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Farming in Australien

Berichte ueber die Landwirtschaft in AUS (5 Einträge)

Maehdrescher wartet auf trockenes Wetter das Zugpferd mit 530 PS die 36m Multiplanter Rekorddrille
1101 mal angesehen
25.11.2010, 13.24 Uhr

24h Weltrekord im Drillen

Im Juni 2008 hat die Coggan Familie aus Suedwestqueensland an der Ostkueste Australiens auf ihrer Farm 'Enarra' einen neuen Weltrekord im 24h drillen aufgestellt.

Insgesamt haben Sie in den 24 Stunden 905 Hektar Weizen gedrillt mit einer 36m Multiplanter Drille mit 12000 Liter Simplicity Airseeder und gezogen wurde das ganze von einem JD 9630T Raupentraktor.

Der Schlag auf dem gearbeitet wurde hatte eine groesse von 3500 Hektar, somit mehr als genug Flaeche um auch noch einen groesseren Rekord aufstellen zu koennen.

Die ganze Aktion diente dazu Spenden fuer ein Krankenhaus zu sammeln. Der Farmer hatte dort im Jahr zuvor ein Herztransplant bekommen und wollte sich auf diesem Wege bei allen bedanken. Die Aktion hat alle Erwartungen uebertroffen und am Ende sind 75.000 Dollar zusammen gekommen. Selbst das private Fruehstuecksfernschen hat Live von der Farm gesendet, als Sie die Ziellinie nach 24h ueberquerten.

Hier ein Video das die ganze Aktion gut wieder gibt.
Video und Interview der Action

Im November 2008 kamen die Medien dann wieder zurueck auf die Farm um ueber die Ernte des Feldes und die offizielle Spendenuebergabe zu berichten.

Hier ein Video ueber die Ernte und die Geschichte die zur Aktion fuehrte:

Bericht ueber die Ernte des Rekordfeldes

Zwei Wochen nachdem der ganze Medientrubel wieder vorbei war, habe ich persoenlich die Farm besucht und mir die Ernte aktivitaeten fuer einen Tag angeschaut.

Die gesamte Getreideflaeche auf der farm fuer das Jahr waren rund 12000 hektar, wobei die Farm insgesamt rund 18000ha hat.

2008 war ein sehr feuchtes Erntejahr und die Ernte hatte sich auf 4 Wochen nach hinten verzoegert. Wie an der Ostkueste Australiens ueblich, wird was das gesamte Getreide vom Lohnunternehmen geerntet, die die Region von Nord nach Sued abarbeiten. Das klappt eigentlich in normallen Jahren ganz gut, aber nicht wenn sich die Ernte in einer Region wegen dem Wetter verspaetet. Da die Lohnunternehmen vertraglich gebunden sind, auch im Sueden Flaechen zu ernten, ziehen nach einem bestimmten Termin einfach weiter und der Farmer bleibt auf seinen noch nicht abgeernteten feldern sitzen. Die Coggan's hatten den Vorteil, das Sie 4 eignene Maehdrescher haben und konnten so den rest selber ernten was halt etwas laenger gedauert hat.

Und wie eigentlich ueberall sind Sie in der Ernte auf die Unterstuetzung der Backpacker angewiesen. 3 Englaender halfen in dem Jahr aus mit Maedrescher fahren und den Ueberladewagen.

Eine interessante Aktion gibt es noch zu erwaehnen und zwar hatte in einen der Maehdrescher in der Nacht davor der Blitz eingeschlagen und die Elektronik lahmgelegt. Um die Ersatzteile schnellsmoeglich auf die Farm zubekommen, ist der Sohn der Farmer mit Ihrem eigenen Flugzeug zum 250km entfernten JD Haendler geflogen und die Teile zu holen.

War ein sehr interesantes Erlebnis, da ein Familie gerne alles gezeigt hat und sich Zeit genommen hat, Fragen zu beantworten und alles zu erklaeren.

