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Aus der Wochenblatt-Redaktion

Neues zum Wochenbeginn (18 Einträge)

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14.02.2011, 08.54 Uhr

Herzenswünsche

Wie sieht das Leben einer Bäuerin aus? Dumme Frage!? Eigentlich nicht, wenn man sich Wie bunt das Spektrum der Bäuerinnenrolle ist, kann man auch aus der aktuellen Studie des Landwirtschaftsministeriums zur Situation der Familienbetriebe in Bayern herauslesen.
Deutlich niedergeschlagen hat sich dabei, dass inzwischen 43 Prozent der einheiratenden Frauen nicht mehr aus der Landwirtschaft kommen. Sie bringen landwirtschaftsferne Erfahrungen ein, gewinnbringend für Haus und Hof. Doch neben den neuen Impulsen, die sie im „Heiratsgut“ haben, sind ihnen die Pflege von Brauchtum und das Engagement im Ehrenamt wichtig.

Die Vielfalt des Berufsbildes Bäuerin kann man der Studie entnehmen, aber auch, mit welcher Beharrlichkeit Bauern und Bäuerinnen ihre Höfe erhalten. Der schon oft tot gesagte bäuerliche Familienbetrieb ist krisenfest, weil nicht zwanghaft festgehalten wird an dem, was „immer schon“ war, sondern die Menschen in der Landwirtschaft mit notwendigen Anpassungen reagieren. Dazu gehören heute auf vielen Höfen Nebenbetriebe der Landwirtschaft oder außerlandwirtschaftliche Berufstätigkeit. Diese „Mehrsäulen-Strategie“ in der Einkommensbeschaffung ermöglicht das Überleben vieler Betriebe. Sie führt nicht dazu, dass die landwirtschaftliche Produktion aufgegeben wird, sondern trägt dazu bei, das kleinstrukturierte „Gesicht“ von Bayern zu erhalten.

Für so viel Tatkraft und Leistungswillen möchten die Bäuerinnen und Bauern mehr gesellschaftliche Anerkennung, ein verständlicher „Herzenswunsch“ der Befragten.das Ergebnis der Tagung „Frauen in der Landwirtschaft“ anschaut: Die „klassische“ Bäuerin gibt es nicht mehr. Das gilt für den gesamten deutschsprachigen Raum, für die Schweiz, Österreich und Südtirol genau so wie für Bayern und Norddeutschland.
Jahrhundertelang unterschieden sich Bäuerinnen dadurch, ob sie auf einem großen oder kleinen Hof lebten; ihre Rolle war klar: Haushaltsführung und Mitarbeit in Stall und Feld. Heute reicht die Bandbreite von der traditionellen Rolle über die Unternehmerin, die einen eigenen Betriebszweig führt, bis hin zur Frau mit außerlandwirtschaftlicher Berufstätigkeit. Alle sind sie Bäuerin und alle machen das, was sie für ihren Betrieb und ihre Familie als richtig erachten. Nicht im Alleingang, sondern in partnerschaftlicher Absprache.

Anna Knon, Redaktion BLW
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