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Richard de Florennes on Tour

Richard de Florennes on Tour (7 Einträge)

Holmer Holmer Holmer
972 mal angesehen
21.11.2010, 20.38 Uhr

Die Katze lässt das Mausen nicht - neueste Rübentechnik von Holmer (jetzt mit Foto-Album)

Wer einmal von der Faszination der Rüben-Erntetechnik erfasst wurde, den lässt sie nicht mehr los. Aus diesem Grunde ließ ich es mir nicht nehmen, die Rückreise von einem Urlaub an der nordfriesischen Nordseeküste via Autobahn A7 mit einem kleinen "Schlenker" zu einer Holmer-Feldvorführung im niedersächsischen Schladen zu verbinden. Am 20. November war es soweit: Nach zahlreichen Regentagen hatte sich das Wetter genau zum Vorführtag beruhigt und drei der leistungsstärksten Maschinen des bayerischen Landmaschinenherstellers Holmer zeigten, was sie konnten.

Das Fotoalbum zur Holmer-Maschinenvorführung 2010: [www.landlive.de]

Terra Dos T3 plus
Kernstück der Feldvorführung war der neueste, 480 PS starke Rübenroder von Holmer: der Terra Dos T3 plus. Im Vergleich zur seit einigen Jahren bekannten, gleichstarken T3-Version wartet die "plus"-Variante mit einigen Neuerungen auf. Dazu gehört zum Beispiel Zwillingsbereifung serienmäßig an der Hinterachse. Mit diesem Feature soll der Bodendruck der rund 25 Tonnen schweren Maschine (Leergewicht) durch eine um 35% größere Aufstandsfläche weiter minimiert werden. Trotz dieser Optimierung biss sich im Anschluss an die Vorführung ein Fendt 936 mit 4,50-Meter-Grubber fast "die Zähne" an dem verdichteten Boden aus. Dies mag aber auch an der durch viel Niederschlag an den Vortagen verminderten Tragfähigkeit des Bodens gelegen haben. Der T3 plus in Schladen war mit dem neuen HR-Rodeaggregat von Holmer ausgerüstet. Bei diesem System ist die Rode-Mechanik modular in Reihen angeordnet, so dass sich jede Reihe einzeln an Unebenheiten des Bodens oder verschiedene Bestandshöhen (z.B. bei Spritzspuren) anpassen lässt.

Terra Variant 500 mit neuem Rübenkorb
Zu den Hauptproblemen selbstfahrender Rübenroder zählt - wie oben angesprochen - das enorme Gewicht und die daraus resultierende Bodenbelastung. Um auch bei großen Schlaglängen effizient operieren zu können, stellt die Vergrößerung des Bunkerinhalts daher nur sehr bedingt eine gute Lösung dar. Die Alternative: Ein Begleit-Transportfahrzeug entlastet den Selbstfahrer im wahrsten Sinne des Wortes und übernimmt den Transport der Rüben vom Roder zur Rübenmiete. Holmer bietet zu diesem Zweck sowohl umgebaute Rübenroder älterer Generationen als auch einen speziellen Aufsatz für das Terra Variant Systemfahrzeug an. Den Aufsatz gibt es jetzt in einer neuen Version mit 30 Kubikmeter Fassungsvermögen. Für Unternehmen, die bereits den Holmer Terra Dos einsetzen, ist die Tatsache interessant, dass Kratzboden und Entladeelevator des Aufsatzes weitgehend baugleich mit denen des Rübenroders sind.

Der Vorteil des Systems zeigte sich bei der Vorführung auf dem rund 30 Hektar großen Feld mit einer Schlaglänge von rund 1,5 Kilomtern. Während der Terra Dos T3 plus ohne Unterlass rodete, übernahm ein 490 PS starker Terra Variant 500 mit Rübenaufsatz den langen Transportweg vom entfernten Vorgewende zur Rübenmiete - und das im bodenschonenden "Hundegang", bei dem die Räder der Vorder- und der Hinterachse auf unterschiedlichen Spuren fahren.