Ein separates Fotoalbum zur Farm kommt spaeter.
Fotoalbum

Ausserdem haben auf der Farm noch noch ein kleines 'Feedlot' mit Platz fuer 8000 Rinder. Somit wird einiges an Flaeche auch fuer den Futteranbau genutzt und etwas Getreide wird als Viehfutter verwertet.

Die Stammbelegschaft der farm sind 4-5 Leute, wobei sich 2 dauerhaft nur um das Feedlot kuemmern. Die arbeiten auf dem Acker erledigen Vater und Sohn und die 2 Angestellten, nur zur ernte braucht man etwas Verstaerkung. Es gibt ja nur zwei kurze Arbeitsspitzen mit der Bestellung und der Ernte, dazwischen ist ja kaum was los. Seitdem Sie die grosse Drille haben schaffen Sie die Bestellung auch ohne Aushilfen, denn das Teil laeuft im 24h Schichtbetrieb mit den 2 Angestellten. Es ist durchaus normal, das pro Arbeitskraft 2000-3000ha oder auch mehr bewirtschaftet werden.
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Cleveland

Cleveland

Alter: 38 Jahre,
aus Mitchelton/Brisbane
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Kommentare

25.11.2010 14:24 Drehung
Moin Cleveland,

schöner Bericht! Was mich noch interessiert ist der Weizenertrag dort.
Im Interview (link) sagt der farmer etwas von ca. 14-16 bags (sack). Wieviel Kilo ist ein Bag und auf welche Fläche (1 ha?) beziehen sich dessen diese 14-16 bags Durchschnittsertrag?

Gruß!

Drehung
26.11.2010 11:59 Cleveland
Drehung schrieb:
Moin Cleveland,

schöner Bericht! Was mich noch interessiert ist der Weizenertrag dort.
Im Interview (link) sagt der farmer etwas von ca. 14-16 bags (sack). Wieviel Kilo ist ein Bag und auf welche Fläche (1 ha?) beziehen sich dessen diese 14-16 bags Durchschnittsertrag?

Gruß!

Drehung


Ist ein altes lokales Mass hier und wenn ich das jetzt richtig mitbekommen habe, muessten das zwischen 2.8 und 3.2 t der hektar sein. Das ist schon ein etwas besserer Ertrag fuer die gegend.
26.11.2010 21:45 Drehung
Cleveland schrieb:
Ist ein altes lokales Mass hier und wenn ich das jetzt richtig mitbekommen habe, muessten das zwischen 2.8 und 3.2 t der hektar sein. Das ist schon ein etwas besserer Ertrag fuer die gegend.


Danke!
07.12.2010 23:21 MOKI94
Ich habe mal gehört von einem, der im Moment in Australien ist das die irgendwie in Tonnen/Liter Regen oder so rechnen. Wie muss ich das jetzt verstehen? Oder ist das von Region zu Region unterschiedlich?
10.12.2010 12:05 Cleveland
MOKI94 schrieb:
Ich habe mal gehört von einem, der im Moment in Australien ist das die irgendwie in Tonnen/Liter Regen oder so rechnen. Wie muss ich das jetzt verstehen? Oder ist das von Region zu Region unterschiedlich?


Viele hier messen den Regen in 'Inches', also Zoll. Das hat aber mehr mit der englischen Abstammung zu tun als lokale Gewohnheiten. Andere Moeglichkeit ist die Bewaesserungslandwirtschaft, dort wird viel mit Tonnen oder Ballen per Megaliter gerechnet, also vielleicht man ernten kann, wenn man 1000m3 Wasser verbraucht.
10.12.2010 14:33 MOKI94
Cleveland schrieb:
Viele hier messen den Regen in 'Inches', also Zoll. Das hat aber mehr mit der englischen Abstammung zu tun als lokale Gewohnheiten. Andere Moeglichkeit ist die Bewaesserungslandwirtschaft, dort wird viel mit Tonnen oder Ballen per Megaliter gerechnet, also vielleicht man ernten kann, wenn man 1000m3 Wasser verbraucht.

Achso, ja das kann sein. Danke für die Info
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