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Agrarsanis Landtechnik - Blog

Ständig neue Technik... (71 Einträge)

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20.10.2010, 01.16 Uhr

Landmaschinenkurs Schönbrunn 2010 – Tag 2

Text: Jörn Gläser

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Beginnt bei Tag 1.

Nach einem reichhaltigen Frühstück treffen wir uns 8 Uhr mit Franz Reiter und Monika Massaquoi in Halle 4. Wir teilten die 15 Teilnehmer starke Gruppe in zwei kleinere Gruppen auf und begannen so jeweils bei einem Dozenten die verschiedenen Unterrichtsthemen. Vormittags sollte es mit Franz Reiter nach einer kurzen Einweisung, an das praktische Fahren gehen. Untergestellt in der Halle 4 waren drei aktuelle Schlepper Modelle. Ein Fendt Vario TMS 415, ein Claas Arion 510 und ein Case IH JXU 105. So wie diese Schlepper sind nahezu alle Maschinen, die für Lehrgänge, Kurse und Schulungen an der Landmaschinenschule genutzt werden, von Landmaschinenherstellern zur Verfügung gestellt.

Anhand mehrerer Schnittmodelle stellte uns Franz Reiter die unterschiedlichen Getriebetypen vor. Angefangen bei dem „normalen“ Schubradgetriebe, dass aufgrund der einfachen Bauweise vergleichsweise den höchsten Wirkungsgrad von etwa 85 Prozent erzielt. Als nächstes begaben wir uns zu einem Schnittmodell eines Lastschaltgetriebes. Dies ermöglicht ohne die Betätigung der Kupplung die Lastschaltstufen zu schalten. Jede einzelne Stufe wird hierbei durch einzelne Lamellenkupplungen eingekuppelt. Als drittes beschäftigten wir uns mit dem Stufenlosengetriebe. Hierzu konnten wir die mechanisch/hydraulische Leistungsverzweigung an einem Schnittmodells eins Fendt Vario bei der Arbeit direkt beobachten. Vom Variogetriebe wird der Kraftfluss vom Motor in einem Planetensatz in einen hydraulischen und einen mechanischen Teil aufgeteilt.

Damit wir die verschiedenen Getriebemodelle auch einmal selbst ausprobieren konnten, sind wir dann nach kurzer Einweisung auf dem Gelände des Agrarbildungszentrums frei herumgefahren und haben eigene Erfahrungen gesammelt. Für einige Kommilitonen waren dies die ersten Fahrerfahrungen mit landwirtschaftlichen Geräten, umso größer war deshalb auch der anfängliche Respekt vor der Technik. Dank der kleinen Gruppe brauchte keiner von uns unmotorisiert warten, sondern waren alle stets auf Achse. Teilnehmer die bereits mit Schleppererfahrung zum Kurs kamen, konnten anderen helfen und Tipps geben. So war auch das abschließende Einparken in die Maschinenhalle für die Neulinge kein Problem.

Noch vor dem Mittag haben wir dann die Gruppen getauscht um auch bei Manuela weitere Schleppererfahrungen sammeln können. Ein Fendt Geräteträger 380 mit Frontlader stand hierbei zum Stapeln von Europaletten auf einen bereitstehenden Hänger zur Verfügung. Zudem wurde an zwei weiteren Stationen das Rückwärtsfahren mit Hänger und Güllefass geübt. Der John Deere 6400 vom Vortag mit Zwei-Achshänger stellte einige Studentinnen vor die größten Herausforderungen. Beim Absteigen hörte man hier und da ein stilles Fluchen auf den neuen Fliegel Dreiseitenkipper, der nun aber wirklich nicht für den Unmut der Kursteilnehmer verantwortlich war. Für viele verbesserte sich dann aber die Stimmung wieder als sie mit dem Steyr 375 Kompakt ein kleines Güllefass rückwärts durch einen Parcours schoben.

Nach der Mittagspause ging es in der Gruppenaufteilung weiter. Bei Max Pauli lernten wir die Hydraulik eines Schlepper näher kenne. Zu dritt bzw. zu viert machten wir uns mit den Gebrauchsanweisungen für einen Case IH CVX 175 und einen Deutz K 610 bewaffnet auf eine kleine Schlepper-Schnitzeljagd. Wir trugen Informationen über den Aufbau und Umfang der Hydraulikanlage der Schlepper zusammen und notierten diese für den späteren Abgleich mit Max Pauli. Im Anschluss sprach Pauli anhand eines Modells die Bedienung und den Aufbau der Regelhydraulik kurz an. Diese war uns aber noch allen aus der Landtechnikvorlesung des vergangenen Semesters präsent und so konnten wir schnell zum nächsten Thema übergehen, dem Frontlader. Diejenigen unter uns, die sich bei den praktischen Tätigkeiten bisher etwas zurückgehalten haben hat Pauli dann etwas mehr gefordert. Nachdem der Frontlader mit allen Hydraulikanschlüssen angebaut war, wurde es noch eine Nummer „größer“. Ein nagelneuer Brantner Kipper mit einem Ladevolumen von 33 m³ wurde zunächst an den CVX 175 per Kugelkopf-Kupplung angehängt. Bei der Wahl der Hydraulikanschlüsse aber auch der Bremsleitungen hielt sich Pauli dann vollends raus, denn das hatten wir vorab gelernt und sollten es nun selbst vornehmen. Alles klappte in Teamwork sehr gut und nach Test aller Funktionen des Kippers musste die schwer zu überblickende 10 Meter Abschiebemulde auch wieder auf seinen Platz in der Maschinehalle. Diese Aufgabe sollte Dani übernehmen, die nach wenigen Stunden auch als Schlepper-Neuling mit dem CVX recht gut klar kam. Etwas unsicher manövrierte sie das Gefährt dennoch geschickt an den gewünschten Platz.

Dann war Feierabend für heute und nach dem Abendbrot stand dann erneut ein geselliger Abend mit allen Teilnehmern an.

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Text: Jörn Gläser
Bilder: Jörn Gläser
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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 32 Jahre,
aus Wedemark
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agrarsani, landmaschinen, landshut, schönbrunn

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