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Aus der Wochenblatt-Redaktion

Neues zum Wochenbeginn (18 Einträge)

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12.07.2011, 08.33 Uhr

Bauerntag

Koblenz war eine Reise wert. Nicht nur wegen der Bundesgartenschau, sondern vor allem wegen des Deutschen Bauerntags, der vergangene Woche in der lauschigen Stadt am Rhein stattfand.

Die dort behandelten Themen hätten aktueller nicht sein können: Der Bundestag brachte die EEG-Novelle auf den Weg und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso legte fast zeitgleich seinen Entwurf zum EU-Haushalt für die Jahre 2014 bis 2020 vor. Beides ist für die bayerischen Bauern doch recht gut gelaufen.
Im EEG wurde – auch dank dem energischen Einsatzes des Bauernverbandes – noch einiges umgemodelt. Die Zuckerl für die Konzerne und „Energieversorger“, die den Toprenditen für ihren Atomstrom nachweinen, sind nicht ganz so hoch ausgefallen, wie ursprünglich geplant und Barroso scheint sein Herz für die Landwirtschaft entdeckt zu haben. Denn der Agrarhaushalt soll zumindest auf dem Niveau von 2013 eingefroren werden. Doch auf die Ruhe folgt – Sie wissen es selbst – meist ein Sturm. Und der Wind wurde bereits rauer, als es in Koblenz um die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ging.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will nicht mehr so viel für Europa ausgeben, die Kommission will bei den Direktzahlungen stattliche 30 Prozent mit einem verpflichtenden Greening belegen und die osteuropäischen Länder schreien mindestens zweimal „Hier“, wenn es um die Angleichung der Direktzahlungen geht. Im Oktober will die Kommission ihre Legislativvorschläge zur GAP vorstellen, der Kampf um die Brüsseler Gelder und ihre Inhalte und Auflagen tritt langsam aber sicher in die entscheidende Phase.

Aber nicht nur in der Politik stehen große Entscheidungen an, auch im Bauernverband wird es zu Veränderungen kommen. Präsident Gerd
Sonnleitner kündigte in Koblenz an, nächstes Jahr nicht mehr zu kandidieren (Seite 9). Mit ihm wird 2012 im DBV und im BBV eine große Ära zu Ende gehen. Dass er sich jetzt schon erklärt hat, ist gut und richtig. Denn so bleibt genügend Zeit, um seine zweifelsfrei großen Fußstapfen, die er im Verband hinterlassen wird, so gut wie möglich auszufüllen. Doch Sonnleitner wird bis 2013 weiter eine Schlüsselposition für den Berufsstand besetzen. Nämlich die des Präsidenten des europäischen Bauernverbandes Copa. Und
das ist für die deutschen Bauern – so sagte es Kanzlerin Merkel – „ein Glücksfall.“

Rainer Königer, Redaktion BLW
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