufen Bekannte und erfährt so das Neueste aus dem Gäu – also eine runde Angelegenheit.

Diese fröhlichen Anlässe sollten wir uns nicht nehmen, nicht verdrießen lassen, denn das Leben an sich ist ernst genug und die Sorgen des Alltags holen manchen schneller ein als gedacht. Deswegen können wir eines gar nicht gebrauchen und das sind ewig besserwisserische Miesmacher, die gerade jetzt wieder verstärkt gegen die bäuerliche Landwirtschaft zu Felde ziehen und unbeleckt jeder Fachkenntnis die bäuerliche Landwirtschaft diskreditieren, wo es nur gerade geht.

Beliebte Begriffe sind da etwa „Massentierhaltung“ oder „Fließbandproduktion“. Die Selbstgerechtigkeit dieser Leute macht vor nichts mehr Halt, wie es etwa der Brandanschlag auf einen neuen Hähnchenmaststall im Landkreis Harburg in Niedersachsen gezeigt hat. Dass gerade die modernen Ställe auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Tier-, Umweltund Verbraucherschutz basieren, das interessiert diese „Tierschützer“ eigentlich gar nicht, wichtig ist ein hoher Aufmerksamkeitsgrad, und den erreicht man halt oft am besten durch „unappetitliche“, ja sogar kriminelle Aktionen. Dass damit das Eigentumsrecht mit Füßen getreten wird, das stört offenbar immer weniger.

Zurück zum Grillhendl. Das liegt im Verbrauchertrend, das ist ok, denn es muss nicht jeden Tag Schweinenacken sein. Fleisch an sich sollte schon sein, nur eben alles mit Maß und Ziel. Also beißen wir noch ein Stück von der Brezen, greifen zu Bratwurst oder Hähnchenkeule, nehmen einen kräftigen Schluck von der Maß und schwoam ma’s owe – Prost.
offline

Geschrieben von

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Zum Seitenanfang