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Agrarsanis Landtechnik - Blog

Ständig neue Technik... (71 Einträge)

Meyer-Lohne Pumptankwagen Meyer-Lohne Pumptankwagen Meyer-Lohne Pumptankwagen
1584 mal angesehen
28.02.2012, 22.52 Uhr

Auf Jungfernfahrt mit dem Quadro Pumptankwagen

Text: Jörn Gläser

Nach wochenlangen Minusgraden, gefrorenen Böden und teilweise geschlossenen Schneedecken sind mittlerweile bei vielen Landwirten und Biogasanlagenbetreibern die Lagerkapazitäten für Gärsubstrate und Gülle erschöpft. Auch nördlich von Hannover, in der Gemeinde Wedemark, können alle Betroffenen in diesen Tagen nun endlich aufatmen, denn jetzt kann mit der Ausbringung vielerorts begonnen werden.

In diesem Jahr hat sich auch das landwirtschaftliche Lohnunternehmen Görries aus dem kleinen Örtchen Plumhof mit einer neuen schlagkräftigen Güllelogistik aufgestellt. Heute ist der erste praktische Einsatz des Kernstücks - eines vierachsigen XXXL-Pumptankwagen der Firma Meyer-Lohne mit einem Fassungsvermögen von 30 m³. Dieses Fass ist bisher noch ein Einzelstück und wurde auf der Agritechnica 2011 in Hannover erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Björn Vollbehr, erfahrener Fahrer und langjähriger Mitarbeiter im Lohnunternehmen Görries, sitzt heute das erste Mal am Steuer des „Quadro“, besser gesagt am Steuer des Massey Ferguson 8690, der es mit dem gigantischen Fass aufnehmen soll. „Wir haben den Ferguson mit 1,2 Tonnen noch besser ballastiert, damit wir die Leistung möglichst optimal auf den Boden bringen“, erklärt mir Björn und deutet auf die Radgewichte in den Hinterreifen. Ein Frontgewicht mit rund 1,5 Tonnen gehört natürlich auch mit dazu.

Die widrigen Bedingungen auf den durchnässten Böden fordern den Massey Ferguson, mit einer Leistung von 370 PS, vor dem tonnenschweren Gefährt heraus. „Tonnenschwer“ heißt in diesem Fall ein Leergewicht des Fasses von rund 18 Tonnen, plus einer Zuladung von maximal rund 30 Tonnen Gülle. Verteilt auf die vier Achsen relativiert sich jedoch dieses Gewicht in Hinblick auf größere 3-achsige Fässer.

Björn navigiert gezielt an das bereitstehende Zubringerfass und kann mit dem doppelgelenkigen Saugkran am Rekordiafass andocken. Eine Exzenterschneckenpumpe mit einer Saugleistung von bis zu 11.000 Liter pro Minute sorgt für ein schnelles Abtanken. Beim Zurücksetzen hilft Björn die Rückfahrkamera am Heck. Gesteuert wird das Fass über das Touchscreen-Panel des MEYTRONIC – Bordcomputers.

Mit dem Schlauchgestänge auf voller Breite von 30 Metern zieht Björn auf der kleinen Fläche eine weitere Bahn. Alle vier luftgefederten Achsen des Fahrwerks sind elektronisch hydraulisch zwangsgelenkt. Im Feld lenken so alle vier Achsen auf dem Vorgewende mit. Auch die Fahrt im Hundegang ist möglich. Im Straßenbetrieb wird die vordere Achse geliftet und die dritte Achse zur besseren Reifenschonung und Fahrstabilität gesperrt.

Von drei Zubringgespannen wird Björn mit seinem Quadro am Feldrand mit Gärsubstrat versorgt. Die Fassungsvermögen der Zubringer liegt mit 26-28 m³ etwas geringer als beim XXXL-Pumptankwagen, damit diese möglichst immer vollständig entladen werden können. Heute sind nur zwei der Zubringer eingesetzt, die bei einer Hof-Feldentfernung von 3 km kontinuierlich für Nachschub sorgen. Am Hof können die Fahrer der Zubringer ohne abzusteigen an einer Dockstation Gülle an der Biogasanlage abpumpen.

Das Lohnunternehmen Görries möchte durch die Trennung von Transport und Ausbringung speziell bei größeren Entfernungen die Güllekette möglichst effizient und schlagkräftig gestalten. Laut Herstellerangaben sollen in dieser Zusammenstellung so Tagesleistungen von 1.500 m³ möglich sein. Auch mit Blick auf die Akzeptanz in der Bevölkerung erhofft sich das Lohnunternehmen Görries mit dieser Güllelogistik einen zusätzlichen Schritt getan zu haben, da die Verschmutzung der Zuwege möglichst gering gehalten werden kann.

