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Zehn Tage live aus Japan!

RasenderReporter auf Landwirtschaftstour (10 Einträge)

Tokyo bei Nacht
214 mal angesehen
19.09.2007, 12.36 Uhr

Party is over - please go home now!

Konishiwa alle zusammen,

also, das mit dem Internetzugang gestaltet sich ziemlich schwierig - press rooms gibt es zwar, die unsere Organisatoren leider früh schließen. Weil wir den ganzen Tag unterwegs sind, wird es nochmal schwerer. Aber I'll do my very best, um Euch teilhaben zu lassen.

Der Kongress ist mittlerweile in vollem Gange.
Montagabend wurden wir (das sind um die 200 Agrarjournalisten aus 25 Ländern) im Rahmen eines Empfangs begrüßt. Eine tolle Sache, sich mit Kollegen aus Bangladesch, aus den USA oder aus Japan zu unterhalten. Die Japaner sind auch stets darauf bedacht, das kulturelle Rahmenprogramm aufwendig zu gestalten. So wurde zB bei dem Empfang ein frisch gefangener Thunfisch (Kaliber ungefähr zwei Meter und ichweißnichtwieviel Kilo) fachmännisch zerteilt, präsentiert - und gegessen.

Ach ja, das japanische Essen.... Ich bin selbst überrascht, was ich alles essen und vor allem vertragen kann... Der Geschmack reicht von wäh über interessant bis köstlich.

Japaner sind irgendwie direkt. Aber eigentlich auch nicht, weil es das Wort "Nein" nicht gibt - eher dann doch "ich würde ja gerne, aber aufgrund der äußeren Rahmenbedingungen sehe ich mich momentan leider nicht in der Lage, dass...". Aber direkt sind sie deshalb, weil wir beim Empfang pünktlich um acht mit dem Hinweis "Party is over - you must get up early tomorrow - please go home now!" in den jungen Abend verabschiedet wurden.......

à propos Abend: Hier wird es schon um kurz vor sechs abends (11 Uhr deutscher Zeit) dunkel, und das in einem Wahnsinnstempo. Eh man sich versieht, ist es stockdunkel. Morgens wird es auch schon sehr früh und schnell hell. Eine Dämmerung, wie man sie daheim kennt, gibt es hier nicht.

Montagnachmittag war ich mit Toru, meinem japanischen Freund, in einer alten Stadt nahe Yokohama, in der es sehr viele, sehr alte - und sehr unterschiedliche - Tempelanlagen gibt. Sehr faszinierend! Einige, die total im Wald und versteckt liegen, umgeben von einer irrsinnigen Schwüle und einem Zikadenlärm, daß es fast schon in den Ohren weh tut. Und wieder andere in riesigen Dimensionen, die - damit sie noch besser zur Geltung kommen - auf großen, freien Plätzen liegen.

Toru hatte es übrigens folgendermaßen ausgemacht - er holt uns um zehn morgens ab und wir werden um fünf nachmittags wieder zurück sein. Und? Er war auf die Minute um zehn am Hotel und wir waren nachmittags exakt um sieben nach fünf zurück! Und diese sieben Minuten kamen auch nur daher, weil ich nochmal auf mein Zimmer mußte und wir deshalb "verspätet" losgekommen sind.

Dazu noch eine nette Geschichte:
Torus Chef hat eine etwas seltsame, sehr strikte Frau. Er geht jeden Tag zur selben Zeit aus dem Büro und macht sich auf den Heimweg. Er braucht genau vier Minuten zu Fuß zum Bahnhof: Wenn die Ubahn - extrem pünktlich - am Bahnsteig einfährt, kann er also, ohne stehenzubleiben, direkt einsteigen. Zu Hause öffnet seine Frau dann jeden Tag zur gleichen Minute die Bierflasche - einige Sekunden, bevor er die Tür aufschließt. Ja, und wenn er sich verspätet, muß er das Bier zur Strafe aus der Flasche trinken....

Wenn ich es heute Abend noch schaffe, lade ich Euch noch ein paar Bilder hoch. Dann folgen auch meine Eindrücke über das, was hier so in der Landwirtschaft passiert. Hier ist es jetzt gleich halb acht am Abend und wir wollen noch etwas essen. Ich melde mich dann aber noch einmal.

Saionara und Mahlzeit nach Deutschland
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RasenderReporter

RasenderReporter

Alter: 40 Jahre,
aus München

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