Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
UploadForenFotosFotoalbenBlogsTermineMitglieder

200 Jahre Wochenblatt

Neues aus dem Wochenblatt zum Jubiläum (25 Einträge)

BLW
85 mal angesehen
06.12.2010, 08.14 Uhr

Routenplanung

„Wohin geht die Fahrt, wohin die Reise?“, heißt es in einem Liedtext der bekannten Austropopp-Band S.T.S. Und keine andere Frage bewegt die Gemüter der bayerischen Milcherzeuger mehr, als eben die nach Rentabilität, Existenzsicherung und Zukunft. Denn wenn man investieren will, braucht man klare Perspektiven und natürlich auch eine klare Strategie, sonst steuert man ziellos in der Gegend herum. Klare Worte in Sachen Routenplanung fand Dr. Theo Göbbel bei der Erzeugerwoche in Herrsching. Sein Resümee: „Wenn die produktionstechnischen Bedingungen und die persönlichen Voraussetzungen stimmen, dann Gas geben und zwar
richtig.“ Andererseits müsse man gegebenenfalls auch so realistisch sein, um nach Einkommenskombinationen zu suchen oder langfristig den Ausstieg aus der Milch zu planen. Es gibt je nach Betriebstyp freilich viele verschiedene Abzweigungen von der immer holpriger werdenden
„Milchstraße“. Ein wichtiger Schritt bei der Betriebsentwicklung kann der Einsatz entsprechender Technik und auch von Fremdarbeitskräften sein. Denn 100 Kühe und mehr sind für unsere Familienbetriebe keinesfalls mehr
Utopie.
Wohin die Reise in der Technik geht, zeigen die Entwicklungen auf der EuroTier 2010 sehr eindrucksvoll. Staunen würden unsere
Urgroßväter heute, wenn sie sehen würden, dass unsere Kühe vollautomatisch von Robotern gemolken werden. Damals war allein die Kuh die „Zaubermaschine“, futterdankbar und widerstandsfähig. Heute geht es darum, mit modernster Technik noch das gewisse Quäntchen mehr aus den Hochleistungstieren herauszukitzeln. Ob Melkroboter oder automatisches Melkkarussell für Bestände für bis zu 3000 Tiere, nach oben hin scheint es kaum Grenzen zu geben. Für Bayern ist das zwar überdimensioniert, aber dass Betriebe, die weiterhin allein von der Milch leben wollen, deutlich wachsen müssen, zeichnet sich auch im Freistaat ab. Eines ist klar: Die Reise
durch Zeit und Raum geht weiter. Die Kunst wird sein, beide Füße auf dem Boden der Wirtschaftlichkeit zu behalten und offen zu sein für die betriebliche Entwicklung, egal, was hinter der nächsten Kurve kommt. Denn wir brauchen in Bayern starke Milchviehbetriebe, da der Milch und
Rindersektor die tragende Säule unserer Landwirtschaft ist.


Redaktion BLW, Max Riesberg
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Anzeige
Zum Seitenanfang