Weitere Bilder vom Güllegiganten unter: www.landtechnikvideos.de


Weitere Informationen zum Lohnunternehmen Görries findet ihr unter:

http://www.lohnunternehmen-goerries.de


Foto: Jörn Gläser
Text: Jörn Gläser
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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 31 Jahre,
aus Wedemark
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Schlagwörter

30 m³, agrarsani, jörn gläser, meyer-lohne, pumptankwagen, quadro, xxxl

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Kommentare

29.02.2012 10:55 Torsten19
Warum bringt man eigentlich auf unbewachsenen Flächen Gülle aus? sollte man da nicht eher "Enstorgen" schreiben, vorallem auf wie beschrieben "durchnässten" also wassergesättigten böden herrscht eh ein Ausbringverbot.
29.02.2012 17:53 CS
Technisch sicherlich beindruckend aber ob es wirtschaftlich ist? 1500 m³/Tag würde man auch herkömmlich mit 3mal 18 m³ Fässern die direkt vom Güllesilo zur Fläche fahren schaffen und die würden das wohl billiger hinkriegen...
29.02.2012 18:06 Foerdi
Wie oft werden die 1500m³ im getrennten Verfahren erreicht?
29.02.2012 18:17 Stefan919
Naja, alles schön und recht, aber was helfen hier insgesamt sechs Achsen bei ca. 60to Gewicht (wenns reicht) und alles in einer Spur. Hier hast ja dann auch noch das Problem, dass die angetriebenen Achsen eigentlich kein Gewicht haben.
Um es kurz zu fassen, ich halte solch ein Fahrzeug für supoptimal, aber guter Bericht
01.03.2012 15:03 Agrarsani
Hallo zusammen,
das ganze wird sich zeigen, wie sich die Technik in den nächsten Wochen und Monaten beim Lohnunternehmen bewährt und wie es bei den Kunden ankommt. Bei den ersten Fässern lief alles schonmal sehr rund. Ich werde auf jeden Fall in den nächsten Monaten noch einmal über neue Erkenntnisse berichten. Über die Größe und auch über die Leistungen lässt sich streiten da nunmal die Ausbringleistungen von Betrieb zu Betrieb und von Situation zu Situation verschieden sind. Auch da hoffe ich kann ich in Zukunft näheres berichten. Am ersten Tag kann ich da noch keine Aussagen treffen, sondern lediglich Herstellerangaben nennen. Auf jeden Fall ein sehr beeidruckendes Gespann!
01.03.2012 21:42 Martin1977
Mit 60 to über öffentliche Straßen. Wie lange das wohl gut geht. Denn befüllt wird ja nicht immer direkt am Acker, sondern es wird auch mal eben der Wirtschaftsweg genutzt. Das lässt sich keien Gemeinde gefallen, das die Straßen hierfür genutzt werden.
02.03.2012 14:07 Agrarsani
Martin1977 schrieb:
Mit 60 to über öffentliche Straßen. Wie lange das wohl gut geht. Denn befüllt wird ja nicht immer direkt am Acker, sondern es wird auch mal eben der Wirtschaftsweg genutzt. Das lässt sich keien Gemeinde gefallen, das die Straßen hierfür genutzt werden.


also dass auf Wirtschaftswegen gefahren wird ist nicht angedacht sicherlich ist das nicht auszuschließen aber da die Zubringern aus Schlepper + Fass bestehen und nicht aus LKW, wird vielleicht noch eher auf dem Feld umgeladen.
02.03.2012 19:33 Foerdi
Stefan919 schrieb:
Naja, alles schön und recht, aber was helfen hier insgesamt sechs Achsen bei ca. 60to Gewicht (wenns reicht) und alles in einer Spur. Hier hast ja dann auch noch das Problem, dass die angetriebenen Achsen eigentlich kein Gewicht haben.
Um es kurz zu fassen, ich halte solch ein Fahrzeug für supoptimal, aber guter Bericht


Ist ja noch schlimmer beim Xerion plus Anhänger. Fast das selbe Gewicht aber nur auf 3 Achsen
02.03.2012 19:34 Foerdi
Agrarsani schrieb:
also dass auf Wirtschaftswegen gefahren wird ist nicht angedacht sicherlich ist das nicht auszuschließen aber da die Zubringern aus Schlepper + Fass bestehen und nicht aus LKW, wird vielleicht noch eher auf dem Feld umgeladen.


Die Wirtschaftswege sind aber auch nicht für die Zubringer ausgelegt
03.03.2012 07:22 Klemme
@agrarsani: Wo sind denn die Bilder vom Werkstattwagen....?!
03.03.2012 08:03 benjo
Martin1977 schrieb:
Mit 60 to über öffentliche Straßen. Wie lange das wohl gut geht. Denn befüllt wird ja nicht immer direkt am Acker, sondern es wird auch mal eben der Wirtschaftsweg genutzt. Das lässt sich keien Gemeinde gefallen, das die Straßen hierfür genutzt werden.


Mit 60 Tonnen wäre das Gespann nur 3/4 voll...
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