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200 Jahre Wochenblatt

Neues aus dem Wochenblatt zum Jubiläum (25 Einträge)

BLW
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24.09.2010, 08.37 Uhr

Partnerschaft

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, das gilt ganz besonders für den Holzmarkt. Wie schnell sich das Blatt wenden kann, das hat sich Ende 2006 gezeigt, als die Preise für das Leitsortiment bei Fichte an den 100 € kratzten. Der Sturm „Kyrill“ hat den Höhenflug im Januar 2007 jäh beendet.
Die Wirtschaftskrise hat den Abwärtstrend weiter beflügelt. Die Waldbauern haben richtig darauf reagiert, sie haben marktgerecht ihr Angebot der Nachfrage angepasst, oder einfach ausgedrückt, sie haben weniger Holz eingeschlagen.
Die Zurückhaltung hat sich ausgezahlt, aber es war viel Geduld notwendig, um den Holzpreis wieder nach oben zu bringen: Knapp 100 €/fm werden derzeit für Fichte L2b, B/C geboten.
Wenn man den Holzabnehmern Glauben schenkt, dann ist das das Ende der Fahnenstange. Es gibt eine Reihe von Fakten, die die Aussagen der Säger untermauern, und viele Waldbauern sind sicher geneigt, den jetzt wieder häufig zu hörenden Appellen an die Partnerschaft Gehör zu schenken. Das darf aber nicht wieder zu einer Trendwende führen. Das derzeitige Marktniveau absichern muss das Ziel sein, und dabei dürfen auch die Holzabnehmer die vielzitierte Partnerschaft nicht wieder in die Schublade packen.

Partnerschaft ist auch das Stichwort bei der Holzabsatzwerbung. Die dafür benötigten Mittel müssen freiwillig von der gesamten Branche bereitgestellt werden. Aber wenn das Geld vor Ort eingesammelt wird, dann sollten die damit finanzierten Maßnahmen auch vor Ort sichtbar und wirksam werden.
Unter diesen Voraussetzungen kann man guten Gewissens empfehlen, in den Wald zu gehen, um die Bestände zu pflegen, um die Verjüngung einzuleiten oder dem Jungbestand durch Entnahme des Schirmes Licht und Luft zu verschaffen.
Das geflügelte Wort „nach dem Sturm ist vor dem Sturm“ kramen wir nicht gerne hervor. Aber es macht Sinn, das Risiko so weit wie möglich zu senken. Vor allem dann, wenn es dabei gelingt, dass sich ein großer Teil des Kapitals weiter im Wald verzinst, ein Teil davon aber auch auf der Bank.

Noch einmal: Derzeit sind die Voraussetzungen gut, im Wald zu arbeiten. Egal aber, was Sie dort machen, ein Grundsatz gilt nach wie vor: Erst das
Holz verkaufen, dann mit dem Einschlag beginnen – trotz aller Appelle an die und trotz aller Beteuerungen der Partnerschaft.

Sepp Kellerer, Redaktion BLW
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