Bereits in der Praxis erprobt
Fahrer Andy Schlee ist mit "seinem" neuen Gefährt sehr zufrieden und lobt dessen Vielfältigkeit: "Außer zum Rübenfahren können wir den Variant auch zum Düngerstreuen, Grubbern und Maislegen einsetzen". Auf meine Frage, ob sich die verschiedenen Aufbauten wirklich innerhalb von 30 Minuten austauschen lassen, wie im Holmer-Prospekt beschrieben, erklärt Andy Schlee mir: "Der Austausch geht wirklich sehr einfach. Wir haben das Gerät neu und daher noch nicht so viel Routine - bislang benötigen wir rund 45 Minuten für den Austausch zwischen Rübenkorb und Bergmann-Streuer, aber mit etwas mehr Übung geht das sicher noch schneller." Der Variant 500 gehört zu einem rund 800 Hektar großen Betrieb bei Magdeburg, der insgesamt vier neuere Holmer Terra Dos T3, vier ältere Holmer Terra Dos als Überladefahrzeuge, und nun auch den Terra Variant einsetzt.

Terra Felis 2 - (Rüben-)Katze auf (Rüben-)Mäusejagd
Trotz oder gerade wegen einer gemeinsamen Historie gehören Holmer und Ropa zu den härtesten Konkurrenten auf dem Markt der selbstfahrenden Rübenernte- und Rübenreinigungsmaschinen. Nicht von ungefähr trägt der Reinigungslader von Holmer in Anspielung auf die Ropa Euro-Maus den lateinischen Namen für "Katze" (Felis), und diese haben Mäuse bekanntlich zum Fressen gern. Um auf dem bislang von Ropa dominierten Markt der selbstfahrenden Reinigungslader weiter Fuß zu fassen, hat Holmer mit der Terra Felis 2 eine Reihe von Innovationen eingeführt, so dass sich nicht nur Farbe und Name von der Euro-Maus unterscheiden. Die wichtigste dieser Neuerungen der 300-PS-Maschine ist die Regulierbarkeit der Reinigungsleistung in Abhängigkeit von unterchiedlichen Bedingungen wie Bodenart und Verschmutzunggrad der Rüben. Durch verschiedene Walzenwege und Ab- oder Zuschaltung eines zusätzlichen Siebbandes lassen sich die Rüben entweder sehr schonend, sehr agressiv, oder variabel zwischen diesen beiden Extremen reinigen.

Zusammenarbeit "Band in Band"
Ob, wann und wie sich diese verschiedenen neuen Systeme und Techniken auf großer Fläche durchsetzen werden, bleibt abzuwarten - und auch Holmer wird bei dem Katz-und-Mausspiel zwischen den beiden bayerischen Rübentechnik-Fabriken am Ball bleiben. Faszinierend und beeindruckend ist diese Technik allemal, besonders wenn - wie am 20. November in Schladen - Maschinen aus dem gleichen Hause quasi "Hand in Hand" oder besser "Band in Band" zusammenarbeiten.

Das Fotoalbum zur Holmer-Maschinenvorführung 2010: [www.landlive.de]

Ein großes Dankeschön für die Foto- und Filmgelegenheit an Andy Schlee, das Unternehmen Holmer Maschinenbau und an das Holmer-Vorführteam.
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RicharddeFlorennes

RicharddeFlorennes

Alter: 46 Jahre,
aus Neuss

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Kommentare

21.11.2010 21:09 815TMS
warst du auf der vorführung in schladen? ich konnte leider nicht weil wir unseren roder waschen mußten
21.11.2010 21:25 RicharddeFlorennes
815TMS schrieb:
warst du auf der vorführung in schladen? ich konnte leider nicht weil wir unseren roder waschen mußten


genau, da war ich - und es hat sich gelohnt, jedenfalls für mich
21.11.2010 21:29 pflugfurche1
T3 Plus, da hast du was seltenes vor die Linse bekommen. War heute auf der "Konkurrenzveranstaltung" von Ropa.
21.11.2010 21:40 815TMS
Halerebeck schrieb:
T3 Plus, da hast du was seltenes vor die Linse bekommen. War heute auf der "Konkurrenzveranstaltung" von Ropa.

davon laufen bei der benachbarten rodegemeinschaft 6 maschinen. diese hier ist auch eine davon. zu erkennen am hamelner kennzeichen (HM)
21.11.2010 21:41 815TMS
wie ich gerade sehe ist die Felis 2 von der gleichen gemeinschaft
30.11.2010 18:21 pflugfurche1
Ob für die Bodenschonung ein kleinerer Roder und ein zusätzliches Überladefahrzeug, welche dann insgesamt deutlich schwerer sind besser sind als ein Roder mit großem Bunkerinhalt? Ich bezweifle es.
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