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200 Jahre Wochenblatt

Neues aus dem Wochenblatt zum Jubiläum (25 Einträge)

BLW
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17.09.2010, 10.20 Uhr

Verwerten

Die Konkurrenz der Milchvieh und Schweine haltenden Betriebe mit den „Biogaserern“ um die Silomaisflächen ist in der innerlandwirtschaftlichen Diskussion ein Dauerbrenner. Heuer allerdings kommt beim Thema Biogas ein
Aspekt hinzu, der gerade in dieser Ernteperiode schon einen gewissen Charme hat. Gibt es doch, bedingt durch extreme Wetterverhältnisse, heuer Futterweizen, den keine Sau mehr fressen kann, gerade genug. Früher hätte man dieses Auswuchsgetreide einfach auf den Mist werfen müssen – heute kann man es über den „Bauch“ einer Biogasanlage verwerten, und bekommt auch noch Geld dafür. Mit 8 bis 10 €/dt ist man da gut bedient. Allerdings tut das auch weh, wenn man auf den aktuellen Preis von Qualitätsweizen schielt. Für Auswuchsweizen jedenfalls ist Biogas die ideale Marktbereinigung, denn diese Ware taucht so nie mehr auf. Auf der anderen Seite ist dies auch wieder ein kleiner Hinweis darauf, dass Biogasanlagen anfangs eigentlich schon mehr in Richtung "Abfallbeseitigung“, sprich Verwertung von Gülle und Mist gedacht waren, bis dann ein überzogener Nawaro-Bonus die Sache in eine andere Richtung gelenkt hat. Zwar wurde von politischer Seite an diesen Schrauben schon gedreht, aber ein bisserl was tät’ schon noch gehen.

Noch mal zum Silomais. Da wird wohl noch etwas gewartet mit dem häckseln, die Sommerdelle soll noch ausgebügelt werden. Jedenfalls schadet es nichts, sich jetzt schon mal gedanklich auf diese Erntearbeit einzustellen, um so gerne wiederkehrende Probleme auszuschließen wie zum Beispiel das Erwärmen der Silage aufgrund mangelhaften Verdichtens. Dies kann leicht auftreten, wenn die Silage zu trocken ist.
Da führt dann am Einsatz von Siliermitteln der Wirkungsgruppe 2 kein Weg vorbei, sonst schlagen die Silierprobleme auf die Gesundheit der Kühe durch.
Und weil es so selten ist: Noch ein Wort in Sachen Bürokratie und einer ausnahmsweise positiven Entwicklung. Da bringt eine von den bayerischen Wildhaltern angeregte Änderung der Hygieneverordnung Erleichterungen für die Farmwildhalter beim Schlachten ihrer Tiere.
Dies gilt für Gehege mit bis zu 50 Stück Jahresproduktion. Umso härter trifft St. Bürokratius die Schweinehalter, denn die müssen nächstes Jahr einen umfangreichen Emissionsbericht liefern.

Johannes Urban, Redaktion BLW
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