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Web-Pranger

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335 mal angesehen
24.03.2011, 17.42 Uhr

Was wohl die Abgeordneten zu helles Köpfchen sagen?

Just in diesem Moment ist eine Mail an 17 Bundestagsabgeordnete unterwegs, in der ich diese um Stellungnahme zu der Förderung der Internetseite www.helles-koepfchen.de bitte. Ich denke, das sollte auch Bundestagsabgeordnete, zumal diejenigen der Regierungskoalition, brennend interessieren, was in den Ministerien der Regierung vor sich geht und wie man dieses rechtfertigt.

Denn ich beharre - trotz dessen, dass sich der Pressereferent des Familienministeriums auf "redaktionelle Unabhängigkeit" der Seitenbetreiber beruft (für mich und meine Mannschaft des dlz agrarmagazins ein hohes Gut) - darauf, dass hier einseitig bestimmte politisch gefärbte Ansichten befördert worden sind. Und das gegenüber einer Zielgruppe - Jugendliche und Kinder - die selbst gerade dabei sind, sich ihre Sicht auf die Welt zu erschließen!

In der Vergangenheit gab es mehrere Fälle, in denen Regierungsstellen (auf Landes- ebenso wie Bundesebene) zu Recht aktiv geworden sind, wenn der Ruch aufgekommen ist, dass Einzelne mutmaßlich Staatsgelder für Informationsangebote zu Gunsten ihres politischen Stalles eingesetzt hätten. Um welche Fälle es dabei geht und wie sie ausgegangen sind, ist dabei jetzt mal unerheblich. Es geht hier um das Prinzip, dass nicht mit Mitteln aus dem Steuertopf einseitig für bestimmte politische Richtungen geworben werden darf. Und das sollte in direkter Linie nicht nur für Parteien, sondern auch für jegliche andere Institutionen gelten, welche - wenn auch nur zum Teil, wie der Pressereferent im Falle von helles Köpfchen angibt (lediglich die Community gefördert) - Gelder aus der Staatskasse kassieren.

Noch ein Wort zu dem Punkt redaktionelle Unabhängigkeit. Die sollte natürlich auch die Redaktion von www.helle-koepfchen.de für sich beanspruchen dürfen. Dazu leben wir mal in einem Rechtsstaat. Allerdings muss man sich auch als Redaktion fragen, inwieweit diese Unabhängigkeit tatsächlich gegeben ist, wenn das Angebot mit Geldern gefördert wird, für die klare Fördergrundsätze definiert sind (also Vorschriften!). Oder anders ausgedrückt: hier stelle ich die Frage, inwieweit das Angebot dadurch eine echte journalistische Unabhängigkeit für sich beanspruchen kann, oder doch eher in den Bereich PR (und somit nicht mehr journalistisch!) einzuordnen ist? Nur mal so gefragt.

Ergänzung: Etwa eine Stunde nachdem ich die Mail losgejagt habe (eine halbe Stunde, nachdem ich Blogeintrag verfast habe), kommt die erste Reaktion, einer Bundestagsabgeordneten der FDP. Hut ab! So schnell, und vor allem mit einem sehr offenen Ohr für das Anliegen! Ich halte die Landlive-Gemeinde auf dem Laufenden und fasse in einem neuen Blog-Eintrag dann die Reaktionen zusammen.
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Detlef

Detlef

Alter: 52 Jahre,
aus München
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Kommentare

26.03.2011 08:17 Notill
Es freut mich, das ich Unrecht hatte!
Ich hätte darauf gewettet, das da keine echte Reaktion passiert....
bin mal gespannt, wie es weitergeht.
02.04.2011 18:00 Cord1
Weiter so! Gib nicht nach!
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