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Der gruuna-Blog

(440 Einträge)

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255 mal angesehen
25.09.2012, 16.02 Uhr

Profitabel ohne Subventionen?

Selbst in Zeiten kränkelnder Staatshaushalte und schwankenden Zahlen gibt es den einen oder anderen konstanten Stern am Horizont. So zumindest lässt sich auf die Subventionen blicken, die alle 7 Jahre neu im EU-Finanzhaushalt beschlossen werden und nicht nur der heimischen Landwirtschaft den Rücken stärken soll. Doch sind diese Subventionen notwendig? Und für was genau werden diese Mittel vergeben?

Der Fernsehsender 3sat hat in seiner Sendung “makro” letzte Woche versucht, den Kern dieses polarisierenden Themas zu ergründen. Fakt ist: Für nichts wird in der EU so viel Geld ausgegeben wie für die Landwirtschaft. Mit angeblich 90 % aller deutschen Bauern stellt der Deutsche Bauernverband eine gewaltige Stimme dar, wenn es um Widerstand gegen das Abschaffen oder Reformieren von Agrarsubventionen geht. Dabei geht es auch ohne: In einem Beispiel aus dem Beitrag erklärt exemplarisch ein Landwirt, dass Einnahmen auch ohne die Zuschüsse möglich sind. Gefragt ist demnach unter anderem ein gewisses Maß an Kreativität und Mut. So können eigene Verkaufsstellen oder der Zusammenschluss zu einem landwirtschaftlichen Verbund die Einnahmen erhöhen und Kosten reduzieren.

Absicht der Subventionen seien vor allem das Sorgen für eine nachhaltige Landwirtschaft, dabei werden immer mehr Stimmen von Landwirten und Forschern laut, dass der Schutz der Natur an dieser Stelle zu kurz kommt. Werden Fördermittel aktuell pauschal noch für jeden Hektar Land ausgezahlt, bedürfe es dringend einer Reform in diesem Punkt. Wer sich nachweislich für den Schutz der Natur und Landwirtschaft einsetzt, sollte besser gefördert werden als vergleichsweise größere Betriebe. Der starke Widerstand bei der Reform rührt natürlich auch daher, dass für viele landwirtschaftliche Betriebe die Vorstellung des völligen und plötzlichen Wegfalls dieser Gelder Angstzustände hervorruft. Es schadet jedoch nicht, sich rechtzeitig darüber Gedanken zu machen, wie man mit weniger Fördergeldern selbst zurechtkommen kann. Einen Plan B zur Hand zu haben kann spätestens dann hilfreich werden, wenn Brüssel sich entscheiden sollte, den Etat für die Agrarsubventionen doch einmal nach unten zu korrigieren. Denn neben der Lobby der Landwirtschaft gibt es auch einen steigenden Unmut darüber, dass es für diese gewaltigen und durch Steuern erhaltenen Geldmengen kaum Einflussmöglichkeiten in deren Verteilung gibt.

Pauschale Subventionen oder individuelles Fördern, welcher Meinung sind Sie? Machen Sie sich schon Gedanken oder suchen Sie noch Tipps zum Umstieg auf mehr Unabhängigkeit von der EU? Diskutieren Sie mit!
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Kommentare

26.09.2012 21:26 lilli
Und wieso setzen sich nur kleinere Betriebe für den Naturschutz ein........bitte Zahlen und Butter beide Fisch.........ich kanns nimmer hören
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