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Richard de Florennes on Tour

Richard de Florennes on Tour (7 Einträge)

Deutz und AVR Deutz und AVR Deutz und AVR
533 mal angesehen
20.10.2010, 18.31 Uhr

Landwirtschaft in Belgien - Reisetag 1

Ein Tag im Zeichen von Deutz, AVR und Kartoffeln

Nachdem dieser Herbst eher von wechselhaftem Wetter gekennzeichnet war, nutzte ich eine heuer seltene Hochdruckphase für eine mehrtägige Reise in meine zweite Heimat Belgien. Nur eine Stunde Fahrt mit dem Auto von der Jülicher Börde zu den Lössflächen zwischen Lüttich und Namur - und schon öffnet sich dem Betrachter landwirtschaftlich ein teils sehr ähnliches, landtechnisch aber oft auch ganz anderer Bild.

So auch am ersten Tag meiner Reise: Die auch auf dieser Seite der Grenze bekannten Deutz-Traktoren der Agtrotron-Serie erfreuen sich auch in Belgien einer gewissen Beliebtheit. Der belgische Hersteller AVR hingegen ist zwar in Belgien die Nummer 1 in puncto Kartoffeltechnik, hier in Deutschland hingegen recht unbekannt. An diesem Tag kamen mir gleich zwei Szenarien vor die Kamera, in denen Deutz-Traktoren mit den farblich fast vollkommen übereinstimmenden AVR-Maschinen eingesetzt wurden.

Schon wenige Kilometer nach der Autobahnabfahrt bei Lüttich begegnte mir zum Beispiel eine Gruppe, die neben drei Deutz-Traktoren auch einen zweireihigen AVR Spirit 8200 Kartoffelrodebunker sowie einen mobilen AVR-Schüttbunker und ein Sortier- und Verladeband der gleichen Marke am Rand eines rund 10 Hektar großen Feldes einsetzte. Der Spirit 8200 ist mit einem Bunkerinhalt von rund 8 Tonnen der größte gezogene Kartoffelroder von AVR.

Nach dem Besuch des einzigen Weinguts in Belgien bei Temploux, wo gerade die rein manuelle Lese mit freiwilligen Helfern aus der Nachbarschaft stattfand, begegnete mir ein weiteres Deutz-AVR-Ensemble. Diesmal fand die Kartoffelernte auf einem gigantischen Feld mit einer Schlaglänge von rund 3 Kilometern und einer Breite von rund 500 Metern statt. Aufgrund des hügeligen Geländes der Region konnte man die Maschinen am unteren Vorgewende des Feldes weder sehen noch hören - bis das Gespann am bereits dämmernden Horizont auftauchte. Diesmal wurde neben mehreren Deutztraktoren mit den für Belgien und Frankreich typischen Kippanhängern ein AVR Esprit Überladeroder eingesetzt. Dieser hat keinen Bunker, sondern erfordert einen ständig nebenherfahrenden Anhänger.

Der Vorteil dieses Systems ist die höhere Arbeitsgeschwindigkeit, Nachteil ist die Abhängigkeit von ständig verfügbaren Transportfahrzeugen. Denn auf dem großen Schlag erwiesen sich sogar drei Abfuhrfahrzeuge als zu wenig, so dass bisweilen Warten und Pausieren angesagt war. Zeit für ein Gespräch mit den belgischen Landwirten und die Frage, was sie an der Marke AVR schätzen. Antwort: Maschinen von AVR zeichneten sich laut durch eine robuste Bauweise ohne viel technischen Schnickschnack aus. Und noch ein unschlagbares Element: "AVR ist eine traditionelle belgische Marke", sagt einer der belgischen Landwirte lachend in Hinblick auf das 1849 von Alfons Vansteenkiste te Roeselare gegründete Unternehmen.

Zu diesem Blog gibt es auch ein passendes Fotoalbum: Klick!

Teil 2 dieses Reiseberichts folgt morgen
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RicharddeFlorennes

RicharddeFlorennes

Alter: 46 Jahre,
aus Neuss

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Kommentare

20.10.2010 19:54 simiblau
endlich mal wieder ein interessanter Blog-Eintrag in Landlive!
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