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Agrarsanis Landwirtschafts-Blo...

Spannende Themen aus der Landwirtschaft (88 Einträge)

Florian Mehler Ralf Göing Beregnung, Haspel
575 mal angesehen
15.06.2011, 15.01 Uhr

Landwirte kämpfen mit dem Wetter

Die Trockenheit der letzten Wochen und Monate stimmt Landwirte in der ganzen Republik unzufrieden. Doch viele werden wohl noch einmal mit dem blauen Auge davon kommen. Denn vielerorts konnten Niederschläge zu wichtigen Entwicklungsphasen der Kulturpflanzen Schlimmeres verhindern. Aus der Praxis berichten Nachwuchslandwirt Florian Mehler aus Bayern und Ralf Göing, Landwirt in Niedersachsen.

Das Interview mit Florian Mehler und Ralf Göing, sowie Informationen zur Wetterlage in ganz Europa findet ihr auf agrarheute.com.
Zum Wetterinterview auf agrarheute.com

Auf dem Koislhof bei Landshut, 80 km nordöstlich von München, betreibt die Familie Mehler einen 100 Hektar Ackerbaubetrieb mit dem Schwerpunkt der Schweinemast. Seit 1907 ist der Betrieb in Familienbesitz und entwickelte sich aus einem damaligen Gemischtbetrieb zur heutigen Größe mit der Spezialisierung Schwein. Auf den Ackerflächen werden neben Gerste und Weizen auch Mais und Sojabohnen für die Schweinemast angebaut. Raps und Zuckerrüben werden vermarktet. Die Sojabohnen werden im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) als Leguminose in der Fruchtfolge angebaut und dienen in getoaster Form als Energielieferant in der Mastration. Auf den insgesamt 15 Hektar Ackerfläche, auf denen Familie Mehler Sojabohnen in diesem Jahr anbaut, lässt sich bereits erkennen, dass die ausgebliebenen Niederschläge den Pflanzen fehlen.

Auf den hofnahen Maisflächen steht der Mais bereits hüfthoch. Eine frühe Aussaat unter dem Risiko von Spätfrösten stellte sich in diesem Jahr als richtige pflanzenbauliche Entscheidung dar. Denn die Fröste blieben aus und der Mais entwickelt sich sehr positiv.

Ausbleibende Niederschläge drängen Landwirte in Niedersachsen dazu ihre Bestände intensiv zu wässern. Seit April sind die Haspeln in der nördlichen Region Hannover auf den Getreide-, Kartoffel- und Maisflächen im Einsatz und Landwirte sind bereits beim 4. oder 5. Bewässerungsdurchgang, berichtet Landwirt Ralf Göing aus Gailhof 30 km nördlich von Hannover. Auf den sandigen Böden der Region bewirtschaftet er einen Milchviehbetrieb mit 65 Kühen, 25 Hektar Grünland sowie 150 Hektar Ackerland. Neben Getreide und Zuckerrüben baut er auch knapp 60 Hektar Mais für seine vor 6 Wochen in Betrieb gegangene Biogasanlage an.

Vor zwei Tagen wurde der 2. Grasschnitt eingefahren, bei dem es zu extremen Ausfällen und Qualitätseinbußen kam. Einige Flächen wurden auf Grund der minderen Aufwuchshöhe gar nicht erst gemäht und werden stattdessen mit Blick auf den 3. Schnitt in der nächsten Woche gemulcht. Aufgrund der Trockenheit im April kam es zudem zu einer Minderentwicklung auf Roggenflächen auf denen keine Bewässerung möglich war. Unter der Ertragsschätzung von nur 15 dt je Hektar entschloss sich Ralf Göing dazu, das Getreide zusammen mit dem 2. Grasschnitt als Ganzpflanzensilage (GPS) einzusilieren. In der Regel ist neben dem 1. auch der 2. Gründlandschnitt als Futter für die Milchviehherde vorgesehen. Dieses Jahr hofft Göing jedoch auf einen ertragsreicheren und qualitativ besseren 3. Schnitt und wird deshalb den Mischsilo aus GPS und 2. Grünlandschnitt als Substrat für seine 250 kW Biogasanlage nutzen.

Sowohl Florian Mehler als auch Ralf Göing schätzen, dass die Erntearbeiten in diesem Jahr 2 bis 3 Wochen eher beginnen können als üblich. Beide rechnen mit unterdurchschnittlichen Erträgen in diesem Jahr. Die passende Videoreportage findet ihr auf agrarheute.com.

Text: Jörn Gläser
Foto: Jörn Gläser

Landtechnik gibts auf www.landtechnikvideos.de
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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 32 Jahre,
aus Wedemark
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