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Bauerntag - Präsidentenwahl

Editorial dlz Juli 2012 (1 Eintrag)

145 mal angesehen
28.06.2012, 17.47 Uhr

Der Sekt steht schon kalt

Liebe Nutzer und Nutzerinnen, als Monatsmagazin hat man so manches Mal sein Problem mit der Aktualität. Da ist eine Wahl zum neuen deutschen Bauernpräsidenten und es ist partout nicht möglich, in die aktuelle Ausgabe dazu was reinzubringen. Konkret: als am Mittwoch (27. Juni) in Fürstenfeldbruck gewählt wurde, war das Papier für die Juli-Ausgabe des dlz agrarmagazins bereits bedruckt, gefaltet, beschnitten und gebunden, um als fertiges Heft auf den Postweg zu den Lesern gebracht zu werden. Wir haben deshalb das Thema Wahl zum Bauernpräsidenten mal aus einem anderen, aber nicht weniger interessanten Blickwinkel kommentiert. Aber lesen Sie selbst das Editorial zu dem Thema. Gleich mit der Bitte zu entschuldigen, dass wir in dem Originaltext, der nun folgt, natürlich die Leserinnen und Leser des dlz agrarmagazins ansprechen und nicht die gesamte Landlive-Gemeinde. Auf die Idee, ihn der Landlive-Gemeinde nicht vorzuenthalten kamen wir erst später.


Der Sekt steht schon kalt

Liebe Leserinnen, liebe Leser, zunächst ein dickes Dankeschön an Sie! Eine aktuelle Befragung hat erneut bestätigt, dass Sie unsere Arbeit als sehr nützlich für Ihre Betriebsführung einstufen. Sie schätzen unsere Beiträge als sachlicher und fundierter ein als die anderer Blätter. Unsere Praxisbeispiele wirken glaubwürdiger, weil wir auf Übertreibungen verzichten.
Eine besonders gern gelesene Rubrik ist „Landwirt des Monats“. Zugegeben, der Name führt etwas in die Irre. Denn hier rücken wir nicht nur Männer ins Licht. Dort porträtieren wir insbesondere auch Frauen, die Neues anschieben – also eines der wichtigsten Kriterien erfüllen, die wir als Maßstab anlegen, damit jemand Landwirt oder Landwirtin des Monats wird.
Aus aktuellem Anlass erinnere ich mich besonders an eine junge Landwirtin, die wir vor knapp 13 Jahren in dieser Rubrik vorgestellt haben. Der Titel „Ich habe einen Traum“ war auf ihre Vision gemünzt, eines Tages erste Bauernpräsidentin zu werden. Daraus ist bisher nichts geworden. Und zumindest auf nationaler Ebene müssen wir wohl noch etwas darauf warten, dass eine Frau der Führungsriege der Deutschen Bauern angehört. Wenn Sie diese Ausgabe Ihres dlz agrarmagazins in Händen halten, ist die Wahl zum Deutschen Bauernpräsidenten sowie zur Besetzung des Präsidiums im Deutschen Bauernverband gerade gelaufen. Leider nach Redaktionsschluss und damit zu spät, um das genaue Ergebnis noch aufgreifen zu können. Ein Ergebnis der Wahl stand aber bereits vorher fest: Dass es auch dieses Mal, mangels Kandidatin, bei einer reinen Herrenrunde bleibt.
Vor dem Hintergrund, dass hierzulande jeden 12. Betrieb eine Frau leitet, verwundert dies etwas. Wäre doch zu erwarten, dass zumindest in einem der 18 Landesbauernverbände eine Frau das Zepter in der Hand hält. Um es klar zu sagen, ich bin kein Freund von Geschlechterquoten. Am Ende müssen diejenigen das Rennen machen, die es am besten können, egal ob Mann oder Frau. Dass es trotzdem noch keine Kandidatin für solche Ämter gibt, liegt wohl eher daran, dass sich Frauen erst so allmählich aufmachen, auch im Bauernverband Verantwortung übernehmen zu wollen. Dass sie es können, beweisen die Führungsfrauen in den Landfrauenverbänden jedenfalls seit langem.
Wir haben eine Kanzlerin, wir haben eine Agrarministerin – warum nicht auch eine Bauernpräsidentin? Der Generationswechsel in den Verbänden ist gerade am Laufen. Mich stimmen die Beispiele der Frauen optimistisch, die sich im Ehrenamt engagieren und die wir ab Seite 148 vorstellen. Von der einen oder anderen wird man sicher noch mehr hören. Der Traum, den unsere Landwirtin des Monats vor 13 Jahren träumte, bleibt so zwar vorerst weiter ein Traum. Aber heute bin ich mehr als je zuvor überzeugt, er wird sich über kurz oder lang erfüllen. Liebe Leserinnen: Packen Sie es an und trauen Sie sich! Eine Flasche Sekt, um auf die erste Bauernpräsidentin anzustoßen, steht bei uns schon kalt.
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Detlef

Detlef

Alter: 52 Jahre,
aus München
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