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Agrarsanis Landwirtschafts-Blo...

Spannende Themen aus der Landwirtschaft (88 Einträge)

Ölförderung in North Dakota Einzelkornsämaschine von CaseIH Bisons in North Dakota
823 mal angesehen
30.04.2012, 16.08 Uhr

USA 2012 Tag 5 – Farmen auf einem Rohstoffvorkommen

Lest mehr von Tag 1, Tag 2, Tag 3 und Tag 4

Wir starten am Mittelpunkt der Vereinigten Staaten, zumindest wirbt Belle Fourche mit diesem Titel. Wir folgen dem Highway 85 weiter in Richtung Norden. Mitten durch weite Prärie auf der hier und da kleine Rinderherden grasen. Wir passieren die Staatengrenze zu North Dakota und sind zur Mittagszeit in der Stadt Belfield. Über einen Kontakt haben wir Byron Richards kennen gelernt, den wir heute besuchen.

Mit 15.000 acre ist er einer der größten Farmer in dieser Region. Angebaut wird neben Weizen, Gerste und Sonnenblumen auch Körnermais und Raps. Byrons Sohn hat die Verantwortung für die Rinder, die extensiv auf den Prärieflächen gehalten werden. In verschiedenen Herden sind es insgesamt 700 Tiere. 10 acre Fläche werden pro Tier kalkuliert. Neben Gras und Heu bekommen die Tiere zusätzlich als Leistungsfutter Nebenprodukte, die bei der Verarbeitung vom Körnermais zu Bioethanol anfallen. Interessant ist auch, dass beim Dreschen des Körnermais die Pflanzenreste nicht fein gehäckselt und verteilt werden, sondern die Reste im Schwad abgelegt werden, welche die Rinder später aufsuchen.

Video zum Blog

Byron nimmt uns in seinem Pick-Up Truck mit auf eine einstündige Rundfahrt über seine Felder. Er zeigt uns dabei zuerst welchen Einfluss mittlerweile die Ölförderung auch hier im Hinterland von North Dakota genommen hat. Auch auf seinen Flächen befinden sich mittlerweile einige Anlagen und Fördertürme, die von großen Ölunternehmen betrieben werden und an denen er beteiligt ist. Mit der neuen Technik des „Frackings“ können mittlerweile auch besonders schwierig zugängliche Ölvorkommen gefördert werden. 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag laufen hier nun die Arbeiten. Byron schätzt, dass es mittlerweile rund 50.000 Menschen aufgrund des Öls und der Arbeitsplätze die damit verbunden sind, nach North Dakota gezogen hat. Unterkünfte sind mittlerweile unbezahlbar geworden. Für Byron geht es mittlerweile soweit, dass er für seine fünf Mitarbeiter eigene Wohnungen gebaut hat. Nach der Landwirtschaft ist diese Branche zu einem der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren und Arbeitgeber geworden.

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Wir fahren mit Byron weiter über seine Felder. Mit dem Winterweizen und auch mit dem Sommerweizen ist er sehr zufrieden. Letzterer konnte in diesem Jahr bereits ab der zweiten Märzwoche gedrillt werden. Für gewöhnlich findet die Aussaat erst ab Mitte April statt. Im letzten Jahr wurde aufgrund der Nässe sogar bis in den Juni hinein gedrillt. Die Aussaat findet mittlerweile in der ganzen Region im so genannten „No-Till“-Verfahren statt, erzählt er uns. Die Entwicklung zum Direktsaatverfahren begann Anfang der 90er Jahre. Beim Körnermais setzt er dennoch weiterhin fast immer auf eine leichte Bodenbearbeitung. Er nutzt hierfür einen sogenanntes Vertical Till Gerät, welches lediglich 2 bis 3 inch (7 cm) tief arbeitet. Gefahren wird das Gerät mit 12 km/h. Einen großen Vorteil beim Einsatz dieser Maschine sieht Byron beim Einsatz im Management der Feuchtigkeit und dass das Feld vor der Maisdrille besser eingeebnet wird und bleibt. Kraftstoffsparendes Arbeiten steht außerdem im Vordergrund.

Das Wetter ist leider immer noch nicht auf unserer Seite. Nachdem wir unsere Feldrundfahrt mit Byron beendet haben, geht es für uns auf die Interstate 94 in Richtung Oster. Bei unserem Eintreffen in unserem Übernachtungsort Jamestown geht gerade ein heftiger Gewittersturm nieder.

Videobeitrag zum Blog auf agrarheute.com

Text: Tammo und Jörn Gläser (live aus den USA)
Foto: Jörn Gläser


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Agrarsani

Agrarsani

Alter: 32 Jahre,
aus Wedemark
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Schlagwörter

agrarsani, amerika, direktsaat, landwirtschaft, nordamerika, nord amerika, north dakota, no till, öl, usa, vertical till

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