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Der gruuna-Blog

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Vertikal Farming
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05.09.2012, 10.38 Uhr

Wenn die Landwirtschaft den Himmel erobert – Teil 1

Es ist allgemein bekannt, dass die Weltbevölkerung wächst und wächst. Auch wenn der Blick auf Deutschland ein Rückgang der Bevölkerung aufzeigt, man sieht die Erde entwickelt sich weiter und wird zunehmend moderner. Die Landwirtschaft bleibt aber keinesfalls stehen, ein zukunftsorientiertes Projekt nennt sich “Vertical Farming”, zu Deutsch “Vertikale Landwirtschaft”.

Vertikale Landwirtschaft beschäftigt sich mit der Problematik, mehr Nahrung zu produzieren bei geringer werdenden Nutzungsflächen. Um ihre Bewohner zu ernähren, braucht eine durchschnittliche Stadt heute eine Ackerlandfläche vom Zehnfachen ihrer eigenen Größe. Bis zum Jahr 2030 werden 4,8 Milliarden Menschen in Städten leben. Nach Berechnungen werden bis zum Jahr 2050 mehr als eine Milliarde Hektar zusätzliches Ackerland benötigt. Das entspricht etwa der Größe Brasiliens – einer Landwirtschaftsfläche, die auf der Erde nicht verfügbar ist. Aus diesem Grund wird nun der Himmel erobert.

Vertikale Gewächshäuser oder gleich ganze landwirtschaftliche Betriebe sollen hinter den Fassaden gewöhnlicher Hochhäuser entstehen. Zehntausende Stadtbewohner könnten durch solche Wolkenkratzer-Bauernhöfe ernährt werden – zu einem Bruchteil des Land-, Wasser-, und Energieverbrauchs, den herkömmliche Landwirtschaft benötigt. Das Resultat: Ganzjährige Ernten, lange Transporte oder Kühlung entfallen. Dies führt zu weitaus weniger Verderb oder Verlusten durch Ernteausfälle. Jeder Hektar Nutzfläche einer vertikalen Farm könnte die Rückführung von 10 bis 20 Hektar in naturbelassenes Brachland ermöglichen. Kontrollierte Umgebungsbedingungen vermindern den Biozid- und Düngereinsatz erheblich. Der Wasserverbrauch in einem geschlossenen System verringert sich deutlich. Höhere Beschäftigungsquote und zusätzliche Energieerzeugnisse runden das Wunderwerk vollkommen ab.

Doch wie das Ganze funktioniert erfahren Sie erst in Teil 2.
Erscheinungsdatum Teil 2: 07.09.2012

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