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200 Jahre Wochenblatt

Neues aus dem Wochenblatt zum Jubiläum (25 Einträge)

BLW
129 mal angesehen
29.10.2010, 11.04 Uhr

Organismus

Ein schlafender Riese erwacht, so oder so ähnlich lauteten vor ein paar Jahren die Schlagzeilen, als die Zahlen zum „Cluster Forst und Holz“ deutschlandweit vorlagen. So richtig wach scheint er aber immer noch nicht zu sein. Diese Einschätzung drängt sich jedenfalls auf, wenn man die Erläuterungen von Philipp Freiherr zu Guttenberg bei der Infotagung für Forstzusammenschlüsse an der Waldbauernschule in Kelheim-Goldberg zusammenfasst. Wir könnten Ihnen jetzt einigermaßen Auskunft geben über die Physiologie von Weizen oder auch von Mastschweinen, bei den Lebensfunktionen eines Riesen fehlt uns zugegebenermaßen das detaillierte Fachwissen, sodass wir nur spekulieren können. Es könnte sein, dass der Aufwachprozess bei einem Riesen von Haus aus relativ lange dauert, es könnte auch sein, dass ihn der Nahrungsentzug durch Wegfall des Holzabsatzfonds (HAF)gelähmt hat. Oder es könnte sein, dass die vielen, vielen Beteiligten, die zahlreichen Waldbesitzer, Sägewerker, Zimmerer, Schreiner und so weiter noch nicht erkannt haben, dass sie alle die Zellen
des Riesen sind und nur durch ihr eigenes Zutun den gesamten Organismus zu voller Leistungsfähigkeit bringen.

Dass die Nahrung, sprich: das Geld, knapp ist, ist unstrittig. Zwar haben manche den Wegfall des HAF begrüßt, einen Vorteil aber hatte diese
Organisation: Man hat zwar über die Zwangsabgabe gemurrt, aber sie wurde trotzdem bezahlt. Die Nachfolgeorganisation „Zukunft Holz GmbH“ tut sich jedenfalls (noch) sehr schwer, die Branchenbeteiligten zu überzeugen, dass sie freiwillig einen Beitrag leisten sollten, um die Finanzierung einer effizienten Holzabsatzwerbung zu gewährleisten. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass früher die Mittel abgebucht wurden und dann vor Ort kaum mehr einer sehen konnte, was mit diesem Geld gemacht wurde.

Dass ein gemeinsames deutschlandweites Dach für übergeordnete Aufgaben und zur Koordination notwendig ist, das ist unstrittig. Ob es allerdings notwendig ist, alles in das eine übergeordnete Hirn zu pumpen, darüber wird derzeit intensiv diskutiert. Es wäre auch möglich, die Zellen durch Mitteleinsatz vor Ort zu reizen, und so den ganzen Organismus in Schwung zu bringen. Reizauslöser könnten dabei in Bayern etwa die Regionalinitiativen im Cluster Forst und Holz sein.

Redaktion BLW, Sepp Kellerer
offline

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Kommentare

29.10.2010 16:14 Belarus550
Himmel nochmal! Jetzt habe ich doch die Überschrift völlig falsch gelesen....
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