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200 Jahre Wochenblatt

Neues aus dem Wochenblatt zum Jubiläum (25 Einträge)

BLW
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22.10.2010, 09.12 Uhr

Vielfalt

Biolandbau ist Vielfalt – wie nicht erst dieses Wochenblatt (ab Seite 20) vor Augen führt.Schon allein durch die vielgliedrigen Fruchtfolgen bleiben auf jedem Hof, in jedem Bio-Ackerbausystem eine ganze Reihe von verschiedenen Kulturen im Anbau. Dazukommen die etlichen Exoten, die besonders den Direktvermarktern unter den Biobauern oder jenen Landwirten helfen, die enge Geschäftsverbindungen zu Verarbeitern pfegen. Dinkel, Emmer, Einkorn bleiben so in Erinnerung und im Anbau. Wir haben schon öfters darüber berichtet und nun fügt sich auch das Zweikorn in die Reihe ein. Doch auch Kulturen, die gedanklich vor allem mit konventionellen Anbausystemen in Verbindung gebracht werden, werden an die Erfordernisse des Ökolandbaus angepasst.

Mais und Soja sind zwei Beispiele, die ebenfalls Eingang in diese Ausgabe gefunden haben. Sie erweitern die Vielfalt an Ökokulturen. Bei Mais und Soja sind wir an zwei anderen Stellen der Vielfalt in der Biowelt angelangt. Erstens reicht die Versorgung mit Betriebsmitteln wie Saatgut mittlerweile von speziellen Züchtern wie Peter Kunz in der Schweiz oder dem Verein Kultursaat bis hin zu Weltkonzernen wie KWS; und zweitens: Seit Jahren dehnt sich die „Landschaft“ an Verkaufsstätten für Ökowaren aus. Die Bioabsatzmärkte öffnen sich langsam, aber nun auch kontinuierlich dem Fleisch- und Wurstsektor.

Dem schnellen Auf und Ab am Biofleischmarkt folgte eine jetzt
schon längere Phase stetigen Wachstums mit stabilen Preisen. Erst mit den Biosupermärkten, dem Engagement mancher Supermarktketten und den Ökosegmenten der Discounter hat sich ein Absatzmarkt für Biofleisch entwickelt, der über ein paar Schnitzel und Dauerwürste bei den Metzgern hinausgeht. Vielfalt ist also nicht nur eine Wesensart des biologischen Landbaus, sondern auch eine Grundlage für seinen immer noch wachsenden Erfolg. Das Wachstum ist ungebrochen, wenn es auch nicht mehr die enormen Zuwachsraten der vergangenen Jahre erreicht.

Mancher besonnene Biobauer wird sowieso sagen: Ungezügeltes Wachstum ist nicht immer hilfreich. Und hier hilft ausnahmsweise das Gegenteil von Vielfalt: Die Biobauern haben am Milchmarkt einen Erfolg, weil der in gewissem Maße verengt ist und diese – sagen wir einmal – eingeschränkte Vielfalt hilft, auskömmliche Preise für Erzeuger und Verarbeiter zu erzielen.


Wolfgang Piller, Redaktion BLW
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