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200 Jahre Wochenblatt

Neues aus dem Wochenblatt zum Jubiläum (25 Einträge)

200 Jahre Wochenblatt
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17.12.2010, 10.39 Uhr

Agrarpolitik

Der Staatsempfang, den die Bayerische Staatsregierung anlässlich der 200 Jahre Wochenblatt letzte Woche gegeben hat, war sicher der Höhepunkt unseres Jubiläumsjahres. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Staatsminister Helmut Brunner bedanken, der den Staatsempfang für das „BLW“ ausgerichtet hat. „Essen und Trinken ist die beste Agrarpolitik“, hat Brunner bei dem Empfang im Kaisersaal der Münchner Residenz gesagt. Dem ist nichts hinzuzufügen, vor allem nicht, wenn diese Form der Agrarpolitik verbunden ist mit solchen Genüssen, wie sie die Bäuerinnen in der Residenz auf den Tisch zauberten. Nimmt man dann noch die Lieder hinzu, die der Rother Landfrauenchor beim Staatsempfang zum Besten gab, dann steht ziemlich eindeutig fest, dass die bayerische Landwirtschaft im Spiel von Megatrends und Gegentrends goldrichtig liegt. „Science“ gegen „Romance“ ist der Gegensatz, den die Forscher des Schweizer Gottlieb Duttweiler Institutes im Bereich Ernährung identifi ziert haben.
Bei Science geht es um die Entzauberung der Welt durch Wissenschaft und Industrialisierung.
Das Produkt wird auf Effizienz optimiert, das bedeutet Produktion großer Mengen, Standardisierung, chemische Hilfsmittel und Großvertrieb. Romance steht für das Bedürfnis vieler Verbraucher nach Echtheit, Einfachheit und Nachhaltigkeit. Sie wollen wieder näher an den Produkten und der Produktion sein, verstehen, wie ihr Essen auf den Tisch kommt.
Für beide Richtungen finden sich in der bayerischen Landwirtschaft genug Beispiele. Die Kunst ist es nun, „Science“ und „Romance“ zu verbinden, also nachhaltige, lokale und partnerschaftlich organisierte Wertschöpfungssysteme aufzubauen und die direkte Verbindung der Verbraucher zu den Erzeugern wiederherzustellen. Es gilt, auf diese Weise ganz neue (beziehungsweise alte) Wertschöpfungsketten zu kreieren.

Das Wochenblatt wird Sie, liebe Leser, dabei auch künftig begleiten. Es sei wichtig, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und diese im Bewusstsein zu haben, sagte BBV-Präsident Gerd Sonnleitner beim Staatsempfang, genauso wichtig sei es aber auch, „nicht in der Vergangenheit zu verharren und mutig und tatkräftig gestimmt die Zukunft in die Hand zu nehmen, und so diese vom Wandel geprägte Zukunft zu
gestalten.“

Sepp Kellerer, Redaktion BLW
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