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Aus der Wochenblatt-Redaktion

Neues zum Wochenbeginn (18 Einträge)

138 mal angesehen
07.03.2011, 11.39 Uhr

Selbstgemacht

Wer kann denn heute noch seinen Reisigbesen selbst binden? Wer kann noch spinnen? Viele alte Handwerkstechniken und Handarbeiten geraten ins Vergessen. Das ist schade – gehören sie doch zu unserem Kulturgut. Und nicht nur das: Mit altem Handwerk und mit Handarbeiten entstehen einzigartige Kunstwerke, wunderschöne Unikate. Das zeigen unsere Beispiele. Wir haben uns in Bayern auf die Suche nach alten Handwerkskünsten und Handarbeitsbräuchen gemacht und festgestellt: Handarbeiten ist „in“. Alte Techniken werden mit neuen, kreativen Ideen wieder zeitgemäß. So ist das Weidenflechten gerade sehr beliebt. Aber es werden nicht mehr nur die klassischen Arbeitskörbe hergestellt, nein – selbstgemachte Weidendeko ziert heute Hof und Garten. Und die Wolle von den eigenen Schafen wird versponnen und anschließend zum modischen Hingucker verstrickt.Geklöppelte Jäckchen oder Schals sind trendige Accessoires.

Aber nicht nur die Handwerkstechniken haben Tradition, sondern auch die gemeinsamen Handarbeitsabende. So wurde früher in geselliger Runde an den langen Winterabenden in der warmen Stube gestickt oder gestrickt. Auch diese alte Tradition, nämlich gemeinsam handarbeiten, wird heute mancherorts noch mit Begeisterung gelebt oder auch wiederbelebt. Das Treffen mit den anderen und die Geselligkeit ziehen diese Frauen und Männer dem Fernsehen vor. Solche Abende sind kurzweilig und lustig. Da wird geratscht, gefrotzelt und gelacht. Hier finden die Leute wieder Zeit zur Entspannung, das Handarbeiten ist für sie ein kreativer Ausgleich zum
Alltag. Und ein toller (Neben-)Effekt ist das Ergebnis, nämlich ein schönes Schmuckstück oder ein selbergemachter Gebrauchsgegenstand.
Nicht nur Frauen geraten regelrecht ins Stickfieber, auch Kinder lassen sich fürs Handarbeiten begeistern. Ganz nebenbei ist das für sie eine gute Konzentrations- und Koordinationsübung.

Die traditionellen Handwerkskünste, die über Generationen praktiziert und verfeinert wurden, werden heute von den „Alten“ an die „Jungen“ weitergegeben – und zwar mit neuem Schwung. Spinnen, Sticken, Weben, Klöppeln und Besenbinden werden eben nicht in Vergessenheit geraten. Denn junge Frauen und Männer besinnen sich wieder auf dieses Kulturgut und beleben es neu.

Petra Seitz, Redaktion BLW
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